Die Bühne in der Brandenburghalle im vergangenen Jahr. Morgen ist wieder Werdertag auf der Internationalen Grünen Woche.

Berlin / Werder (Havel), 20. Januar 2017 – Bis zum 29. Januar 2017 findet der wichtigste Branchentreff der Ernährungs-, Land- und Forstwirtschaft und des Gartenbaus in Berlin statt. Die Internationale Grüne Woche (IGW) in Berlin ist die weltweit größte Verbrauchermesse der Branche.
Das Land Brandenburg beteiligt sich mit einer eigenen Halle und nutzt damit die Chance, die gesamte strukturelle Vielfalt der Branche der Agrarwirtschaft in den ländlichen Räumen einbeziehen zu können. Brandenburg hält an dem bewährten Hallenkonzept eines regionalen Markplatzes fest. Der aktuelle Flyer [PDF 1,1MB] informiert über Aussteller, das Programm auf der Bühne und im Kochstudio.

Unsere Stadt ist natürlich dabei

Werder (Havel) ist die Obstkammer Berlins. „Selten wird das so deutlich wie beim Werder-Tag bei der Grünen Woche“, sagt Bürgermeisterin Manuela Saß. Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr ist am morgigen Samstag, dem 21. Januar 2017, ebenso dabei wie Tanz- und Gesangsgruppen der Karnevalsclubs in Werder, Glindow und Töplitz, der Radsportverein Borussia, die Tanzschule Vizavi aus Werder oder die Linedancegruppe der SG Töplitz. Doch es gibt nicht nur Unterhaltung: Im Fokus des zweistündigen Vorstellungen, die um 10 und um 13 Uhr auf der Bühne der Brandenburg-Halle beginnen, stehen Werderaner Aussteller der Grünen Woche „mit Tradition und Innovation regionale Akzente bei der größten internationalen Ernährungsmesse setzen“, so die Bürgermeisterin, die am Samstag wie auch Baumblütenkönigin Cindy Linke und die Kirschkönigin Anika Wolf natürlich nicht fehlt.

Der traditionelle Werdersche Obstbau ist in Form des Werderschen Obst- und Gartenbauvereins bei der Grünen Woche präsent. 17 Mitglieder hat der traditionsreiche Verein, darunter viele der Werderaner Obsthöfe. Verschiedenste Sorte original-Werderscher Äpfel und Birnen können verkostet werden, außerdem Verarbeitungsprodukte der Obstbauern, wobei der Obstwein in den vergangenen Jahren besonders gefragt war.  Auch der Verein zur Förderung des historischen Weinbaus in Werder mach wieder mit. Nicht nur die beliebten Klassiker des Werderaner Wachtelbergs, wie Müller Thurgau, Regent und Dornfelder sind vertreten. Auch der Kagelwit, der Wein vom zweiten Wachtelberg in Werder, der sich im Ortsteil Phöben befindet, ist zu haben.

Die Christine Berger GmbH & Co. mit Sitz im Werder-Ortsteil Petzow wird an ihrem Stand Sanddorn- und Wildfrucht-Spezialitäten der Marke Sandokan präsentieren. Der Fokus liegt auf mehreren Produktneuheiten, so werden zwei neue Fruchtaufstriche vorgestellt: zum einen der Sanddorn-Vanille-Fruchtaufstrich, zum anderen der Sanddorn-Früchtetee-Traum Fruchtaufstrich. Es ist der erste Brotaufstrich aus Sanddorn-Früchtetee. Weitere Messeneuheiten sind ein  Sanddorn-Sahne-Meerrettich, Sanddorn-Chutney und zwei neue BBQ-Saucen. Christine Berger ist bereits seit 1994 bei der Grünen Woche präsent.

