Die neue Kita heißt „Havelzwerge“

Die neue Kita in der Adolf-Damaschke Straße heißt „Havelzwerge“. Foto: wsw

Werder (Havel), 28. November 2017 – Das Geheimnis ist gelüftet. Am heutigen Dienstag wurde bei der offiziellen Eröffnung der Name der neuen Kita in der Damaschke-Straße verkündet. Die Kita heißt „Havelzwerge“ – eigentlich kein Wunder bei der Havelnähe – fließt doch die Havel parallel zur Damaschke-Straße. Außerdem wurde die neue Anliegerstraße ihrer Bestimmung übergeben.

Bürgermeisterin Manuela Saß begrüßte bei der Eröffnung ihren ersten Beigeordneten Christian Große, den ehemaligen Bürgermeister Werner Große, Ehrenbürger der Stadt und HGW-Aufsichtsratsvorsitzender, den HGW-Geschäftsführer Thomas Lück, die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Annette Gottschalk, weitere Angehörige der Stadtverordnetenversammlung sowie die Leiterin des zuständigen Fachbereiches 3, Ulrike Paniccia.

Einen Blick in seine künftige Kita durfte auch Werders 25.000 Einwohner, der Fischerssohn Otto Karl Berner mit seiner Mutter Diana Marzahn werfen. Der inzwischen Einjährige wird ab Januar 2018 hier spielen.

„Na, heißt Eure neue Kita vielleicht Schlumps-Kita?“, fragte die Bürgermeisterin die aufgeregten Kinder der Einrichtung, bevor Thomas Lück unter viel Beifall die Folie von dem Schild abzog und den Namen enthüllte. Vielstimmig wurde das von den Kindern abgelehnt – mit „Havelzwerge“ waren sie dann aber jubelnd einverstanden. Den Namen haben sich übrigens die Erzieher der Einrichtung selbst überlegt.
Eine große Musikanlage brachte die Bürgermeisterin als Geschenk für die Kita mit. Bei der Bürgermeisterin und den Gästen bedankten sich die Kinder, die ihre Köpfchen passend zum Novemberwetter und zum neuen Namen mit originellen Zwergen-Zipfelmützen wärmten, mit einem kleinen Lieder-Programm. Außerdem wurde eine Fotocollage der ersten Wochen in der neuen Einrichtung überreicht.

In der inzwischen bewährten Modulbauweise errichtet, beherbergt die Kita 100 Kinder. Es gibt keine freien Plätze mehr. Die Kita mit Integrationsanteil ist barrierefrei. Es gibt moderne Details wie die einbruchsichere Nacht-Lüftungsfenster, Schallschutzdecken, das Treppchen zum Wickeltisch oder die großen Spielflure mit kindgerechten Fensterbänken. Geleitet wird die Kita von Bärbel Bachnik, die zuvor die Leiterin der Integrationskita Anne Frank in der Elsastraße war. Bachnick brachte einen Teil ihres qualifizierten Teams in die neue Kita der Blütenstadt mit – die Arbeit mit behinderten und nicht behinderten Kindern sowie Kindern mit Entwicklungsdefiziten bedarf ausgebildeter Erzieherinnen, Heilpädagogen oder Erzieherinnen mit heilpädagogischer Zusatzausbildung.

Für Krippen- und Kitabereich stehen jeweils drei Doppelgruppenräume mit eigenen Sanitärbereichen bereit. Straßenseitig sind Verwaltungs- und Wirtschaftsräume untergebracht, im Hof ist ein großer Spielplatz. An jedem Gruppenraum gibt es eine Terrasse als eigenen kleinen Spielbereich. In einem 85 Quadratmeter großen „Kinderrestaurant“ wird gegessen, die „Havelzwerge“ feierten dort heute gemeinsam mit den Eltern die Namensgebung. Die Einrichtung ist hell, freundlich und in kindgerechten Farben gestaltet, überall – auch in den geräumigen Fluren – gibt es kleine Spielmöglichkeiten. (wsw)

Schnipp-schnapp - die Anliegerstraße von der Adolf-Damaschke-Straße zur Kita wurde eröffnet. An den Scheren: Annette Gottschalk, Manuela Saß, Ulrike Paniccia und Christian Große (v.l.) Foto: wsw

Die Anliegerstraße

400.000 Euro hat die Straße gekostet, 220 Meter Elektrokabel wurden verlegt, 550 Quadratmeter Asphalt eingebaut und 450 Quadratmeter Betonsteinpflaster verlegt – wie der erste Beigeordnete Christian Große aufzählte. An den Bauarbeiten waren die Tiefbaufirma Egon Fürst aus Geltow, Gala-Bau Polz und Plaman Elektro aus Werder (Havel) beteiligt. Es wurden zehn Straßenlaternen aufgestellt und zehn Bäume gepflanzt. Außerdem wurden zehn Kurzzeitparkplätze angelegt.


Fakten: Auf dem rund 3500 Quadratmeter großen Gelände in der Adolf-Damaschke-Straße entstand  auf 1183 Quadratmeter Grundfläche ein Eingeschosser. Errichtet wurde die integrative Kita durch die Firma Alho Systembau in Fertigteilbauweise, Bauherr ist die HGW. 100 Kinder finden hier Platz. Freie Plätze gibt es nicht mehr. Die Arbeiten auf dem Außengelände sind derzeit in der Endphase.
Die Gesamtkosten für die Kita beliefen sich auf knapp drei Millionen Euro, vom Land gab es eine Förderung in Höhe von 794 000 Euro.
Über diese Kita hinaus werden in nächster Zeit noch zwei weitere Kindertagesstätten in Werder (Havel) gebaut. Eine – ebenfalls in der inzwischen bewährten Modulbauweise – in der Poststraße in Elisabethhöhe, eine weitere auf dem Finkenberg.