Ratgeber: 10 Tipps für das Bewerbungsgespräch

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Gut vorbereitet ins Bewerbungsgespräch. Foto: pixabay
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Gut vorbereitet ins Bewerbungsgespräch.
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Herzlichen Glückwunsch! Sie haben eine in Rechtschreibung und Grammatik makellose Bewerbung geschrieben, die – obwohl kurz und knackig auf einer A4 Seite – einen Tick interessanter als die Ihrer Mitbewerber war. Sie haben vielleicht geschrieben, dass Ihr Bewerberprofil nicht mehr leisten kann, als erste Ansatzpunkte über Ihre fachliche Eignung zu geben.
Sie hoffen nun auf die Neugier des möglichen Arbeitgebers, Ihre Praxis- und Teamtauglichkeit zu testen. Sie haben mit Ihrem Lebenslauf gepunktet, auch wenn der vielleicht Brüche hat. Die können Sie nämlich gut begründen und Sie stehen dazu.
Sie bringen die erforderliche Qualifikation für den ausgeschriebenen Job mit und haben in der Bewerbung darauf hingewiesen. Oder Sie verfügen zwar nicht im Detail über alle geforderten Qualifikationen, sind aber mehr als bereit, dazu zu lernen. Eine neue Herausforderung, dieser Job ist nämlich genau das, was Sie möchten.

Die Stellenangebote der Stadt Werder (Havel) finden Sie unten.

10 Tipps für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch

Sie wurden zum Gespräch eingeladen. Und jetzt wird Ihnen doch etwas mulmig zumute? Das muss nicht sein. Wir präsentieren Ihnen zehn Punkte – wenn Sie die gelesen haben, geht es Ihnen besser. Und derart selbstbewusst gehen Sie dann in das Bewerbungsgespräch.

1. Es ist völlig normal, wenn Sie vor und auch während des Gespräches aufgeregt sind.  Das dürfen Sie auch sagen: „Ich freue mich auf unser Gespräch. Dennoch bin ich gerade etwas aufgeregt.“ Die Personaler kennen das und können das einordnen. Zudem gibt es in den ersten Minuten des Bewerbungsgespräches immer einen kleinen „Smalltalk“. Versuchen Sie dennoch, ruhig sitzen zu bleiben, vermeiden Sie hektische Bewegungen, halten Sie die Beine still. Die Hände dürfen ein wenig Ihre Worte unterstreichen – hier finden Sie bei einer Übung zuhause vor dem Spiegel das richtige Maß. Denken Sie daran: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

2. Vor dem Spiegel zuhause haben Sie auch Ihre Garderobe geprüft. Gehen Sie bitte nicht in Jeans und T-Shirt zum Gespräch. Falls Sie die Firma schon kennen, orientieren Sie sich an den dortigen Gepflogenheiten. Overdressed sollten Sie allerdings auch nicht erscheinen, viel klirrender Schmuck oder viel Parfum kommt nicht so gut an.

3. Nehmen Sie doch einfach noch eine Mappe mit Ihrer Bewerbung zum Gespräch. Einerseits halten Sie dann etwas in den Händen – was bei Ihnen für eine gewisse Sicherheit sorgen kann. Andererseits können Sie dem Personaler mit der Akte aushelfen, wenn er sie aufgrund der Vielzahl der Bewerbergespräche an diesem Tag nicht gleich zur Hand hat.
Schalten Sie Ihr Handy aus.
Stürmen Sie nicht ins Büro und strecken schon an der Tür die Hand aus. Denken Sie daran, dass der Personaler Ihnen die Hand zuerst reicht. Er begrüßt Sie schließlich in seinem „Reich“. Warten Sie, bis Sie aufgefordert werden, Platz zu nehmen.
Lächeln Sie.

