3. Bestandsaufnahme Werderaner Künstler im Zeichen des Stadtjubiläums

Die 3. Bestandsaufnahme wurde gestern eröffnet. Foto: werderfoto

Werder (Havel), 17. November 2016 – Alle vier Jahre zeigen Professionelle und Amateure der Stadt Werder (Havel) in einer Werkschau ihre Arbeiten. Die Teilnahme ist juryfrei, lediglich der Einschreibungstermin war einzuhalten. In diesem Jahr haben sich 29 Teilnehmer und Teilnehmerinnen angemeldet, darunter altbekannte und auch neue Gesichter. „Die Bestandsaufnahme hat sich zum ,Who is Who‘ in der Stadt Werder in Sachen bildende und angewandte Kunst entwickelt und vermittelt ein hohes Niveau in den künstlerischen Sparten“, sagt Bürgermeisterin Manuela Saß.  Sie freue sich auf einen kreativen Start ins Jubiläumsjahr 2017.

Die 3. Bestandsaufnahme der Werderaner Künstler im Kunstgeschoss steht im Zeichen des Stadtjubiläums im Jahr 2017. Die Teilnehmer der Ausstellung haben das Thema „Werder (Havel) wird 700“ aufgegriffen – mal mehr und mal weniger offensiv. Die Vernissage zur 3. Bestandsaufnahme gestern Abend statt. Die Ausstellung ist bis zum 8. Januar zu sehen.

Grußwort der Bürgermeisterin der Stadt Werder (Havel), Manuela Saß. Ganz links der der Kurator des Kunst-Geschosses, Frank W. Weber. Foto: Werderfoto
Grußwort der Bürgermeisterin der Stadt Werder (Havel), Manuela Saß. Ganz links der der Kurator des Kunst-Geschosses, Frank W. Weber. Foto: Werderfoto

„Die Ausstellung ist ein würdiger Start in unser Jubiläumsjahr“, sagte Bürgermeisterin Manuela Saß. Sie zeigte sich beeindruckt von den Arbeiten der 29 Künstlerinnen und Künstler, die in ihren Werken das Stadtjubiläum thematisierten. Die Bestandsaufnahmen entwickelten sich zum „Who is Who“ der Kunst in Werder (Havel). „Besonders interessant erscheint mir, dass sich ohne Vorbehalte Berufs- und Amateurkünstler in dieser Ausstellung vereinen. Das ist der Spiegel eines sorgfältigen Engagements für die Kunst und Kultur in unserer Stadt.“

Wie in der 2. Bestandsaufnahme vor vier Jahren sei spürbar, mit welch hohem Engagement, welch hoher Fertigkeit und Freude alle Beteiligten ihrer künstlerisch-kreativen Tätigkeit nachgehen, so die Bürgermeisterin weiter. Eine besondere Freude sei es, dass Werders Schulen die Ausstellungen für den thematischen Unterricht nutzen. „Die Investitionen in unsere Stadtgalerie und unsere Kulturförderung tragen so nachhaltige Früchte.“

Der Kurator des Kunst-Geschosses, Frank W. Weber, würdigte die ausgestellten Arbeiten in einer Laudatio, die Künstler seien ganz unterschiedlich mit dem vorgegebenen Thema umgegangen. „Wir haben ganz offensichtliche Umsetzungen des Themas, wir haben aber auch versteckte Darstellungen, die uns Betrachter der Ausstellung zuerst Fragen eröffnen, die wir im Grunde selbst beantworten müssen, wenn wir zum Thema Werder wird 700 kommen wollen.“

Weber ging explizit auf zwei Werke ein: Hans Stahlberg, Werdersches Urgestein, zeigt in der Ausstellung sein Werk „Werder, was immer bleibt“. Für Stahlberg sei die Stadtgeschichte eine hintergrundbildende Collage, in der das Fischerhandwerk, der Weinbau, der Obstanbau und die Ziegeleien dargestellt seien. „In seinem Gemälde steht die Ziegelwand wie ein Stapel von Goldbarren“,. so Weber. In gewissem Sinne sei das tatsächlich das Gold der Werderaner, einer Stadt, in der es einmal 50 Ziegeleien gegeben habe. Im Gemälde von Chang Ok Han, einer in Werder lebende Künstlerin aus Südkorea, seien grafische Grundelemente wie Kreis, Dreieck und Quadrat zu finden, nur aus der Ferne sei schwach der Umriss der Inselstadt wahrnehmbar. Im Zentrum des Bildes stehe der Mensch in universeller Darstellung des Vitruv-Mannes von Leonardo da Vinci. „Dazu muss ich sagen, bisher hatte ich immer das Gefühl, dass im Zentrum all unserer Bemühungen in der Stadt der Mensch steht. Im Grunde ein Schlüssel unseres Stadterfolgs“, so Frank W. Weber.

Neu ist in diesem Jahr die Korrespondenz der Bestandsaufnahme mit dem BildhauerAtelier VulkanFiberFabrik, ein spannender Ort der Bildhauerkunst in Werder. Eine der alten Fabrikhallen ist in den vergangenen Jahren zum Schaffensort von vier Bildhauern geworden. Sie öffnen dort ihr Atelier am Samstag, dem 19. und Sonntag, dem 20. November von 13 bis 18 Uhr und führen um 14 und 17 Uhr durch die Werkstätten. „Obwohl die Stadtgalerie über eine große Präsentationsfläche verfügt, bekommt die 3. Bestandsaufnahme somit eine neue Dimension“, sagt Kunst-Geschoss-Kurator Frank W. Weber.

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Gespräche während der Vernissage. Foto: werderfoto

Insgesamt eine sehenswerte Ausstellung, die die Gäste auf das Jubiläumsjahr 2017 einstimmt, so Frank W. Weber. Teilnehmer und Teilnehmerinnen zur 3. Bestandsaufnahme in alphabetischer Reihenfolge sind Monika Arlt, Antje Biesenthal, Hannes Brunner, Sandra Dahlmann, Rainer Düvell, Irina Eichmann, Irina Federova, Katharina Forster, Anne-Kathrin Fuchs, Ruth Gindhart, Anna Gestrich, Saskia Glückauf, Cornelia Grasnick, Chang-Ok Han, Günter Ihle, Gabriele Karele, Heinz Köhne, Bärbel Krüger, Evelyne Kühnapfel, Claudia Constanze Lorenz, Regina Lunderstedt, Gudrun Mader,  Dr. Wolfgang Niesler, Uwe Rabien, Oda Schielicke, Beate Schwarz, Ann Louise Schwieger, Hans Joachim Stahlberg, Frank W. Weber ARATORA, Brigitte Wilhelm und Birgit Wischnewski.



Ausstellung vom 17. November bis 8. Januar 2017, immer Donnerstag, Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr.
Geöffnet auch am 25. und 26. Dezember und am 1. Januar 2017, aber nicht am Heiligabend und Silvester.

Korrespondenz-Atelier zur 3. Bestandsaufnahme: BildhauerAtelier VulkanFiberFabrik Werder (Havel), Adolf-Damaschke Str. 56/58.
Am Samstag 19. und Sonntag 20. November 2017 empfangen Katharina Forster, Ruth Gindhart, Rainer Düvell und Hannes Brunner
von 13-18 Uhr die Besucher, Führungen um 14 und 17 Uhr.