Advent, Advent – ein Lichtlein brennt – Part 2

Advent, Advent – ein Lichtlein brennt

Was zur Adventszeit nicht fehlen darf, wisst Ihr ja bereits aus unserem Beitrag von gestern. Dort haben wir Euch in das Blumenparadies Adam entführt und Euch die ersten Adventsgestecke gezeigt. So kurz vor Weihnachten können wir nun jeden Sonntag eine Kerze unseres Adventskranzes anzünden. Je mehr Kerzen brennen, desto kürzer müssen wir uns noch gedulden, bis Weihnachten ist. Wenn sie alle vier dann brennen, ist es bald so weit. Dann trennen uns nur noch drei Tage vom Heiligen Abend.

Die Idee des Adventskranzes stammt übrigens schon aus dem Jahre 1839. Den Kindern im Hamburger Rauhen Haus, eine Einrichtung für den verarmten Arbeiternachwuchs der Hansestadt, war die Zeit bis zum großen Tag zu lang. Diese wollte ihnen der Theologe und Leiter des Hauses, Johann Wichern, verkürzen und so nahm er ein altes hölzernes Rad und setzte so viele Kerzen darauf, wie bis zum Tag des Heiligen Abends noch verblieben. So entstand der Adventskranz.

Übrig geblieben sind davon heute nur noch die Kerzen für die vier Adventssonntage. Der Rest ist auf der Strecke geblieben. Denn um insgesamt 24 Kerzen auf einen Kranz zu bekommen, müsste dieser einen Durchmesser von etwa zwei Metern haben.

Edda Floristik
Dr-Külz Straße 18, 14542 Werder (Havel) OT Glindow – 03327 7406854

Edda Floristik (10) Da bevorzugen wir die moderne kleinere Variante. Wie zum Beispiel bei Edda Floristik in Glindow. Als das wirsindwerder-Team das Blumengeschäft in der Dr.-Külz-Straße betritt, isst Edda Zielinski gerade Knäckebrot und einen Salat und begrüßt uns lächelnd hinter ihrer Theke. „Ach ihr seid das“, sagt sie und beklagt sich im nächsten Moment über ihren Snack: zu viele Konservierungsstoffe! Und zündet sich eine Zigarette an. Ob das den Blumen schadet, fragen wir. „Nein, das schadet nur mir“, sagt sie und lacht. Authentisch und sehr herzlich erzählt sie uns, wie sie nach Glindow gekommen ist. 13 Jahre lang hatte sie einen Blumenladen in der Potsdamer Innenstadt. Viele ihrer Kunden kamen aus unserer Blütenstadt und wünschten sich so sehr eine Edda in Werder. Als die Mieten in Potsdam dann einen gewaltigen Sprung in die Höhe machten, fasste sie den Entschluss und zog mit ihren Blumen nach Glindow. Während wir uns mit ihr unterhalten, kreiert sie nebenbei noch ein Gesteck für eine Kundin. Eine Tasse Tee wärmt uns von innen, denn auch hier im Laden ist es kalt. Eddas Türen stehen immer offen. Für die Blumen für die perfekte Temperatur und für ihre Kunden, gern auch als Ratgeber, für alle, die nicht wissen, wie sie ihr Zuhause mit Pflanzen gestalten sollen.

Als unser persönlicher Adventskranz-Ratgeber empfiehlt sie: Rot geht an Weihnachten immer. Man kann ja sowieso alles für einen Adventskranz verwenden. Das wohl schrägste waren einmal Barbiepuppen. „Aber das ist ja schon sehr speziell“, sagt sie.

Die Natur ist eh der beste Wegweiser. Und so sammelt sie in ihrer Freizeit Moos oder die Früchte der Glyzinie. Zwar gibt es in der Markthalle auch alles zu kaufen, doch sie genießt die Zeit im Freien.

So ungekünstelt wie sie selbst ist auch ihr Laden. Viele individuelle Kränze und Gestecke, aber auch weihnachtliche Dekoration findet Ihr bei Edda Floristik. Daneben verkauft sie Handarbeiten von Freunden sowie aus der Mosaik-Werkstatt für Behinderte in Spandau. Typisch Edda eben: Sehr herzlich und offen!

Lasst Euch überraschen, wie es morgen hier weitergeht und wir Euch eine weitere Blumenliebhaberin vorstellen. Bis dahin gibt es hier einen kleinen Überblick zu Eddas Floristikkunst. Falls Ihr den ersten Teil über die Adventskränze noch nicht gesehen habt, dann klickt doch einfach hier.