Die Waldbrandgefahr steigt

Nach dem Regen kommt die Hitze - und die Waldbrandgefahr steigt.

Werder (Havel) – Der Regen in den vergangenen Wochen war für viele Gartenbesitzer, Land- und Forstwirte willkommen. Der Niederschlag hat die Böden gut durchfeuchtet. Mit der Sonne und den rasant ansteigenden Temperaturen steigt aber auch wieder die Waldbrandgefahr. Bereits ab Donnerstag erreicht das Quecksilber auf den Thermometern die 30-Grad-Marke und löst wieder die Waldbrandgefahrenstufe 3  in den märkischen Wäldern aus.

Bis Mitte Juni hat es in den Wäldern der Mark bereits 128-mal gebrannt. Durch das schnelle Erkennen der Brände konnten die Feuerwehren vielfach Schlimmeres verhindern. Rund 73 Hektar – das entspricht einer Fläche von fast 100 Fußballfeldern – wurden dabei durch die Flammen geschädigt. Die Regenschauer der vergangenen Tage haben jedoch im ganzen Land Entwarnung gebracht. So konnten die hohen Gefahrenstufen aus dem Mai wieder zurückgenommen werden.

Aber die Regenpause ist wieder vorbei. Die Meteorologen sagen für Donnerstag und Freitag hochsommerliche Temperaturen von bis zu 36 Grad voraus.
So werden auch wieder die Waldbrandgefahrenstufen in den kommenden Tagen ansteigen. Der Landesbetrieb Forst Brandenburg rechnet damit, dass landesweit bereits am Donnerstag die Gefahrenstufe 3 – mittlere Gefahr —  festgelegt wird. Zum Freitag könnte sogar in einigen Landkreisen schon wieder die Gefahrenstufe 4 ausgerufen werden.

Ab Gefahrenstufe 3 überwachen Kamers die Wälder in Brandenburg

Bereits ab der Stufe drei setzt die landesweite Waldbrandfrüherkennung ein. 109 Kameras überwachen dann die Brandenburger Wälder und melden jede Rauchentwicklung an einer der vom Forst besetzten Waldbrandzentralen. Wenn die Meldung sich als Waldbrand bestätigt, wird sofort die zuständige Leitstelle der Feuerwehr informiert.

Vielfältige Brandursachen

Jeder Waldbesucher ist aufgefordert sich an das strikte Rauchverbot im Wald zu halten. Leider ist es immer wieder die Fahrlässigkeit im Umgang mit glimmenden Gegenständen, die dazu führt, dass der Waldboden sich entzündet. Aber auch natürliche Ereignisse wie der Blitzschlag haben schon so manchen Wald in Brand gesetzt.

Eine besondere Gefährdung geht auch von Munitionsresten aus dem Zweiten Weltkrieg aus. Immer wieder kommt es insbesondere auf den alten Übungsplätzen zu Selbstentzündung von Munition. Die Brandbekämpfung stellt hier die Feuerwehren vor eine große Herausforderung. Im Einzelfall müssen Waldbesitzer zusehen, wie der Wald abbrennt, weil es zu gefährlich ist, in diesen Flächen zu löschen.

Wer das Sommerwetter am nächsten Badesee genießen möchte, sollte beachten, dass das Grillen im Wald und im Abstand von 50 Meter zum Waldrand nicht erlaubt ist. Wer eine Grillparty feiern möchte, sollte diese Sicherheitsabstände zum Wald unbedingt einhalten. Verstöße gegen die Vorschriften des Waldgesetzes werden durch die Forstbehörde mit Bußgelder geahndet.

Waldbrandgefahrenstufen im Internet

Das Brandenburger Forstministerium informiert über seine Internetseite über die jeweils aktuell geltenden Waldbrandgefahrenstufen, die seit 2014 bundesweit in fünf Stufen erfasst werden.

http://www.mlul.brandenburg.de/wgs/text

http://www.mlul.brandenburg.de/info/waldbrandgefahrenstufen