Ausbildungskampagne „Brandenburg will Dich!“

Potsdam, 1. September 2017 – Die Ausbildungschancen für Brandenburger Jugendliche sind so gut wie nie. Um das noch bekannter zu machen, startet das Land Brandenburg gemeinsam mit den Partnern des Brandenburgischen Ausbildungskonsenses zu Beginn des Ausbildungsjahres 2017/18 die Kampagne „Brandenburg will Dich! Hier hat Ausbildung Zukunft.“ Auf insgesamt 15 Motiven werben Auszubildende sowie ihre Ausbilderinnen und Ausbilder für das attraktive Ausbildungsangebot in den Regionen des Landes. Arbeitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt stellte die Kampagne heute im Angermünder Bildungswerk vor und betonte: „Die Besonderheit ist, dass wir nicht mit Fotomodellen arbeiten, sondern mit realen Ausbildungsduos aus Brandenburg. Sie zeigen uns, wie stolz sie auf ihre Ausbildung und die damit verbundenen Karrierechancen sind – zu Recht! Wir bringen damit zum Ausdruck: Hinter jedem Azubi steht eine starke Ausbilderin oder ein starker Ausbilder, die die jungen Frauen und Männer auf dem Weg ins Berufsleben begleiten. Das ist, denke ich, auch eine wichtige Botschaft an die Eltern und Großeltern.“

Über das Ausbildungsjahr hinweg wirbt die Kampagne mit Plakaten in Schulen, Betrieben, im Einzelhandel, in Kinos und Vereinen. In den sozialen Medien Facebook, Instagram und Youtube werden unter dem Hashtag #brandenburgwilldich nach und nach Informationen rund um die Kampagne eingestellt. Hartwig-Tiedt: „Selbstverständlich werden auch die Auszubildenden angesprochen. Schreiben Sie uns, warum Sie stolz sind, eine Ausbildung in Brandenburg zu machen. Ich bin sicher, dafür gibt es viele gute Argumente.“

Es lohnt sich der Blick auf den Brandenburgischen Ausbildungsstellenmarkt. Rein rechnerisch ist für jeden ausbildungssuchenden Jugendlichen in Brandenburg ein Angebot vorhanden. So waren im August 2017 noch 4.636 Ausbildungsstellen unbesetzt und 3.882 Bewerberinnen und Bewerber waren auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Oft ist der Suchradius jedoch zu gering und es wird nicht beachtet, dass bereits im angrenzenden Landkreis eine passende Ausbildungsstelle vorhanden sein kann. Hartwig-Tiedt: „Auch der vermeintliche Traumberuf sollte noch einmal auf Herz und Nieren geprüft werden. Wähle ich diesen Beruf, weil der Einstieg bequem ist oder weil ich auch langfristig erfolgreich sein kann? Mädchen ziehen nach wie vor zu wenig die Berufe im naturwissenschaftlich-technischen Bereich in Betracht, Jungen wiederum lassen Beschäftigungsperspektiven beispielsweise als Erzieher und Pfleger ungenutzt. Mit der Kampagne zeigen wir auch geschlechteruntypische Berufswege auf, die die Ausbildungschancen der jungen Brandenburgerinnen und Brandenburger deutlich erweitern.“

So zum Beispiel Max Köpke, der beim Pflegedienst Hildrun Vitense in der Uckermark eine Ausbildung zum Altenpfleger macht. Max Köpke und seine Ausbilderin sind eines von 15 Ausbildungsduos der Kampagne. „In Brandenburg alt werden? Mit meiner Ausbildung kein Problem“, so sein Credo. Bei der Vorstellung der Ausbildungskampagne im Angermünder Bildungswerk e.V. sagte der 19-jährige: „Ich unterstütze die Kampagne, weil ich weiß, wie schwer es ist, sich für einen Beruf zu entscheiden. Mit Menschen zu arbeiten ist voll mein Ding, kein Tag ist wie der andere. Und meine Ausbilderin unterstützt mich sehr.“

Für alle, die zum 1. September noch keinen Ausbildungsvertrag unterzeichnet haben: Es ist noch nicht zu spät! Wendet Euch schnellstmöglich an die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit und die Ausbildungsberatung der Kammern. Hier wartet ein umfangreiches Nachvermittlungsangebot, denn: Brandenburg will Dich! Und das gilt auch für die Zeit nach der Ausbildung: 70 Prozent der Auszubildenden in Brandenburg wurden 2016 von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen. Damit liegt die aktuelle Übernahmequote in Brandenburg doppelt so hoch wie noch 2006. Sie überstieg auch erstmals die Übernahmequoten sowohl in Ostdeutschland insgesamt (68 %) als auch in Westdeutschland (67 %). (red)