4. Versuchen Sie, genau und in ganzen Sätzen auf die Fragen zu antworten. Vermeiden Sie „ähem“ und „ja eigentlich“. Die Zeit des Personalers ist begrenzt. Er hört oft die gleichen Antworten – er bemerkt schnell, wer sich in den einschlägigen Internetforen auf ein Gespräch vorbereitet hat und uniforme Antworten gibt. Seien Sie ehrlich. Wenn nötig, weisen Sie darauf hin, dass Sie jetzt „ganz spontan“ antworten. Das verschafft Ihnen eine klitzekleine Ewigkeit Zeit, die dann wirklich passende Antwort zu finden. Zögern Sie nicht zu lange.

5. Wenn Sie Ihre Stärken definieren sollen, fangen Sie mit denen an, die zu dem Anforderungsprofil der Stelle passen, für die Sie sich bewerben. Lassen Sie dabei ruhig einfließen, dass Sie sich auch über die Firma informiert haben. Etwa: „Wie ich weiß, werden in Ihrer Firma versierte Schreibkräfte gesucht. Meine Stärke liegt darin, nicht nur schnell und fehlerfrei schreiben zu können – ich lasse mich zudem auch nicht ablenken.“ Verweisen Sie darauf, dass Sie aufgrund dieser und Ihrer weiteren Stärken Erfolge im bisherigen Berufsleben hatten, die neue Firma aber als logische Weiterentwicklung betrachten.

6. Wenn dann die gefürchtete Frage nach den Schwächen kommt – cool bleiben. Natürlich haben auch Sie welche. Niemand wird die Arroganz besitzen, etwaige Schwächen nicht nennen zu können, weil er keine hat.
Aber das „Ich bin einfach zu ungeduldig“  oder „Ich reagiere manchmal zu schnell gereizt, wenn andere immer den gleichen Fehler machen“ mag auch niemand mehr hören. Es sei denn, Sie schwächen es gleich mit einem „manchmal“ oder „hin und wieder“ ab.
Bleiben Sie gerade bei der Frage nach den Schwächen im Blickkontakt. Verweisen Sie darauf, dass Sie Ihre Schwäche kennen, erkennen und immer nach Lösungen suchen. Konflikte werden von Ihnen selbstverständlich sachlich und ruhig gelöst. Ansonsten nehmen Sie Kritik natürlich an und freuen sich über offene Gespräche, die Ihnen ja auch persönlich weiter helfen. Und noch nie hat eine Ihrer Schwächen sich in irgend einer Form negativ auf Ihre Leistungen in der Firma ausgewirkt.
Wie wäre es denn beispielsweise mit Flugangst? Sie wissen doch eigentlich als klar denkender Mensch, dass es wahrscheinlicher ist, von einer Straßenbahn angefahren zu werden, dennoch mögen Sie das Fliegen einfach nicht. Oder Schüchternheit. Wenn Sie nicht gerade als Teamleiter eingestellt werden möchten, dürfen Sie durchaus etwas schüchtern sein, wenn es darum geht, vor einer großen Gruppe Menschen zu sprechen. Das kann Sie direkt auch sympathisch machen. Denn natürlich sind Sie immer bereit, sich Ihren Schwächen zu stellen und daran zu arbeiten.

7.  Prüfen Sie zwischendurch sich und Ihre Körpersprache. Haben Sie bei der Frage nach Ihren Schwächen die Arme verschränkt? Das signalisiert ganz klar eine Abwehrhaltung. Haben Sie versucht, krampfhaft witzige Antworten zu geben? Haben Sie sich am Kopf gekratzt? Setzen Sie ein Pokerface auf, weil Sie unsicher sind? Tun Sie das bitte nicht. Wenn der Personalchef oder die Personalchefin spricht, schauen Sie ihn/sie bitte freundlich, offen und interessiert an. Und selbstverständlich lassen Sie ihn/sie ausreden!
Nie, wirklich niemals sprechen Sie schlecht über ehemalige Kollegen, über ehemalige Arbeitgeber, über ehemalige Firmen.