Wieder mit dabei ist auch die Werder Frucht GmbH, die sich vor allem auch die Vermarktung heimischer Früchte auf die Karten geschrieben hat und die den traditionellen Obstbau in Werder fördert. In diesem Jahr will das Unternehmen in ein weiteres, drittes Tomaten- und Paprikagewächshaus investieren, näheres darüber wird zum Werder-Tag zu erfahren sein. Am Stand der Grünen Woche wird die Produktvielfalt unter anderem in Form von frisch zubereiteten Smoothies dargestellt. Neben heimischen Klassikern wie Apfel, Birne und Himbeere gibt es Exoten wie Kiwi, Banane und Orange. Erstmals kann auch ein Spinat-Smoothie verkostet werden.

Mit Spezialitäten nicht nur aus Tannennadeln kommt der Werderaner Tannenhof nach Berlin. Zum Werder-Tag wird eine Spende der Kunden an das SOS-Kinderdorf in Brandenburg (Havel) übergeben, zu dem das Unternehmen eine Patenschaft unterhält.  Die Besucher des Standes können sich auf Tannenlikör, Tannennektar und zahlreiche Marmeladen sowie viele weitere Köstlichkeiten freuen. Außerdem werden schon Jungpflanzen für das kommende Weihnachtsfest angeboten, die auch in den Vorjahren bei den Besuchern der Grünen Woche gut nachgefragt waren.

Keine Grüne Woche ohne Werder-Ketchup: Die Werder Feinkost GmbH präsentiert nach Asia Thai Sensation und Mediterrano Sensation jetzt mit American Sensation eine weitere Ketchup-Neuheit. Cranberries, Tomatenmark, geräuchertes Salz, Pfeffer, Knoblauch, Paprika, Chili und der typische Pulled-Pork-Geschmack geben diesem Ketchup die transatlantische Note. Am heimischen Grill passt er zu gegrilltem Fleisch, Burgern oder Wraps  und zu langsam gegartem Fleisch aus dem Barbecue-Smoker. Neben der Neuheit ist Werder Feinkost mit weiteren, leckeren Ketchupsorten vom Bio Ketchup über Hot Chili Ketchup bis hin zum Tomatenketchup ohne Zuckersatz dabei.

Obstbrände, Obstliköre und den Glina-Whisky bietet Schultzens Siedlerhof an seinem Stand in der Brandenburghalle. Seit einem dreiviertel Jahr lädt der traditionsreiche Obsthof aus dem Werder-Ortsteil Glindow, der sich auf Hochprozentiges  von Baum und Acker spezialisiert hat, in seine neue Whisky-Erlebniswelt ein. Glina-Whisky wird schon seit einigen Jahren in dem Familienbetrieb von Günter und Michael Schultz erfolgreich gebrannt.

Nicht zuletzt ist mit der Herbafood Ingredients GmbH ein kompetenter Anbieter von hochwertigen Lebensmittelzutaten pflanzlicher Herkunft aus Werder bei der Grünen Woche vertreten. Das Unternehmen bietet Produkte, die mit innovativer Lebensmitteltechnologie die naturbelassene Zubereitung von Speisen ermöglichen. Mit BASIC textur, BASIC sweet und BASIC color ist das Unternehmen mit kleinen Kochhelfern für die Freunde der guten Küche präsent – zum Textieren, Gelieren, Süßen oder geschmacklich abrunden.

Die bunte Auswahl an Unternehmen zeige, welchen Stellenwert der Obst- und Gartenbau mit der Ernährungswirtschaft in Werder habe und wie sich für eine erfolgreiche Vermarktung der Erzeugnisse immer neue Schnittstellen entwickeln, so Bürgermeisterin Saß.  Obstbau und Weinbau hätten in Werder neben der Fischerei eine weit zurückreichende Geschichte. Die Berliner lädt sie in diesem Jahr ein, im 700. Jubiläumsjahr der Stadt in Werder bei vielen Veranstaltungen oder in der Festwoche vom 13. bis 16. Juli mehr darüber zu erfahren.

