Bombenfund: Sperrkreis muss morgen bis 8 Uhr evakuiert sein

Bei diesem illustrierenden Bild handelt es sich NICHT um eine der in Werder (Havel) gefundenen Bomben.

Werder (Havel), 10. Mai 2017 – Nachdem in der Gemarkung des Werderaner Ortsteils Kemnitz im Rahmen der regelmäßigen Suche nach Kampfmitteln zwei 70-Kilogramm-Weltkriegsbomben gefunden wurden, die am Donnerstag kontrolliert gesprengt werden, gibt es weitere Informationen der Stadtverwaltung.

Wie der Sprecher der Stadt, Henry Klix, mitteilte, müssen die Autobahn A10 und die Eisenbahnstrecke des RE1 morgen zeitweilig voll gesperrt werden. „Es wird ein Sperrkreis mit einem Radius von etwa ein Kilometer gebildet. Der Sperrkreis muss am Donnerstag, 11. Mai, bis 8 Uhr evakuiert sein“, so Klix.

Betroffen sind demnach u.a. Bewohner aus rund einem Dutzend Häuser am Ostrand des Dorfs Kemnitz und an der Dicken Eiche, Teile des Kemnitzer Golfplatzes, eine Kleingartenanlage, das Gestüt Bon Homme und die Westseite des Kemnitzer Gewerbegebietes mit einer Lagerhalle des Unternehmens Herbstreith & Fox. „Das Unternehmen Sodexo befindet sich nicht wie gestern angekündigt im Sperrkreis, die Grenze wurde am Rand entsprechend korrigiert“, heißt es in der Pressemitteilung.

Die beiden Fliegerbomben deutscher Herkunft befinden sich auf einer Kampfmittel-Verdachtsfläche und gehören zu einem früheren nahen Fliegerhorst der Wehrmacht. Sie sind nicht mehr transportfähig und müssen deshalb kontrolliert gesprengt werden. Die Unternehmen und Bürger wurden und werden durch die Stadt informiert.

Die Eisenbahnstrecke des RE1 und die Autobahn A10 durchkreuzen den Sperrkreis, es sind zeitweise Vollsperrungen der beiden Strecken erforderlich, die durch die Autobahnpolizei mit der Auobahnmeisterei und durch die DBAG durchsetzt werden. Klix: „Die Beeinträchtigungen auf den beiden Strecken werden in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden und dem Kampfmittelbeseitigungsdienst auf das unvermeidbare Maß beschränkt werden“.

Im Werderaner Rathaus sind am Mittwochvormittag mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg, der Bahn, der Polizei, dem Landratsamt, der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Werder (Havel)  und weiteren Beteiligten letzte Abstimmungen erfolgt. Fast alle Rathausmitarbeiter werden an der  Evakuierung und die Durchsetzung der Sperrmaßnahmen beteiligt sein, sie werden dabei von Kräften der Landespolizei unterstützt. Informationen werden auch auf der Homepage der Stadt werder-havel.de veröffentlicht. Dort wird nach der erfolgten Sprengung am Donnerstag auch über die Aufhebung des Sperrkreises informiert.

Bewohner und Berufstätige müssen bis spätestens 8 Uhr ihre Unterkünfte, Arbeitsorte und den Sperrkreis verlassen haben. Wer keine alternative Unterbringungsmöglichkeit hat, kann sich im Kemnitzer Gemeindezentrum, Kemnitzer Dorfstraße 27 B, einfinden. Dort wird am Donnerstag ab 7 Uhr eine Unterkunft für betroffene Bürger eingerichtet.

Betroffene Bürger können sich über die Größe des Sperrkreises in der Stadtverwaltung Werder (Havel) unter der Telefonnummer 03327-783 349 am heutigen Mittwoch bis 19 Uhr und am Donnerstag ab 7 Uhr informieren. Auch hilfsbedürftige Anwohner können sich an diese Telefonnummer wenden, wenn sie Unterstützung benötigen. Darüber hinausgehende Informationen können unter der Telefonnummer nicht erteilt werden.

Beide Rathäuser und das Stadtarchiv bleiben am Donnerstag geschlossen. Der Bürgerservice wird mit einer Notbesetzung arbeiten.