8. Auf die Frage, warum man sie einstellen soll, wiederholen Sie nicht langatmig die Details Ihrer Bewerbung – die wurde bereits gelesen. Nennen Sie höchstens drei Punkte, die für Sie sprechen. Idealerweise verbinden Sie das wieder mit Kenntnissen der neuen Firma und ihrem Interesse an genau dieser Firma. Punkten Sie mit Ihrer Erfahrung, ihrem Entwicklungspotenzial und dem Mehrwert, den die neue Firma haben wird, wenn sie den Job bekommen. Beispielsweise den Mehrwert Ihres guten Netzwerkes in der Branche oder in der Stadt. Prahlen Sie nicht mit den Tausenden von Telefonnummern in Ihrem Handy – aber weisen Sie ruhig darauf hin, dass Sie im geforderten Bereich durchaus ein paar Leute kennen, die für die Firma hilfreich sein könnten.

9. Sie haben sich ja im Vorfeld genau über die Firma informiert – Sie kennen Zahlen, Daten, Fakten. Wenn Sie jetzt – zum Ende des Bewerbungsgespräches und nach der Aufforderung, vielleicht auch noch Fragen loswerden zu wollen – mit guten Fragen aufwarten, kommen Sie besonders gut an. Dabei geht es natürlich nicht darum, zu erfahren, wann die Firma den Börsengang plant. Oder darum, warum der Weg zum Haupteingang nicht sauber geharkt ist. Interessieren Sie sich doch für die eingesetzte Technik. Oder, ob Sie sich Ihren möglichen künftigen Arbeitsplatz mal ansehen dürfen. Da können Sie gleich wieder die Vorfreude auf den Job einflechten – mit eben jener modernen Technik. Weil Sie nicht nur einfach eine Arbeit suchen, Sie möchten arbeiten, um sich auch weiter entwickeln zu können. Sie haben Ziele. Die letzte Frage darf auch lauten: „Wann ist mit Ihrer Entscheidung zu rechnen?“

10. Das Gespräch ist beendet. Sie bedanken sich für das Gespräch, für die Aufmerksamkeit, für die interessanten Antworten. Sie versichern, dass genau dieses Gespräch wichtig und informativ war und Sie nun umso interessierter an der ausgeschriebenen Stelle sind. Sie freuen sich auf die Antwort.             (low)

Und hier gibt es vielleicht Ihren neuen Job?

Stellenausschreibungen der Stadt Werder (Havel)

Die Stadt Werder (Havel) sucht zum frühestmöglichen Termin eine Angestellte/ einen Angestellten für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Stelle ist in Vollzeit (40 Stunden/ Woche) zu besetzen. Informationen gibt es hier.

Bei der Stadt Werder (Havel) ist ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle eines/ einer Sachbearbeiters/in Controlling im Bereich 1. Beigeordneter in Teilzeit (35 Stunden/ Woche) zu besetzen. Informationen gibt es hier.

Für die Weiterentwicklung des Tourismus und der damit verbundenen Möglichkeiten der Wirtschaftsförderung der Stadt Werder (Havel) suchen wir ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n Sachbearbeiter/in Wirtschaftsförderung und Tourismusmanagement (m/w). Die Stelle ist in Vollzeit (40 Stunden/ Woche) zu besetzen. Details hier.

Die Stadt Werder (Havel) sucht für den Fachbereich 3 zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n vollzeitbeschäftigte/n hauptamtliche/n Stadtwehrführer/in. Das Tätigkeitsfeld beinhaltet umfangreiche organisatorische Aufgaben innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) der Stadt Werder (Havel) sowie in der Verwaltung, aber auch die Übernahme der Führungsrolle bei aktiven Einsätzen der FFW der Stadt Werder (Havel). Stellenausschreibung als PDF-Datei

Bei der Stadt Werder (Havel) ist ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle eines/einerMitarbeiters/ Mitarbeiterin im Außendienst in Vollzeitbeschäftigung, befristet bis zum 31.12.2016 als Vertretung, zu besetzen. Der/Die Mitarbeiter/in im Außendienst hat die Überwachung des ruhenden Verkehrs im Gebiet der Stadt Werder (Havel) und in den Ortsteilen abzusichern. Es sind Straßenkontrollen durchzuführen, insbesondere das Feststellen von Schäden, fehlender Beschilderung usw. Informationen hier.