Beschlussvorlage zur Blütentherme

Werder (Havel), 14. Juli 2016 – In der Stadtverordnetenversammlung am heutigen Donnerstag geht es wieder einmal um die Blütentherme. Das Interessenbekundungsverfahren, das in der jüngsten Sitzung des Badausschusses empfohlen wurde, soll heute beschlossen werden. Bei diesem Interessenbekundungsverfahren können sich Bieter melden, die die Therme kaufen oder pachten wollen. Ein Verkauf wurde von Abgeordneten der Grünen und der Freien Bürger favorisiert. Auch für Bürgermeisterin Manuela Saß wäre das ein „Rundumsorglospaket“, wie sie im Badausschuss sagte. Allerdings kann sie sich nicht endgültig für diese Variante erwärmen, handelt es sich bei der Immobilie und dem Grundstück doch um ein Filetstück der Stadt. Ihre Prioritäten stehen allerdings fest: „Vorrang für die Stadt hat immer die Vollendung der Blütentherme“. Grundsätzlich festgeschrieben wird ein Rechtsanspruch der Stadt auf Schul- und Vereinssport.
Die Sitzung der Stadtverordneten finden im Schützenhaus statt. Beginn ist 18.30 Uhr. Der erste Teil der Sitzung ist wie immer öffentlich.

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Das Interessenbekundungsverfahren wird nach dem entsprechendem Beschluss zu den beiden Fortführungsvarianten

–          Verkauf der BlütenTherme samt Thermengrundstück über ca. 28 000 Quadratmeter, optional mit weiteren Flächen der Stadt bzw. der HGW, mit Investitions- und Betriebsverpflichtung

oder
–          Betriebsüberlassung an einen privaten Partner (Pachtmodell)

durchgeführt.

Die CDU besteht darauf, dass bei einem Verkauf sieben Millionen Euro Eigenkapital des Bieters entweder als Kaufpreis oder als Baukosten als Bedingung festgeschrieben werden. Grundsätzlich müssen Therme und Außenanlagen innerhalb von 24 Monaten fertig gestellt werden.

Für beide Varianten wird der Masterplan des Berater-Büros GBP zugrunde gelegt. Am Verfahren werden auch die vom Beraterteam GBP empfohlenenen Unternehmen beteiligt.
Die beiden Fortführungsvarianten werden nicht getrennt sondern in einem Interessenbekundungsverfahren abgefragt, so dass jedes Unternehmen von beiden Möglichkeiten Kenntnis erlangt.
Es wird eine Bearbeitungszeit der Unternehmen von vier bis sechs Wochen empfohlen, so dass nach Beschlussfassung durch die SVV heute mit Ergebnissen bis zum Ende der Sommerpause zu rechnen ist.

Fest steht bereits, dass allein für die Vollendung des Rohbaus des Bades noch einmal zehn Millionen Euro investiert werden müssen. Diese Summe wurde von dem Hamburger Beratungsbüro, das die Stadt beauftragt hat, ermittelt. Das ist noch nicht alles: weitere zwei Millionen könnte die Außensauna kosten; der besonders für Familien und damit für die allgemeine Attraktivität wichtige „Splash“-Bereich würde mit fünf Millionen zu Buche schlagen.

Ein attraktives Umfeld ist für die Blütentherme deshalb so immens wichtig, weil eine jährliche Zahl von knapp 300 000 Besuchern gesichert werden muss, um das Bad zuschussfrei betreiben zu können. Bei der Thermendichte in Brandenburg nicht eben leicht, aber eben auch machbar, wenn das Umfeld stimmt und viele besondere Attraktionen die Besucher in die Blütenstadt locken.