Brandenburg auf der Internationalen Grünen Woche

Tag 2 in der Brandenburg-Halle 21A steht aber nicht nur im Zeichen der Blütenstadt – auch im Zeichen des brandenburgischen Gartenbaus allgemein. Der Gartenbau hat in Brandenburg eine lange Tradition. Auf 7.100 Hektar wachsen Gemüse, Erdbeeren und andere Gartengewächse (3.600 Hektar davon Spargelanbaufläche), Baum- und Beerenobst auf 2.600 Hektar, Blumen und Zierpflanzen auf 100 Hektar sowie Baumschulgewächse auf 1.300 Hektar. Die im Land vorhandenen Möglichkeiten sind damit jedoch längst nicht ausgeschöpft. Deshalb hat das Agrar- und Umweltministerium aktuell eine Gartenbau-Konzeption in Auftrag gegeben. Deren Ergebnisse werden ganz besonders auch die heutigen Partner der Brandenburg-Halle interessieren.

Beelitz

Im Herzen der Mittelmark befindet sich die Spargelstadt Beelitz, die am 21. Januar mit ihren Nachbargemeinden das Nachmittagsprogramm auf der großen Bühne in der Brandenburg-Halle bestreiten wird. Mit ihrem berühmten Edelgemüse steht die über tausend Jahre alte Ackerbürgerstadt exemplarisch dafür, wie landwirtschaftliche Erzeugnisse die Wohlfahrt einer ganzen Region bestimmen können. Der Beelitzer Spargel wird seit 1861 angebaut und wächst heute auf mittlerweile 1.800 Hektar. Durch seine Qualität und Frische sowie die Vermarktung als saisonales Erlebnis auf rund 15 Höfen und an vielen Saisonständen begeistert Beelitzer Spargel Jahr für Jahr Hunderttausende Feinschmecker in Berlin und Brandenburg und darüber hinaus.

Beelitz ist aber weit mehr als Spargel: Wie der Landkreis insgesamt kann auch die Stadt einschließlich ihrer 18 Orts- und Gemeindeteilen mit einer breiten Palette regionaler und saisonaler Erzeugnisse aufwarten. Einen Querschnitt kann man auf der Grünen Woche kennenlernen und sogar probieren: Es gibt Heidelbeer-, Kürbis- und natürlich Spargelprodukte, aber auch Leckeres aus Beelitzer Eiern sowie Brot und Fleischwaren. Darüber hinaus präsentiert sich die Spargelstadt an ihrem Stand 115 als Gastgeber, bei dem immer etwas los ist: In diesem Jahr stehen neben Großveranstaltungen wie dem Spargelfest vom 2. bis 5. Juni und den Beelitzer Festspielen im August wieder viele Feste, Kleinkunst und saisonale Märkte auf dem Programm.

Das Bühnenprogramm am Nachmittag des 21. Januar wird Beelitz mit seinen Partner- und Nachbargemeinden gestalten. Für einen stimmungsvollen Auftakt sorgt der Spielmannszug Neuseddin, im Anschluss werden Landrat Wolfgang Blasig sowie die Bürgermeister von Beelitz und Seddiner See, Bernhard Knuth und Axel Zinke, ihre Heimat vorstellen. Es gibt auch ein Wiedersehen mit der beliebten Entertainerin Dagmar Frederic, die mit den Kindern der Beelitzer Kita „Sonnenschein“ das Spargellied singen wird. Außerdem berichtet die Künstlerin, die in der Spargelstadt regelmäßiger und gern gesehener Gast ist, über ihre Eindrücke vom Spargelfest, das als eines der schönsten Volksfeste des Landes jährlich Zehntausende Besucher in die Region lockt. Als Künstler werden in diesem Jahr, vom 2. bis 5. Juni, namhafte Größen wie Loona, Mary Roos und Michael Holm auf der Bühne stehen.

