CDU Werder fordert Erweiterung städtischer Grundschulen

Eine Erweiterung der Karl Hagemeister Schule und den Neubau einer Schule fordert die CDU-Fraktion von Werder (Havel). Foto: wsw

Werder (Havel), 15. Mai 2018 – Die CDU-Fraktion der Werderaner Stadtverordnetenversammlung fordert in einem Änderungsantrag zum Haushalt 2018/2019, der auf der kommenden Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag abgestimmt werden soll, eine rasche Erweiterung der städtischen Grundschulen.

Laut dem Antrag sollen zunächst 100.000 EUR für 2018 eingestellt werden, um den Bedarf zu ermitteln und Vorprüfungen zu Erweiterungsbauten durchzuführen. Außerdem soll auch ein Standort für eine mögliche zusätzliche Grundschule gesucht werden, um im Bedarfsfall schnell handeln zu können. Die Ergebnisse sollen bis Jahresende vorliegen. Aufbauend auf die Erkenntnisse will die CDU dann Anfang 2019 einen Nachtrag beschließen, mit dem konkrete Bauplanungen und sonstige konkrete Vorbereitungen finanziert werden, um umgehend bauen zu können.

„Die Stadt Werder darf sich im Grundschulbereich nicht länger auf die Prognosen und Bedarfspläne des Landkreises Potsdam-Mittelmark verlassen. Wir sehen aktuell bei den KITA-Plätzen, wohin das führt“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Peter Kreilinger. „Die Menschen haben mit Recht kein Verständnis für Zuständigkeitsfragen, sie wollen und sie brauchen eine gesicherte Versorgung ihrer Kinder mit guten Schulplätzen. Daher muss die Stadt jetzt unverzüglich alles tun, was sie aus eigener Kraft tun kann“, so Kreilinger. „Zugleich fordert die CDU-Fraktion die Stadtverwaltung auf, die integrierte Bedarfsplanung bis zur SVV vor der Sommerpause fertigzustellen und den Gremien der SVV vorzulegen.“

Während die Stadt vom gestiegenen Kita-Platzbedarf der letzten Jahre ebenso wie praktisch alle Nachbarkommunen überrascht worden sei, dürfe sich das bei den Schulen nicht wiederholen. „Der Zuwachs in den Kitas kommt selbstverständlich in den Grundschulen an. Mit dem Ausbau der CvO und dem Bildungscampus in Glindow haben wir gute Maßnahmen angestoßen. Da Werder erfreulicher Weise weiter großen Zuspruch und Zuzug erfährt, wird das aber nicht reichen.“, so Fraktionschef Hermann Bobka.

Als Möglichkeiten nennt die CDU insbesondere einen Ausbau der Karl-Hagemeister-Grundschule und der Grundschule in Glindow. In Glindow könne man z.B. über eine Aufstockung des Hortgebäudes nachdenken.

„Das sind nur erste Gedanken, jetzt müssen Verwaltung und externe Fachleute untersuchen, was am besten ist. Entscheidend ist unseres Erachtens einerseits die zuverlässige Bedarfsdeckung und andererseits die Nachhaltigkeit. Eine neue Schule hat z.B. keinen Sinn, wenn sie keine vernünftige Größe erreicht oder nur für wenige Jahre gebraucht wird. Da ist es besser, vorhandene Schulen „atmen“ zu lassen. Wenn die Experten entsprechenden Bedarf feststellen oder für möglich halten, müssen wir aber zumindest alles vorbereiten, um rasch auch eine neue Schule bauen zu können“, so Fraktionsvize Kreilinger.

Darüber hinaus fordert die CDU den Landkreis auf, umgehend seine Planungen für die weiterführenden Schulen der Realität anzupassen. „Es kann nicht sein, dass nach KITA-Platzmangel ein Grundschulplatzmangel und danach ein Schulplatzmangel an weiterführenden Schulen kommen müssen, damit die Verantwortlichen endlich reagieren. Kleine Kinder werden größer – man muss kein Raketenwissenschaftler sein, um das zu verstehen und sein Handeln an dieser vorhersehbaren Entwicklung auszurichten. Es kann nicht angehen, dass die zuständigen Landkreismitarbeiter langsamer planen als Kinder wachsen,“ so Kreilinger abschließend.