Bürgermeister Knuth und Spargelkönigin Sarah Wladasch werden indes einen Rückblick auf die vergangene Saison und einen Ausblick auf die kommende werfen. Auch die Spargelhöfe werden sich auf der Bühne präsentieren, dazu gibt es den Tanz der Beelitzer Spargelfrauen und einen Ausblick auf die nächsten Beelitzer Festspiele vom 10. bis 19. August. Dann wird unter freiem Himmel, zwischen Altstadt und Nieplitzufer, der Berliner Schwank „Pension Schöller“ inszeniert – gemeinsam mit den Berliner Bühnen am Kurfürstendamm und Darstellern wie Winfried Glatzeder, Herbert Köfer und Achim Wolff. Einen exklusiven Vorgeschmack wird es bereits geben.

Dass in Beelitz neben der Landwirtschaft und dem Tourismus seit jeher auch das Handwerk Konjunktur hat, werden die „Beelitzer Traditionshandwerker“ zeigen. Die Zimmerleute, Dachdecker und Maurer aus mehreren örtlichen Betrieben haben sich vor über einem Jahr zusammengetan, um alte Bräuche zu pflegen und zu erhalten – wie den Zimmererklatsch, den sie auf einem Dachstuhl auf der Bühne vorführen werden. Die Beelitzer Nachbargemeinde Schwielowsee, malerisch gelegen am gleichnamigen Gewässer im Potsdamer Süden, wird im Anschluss von Bürgermeisterin Kerstin Hoppe vorgestellt. Dass es dort neben schöner Natur und Idylle auch Überraschendes gibt, erfährt das Publikum dann unter anderem von Heidi Knappe, die in ihrer Kräuterwerkstatt besondere kulinarische Köstlichkeiten bis hin zu ganzen Buffets zaubert. Die Fercher Tanzmädchen indes zeigen, wie jung und aktiv die Gemeinde ist. Abgerundet wird der Nachmittag schließlich von den Nieplitztaler Musikanten, die mit ihren volkstümlichen und sofort ins Ohr gehenden Liedern die Region rund um Beelitz begeistern.

Auch Handwerksbetriebe auf der der IGW

Vom 20. bis 29. Januar präsentieren sich, wie die Handwerkskammer Potsdam mitteilt,  auch Betriebe des westbrandenburgischen Handwerks auf der weltgrößten Messe für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau.

Zu den Ausstellern gehören:

  • Braumanufaktur Forsthaus Templin, Halle 21, Stand 113 + 152
  • Ofen- und Kaminbau Bernd Wartenberg Potsdam, Halle 4.2., Stand 708
  • Da-Fa Sanierung Dach- und Fassadenschutz Potsdam, Halle 11.1, Stand 148
  • Rolf Dankus GmbH Werder/ Havel, Ecowater Systems Wassertechnik, Halle 11.1, Stand 123
  • Bäckerei Exner, Inh. Tobias Exner Beelitz, Halle 21, Stad 148
  • BioBackHaus Leib GmbH Falkensee, Halle 1.2, Stand 223 sowie Halle 21, Stand 139
  • Heizung, Sanitär & Solar Bärmann & Wirtz GbR Rathenow, Halle 4.2., Stand 703
  • Luckenwalder Fleischwaren GmbH Luckenwalde, Halle 21, Stand 100
  • Kachelofen und Kaminbau Tobias Schaldach GmbH Trebbin, Halle 26, Stand 155
  • Kachelofen- und Kaminbau M. Lungfiel, Oranienburg, Halle 4.2, Stand 708
  • Bäckerei & Konditorei Plentz Oberkrämer, Halle 21, Stand 161
  • Biomanufaktur Havelland GmbH Velten, Halle 1.2, Stand 202
  • Kamin- und Kachelofenbau Boris Stephan Hennigsdorf, Halle 4.2, Stand 708
  • Dachdeckerei & Altbausanierung Neye & Kiehn GmbH Löwenberger Land, Halle 11.1, Stand 147  (red)