Die wichtigsten Schritte zur effizienten Heizung

Werder (Havel), 12. April 2018 – Der Frühling ist die beste Zeit, mit ineffizientem Heizen Schluss zu machen und mit der Planung einer neuen Heizung zu beginnen – sagt die Verbraucherzentrale. Und hat gute Gründe dafür:

Der Energiebedarf eines Haushaltes sinkt durch Optimierung der Heizungsanlage nachweislich. Woran Verbraucher erkennen, ob ihre Anlage optimiert werden sollte, worauf sie achten müssen und wer bei der Finanzierung einer effizienten Heiztechnik unterstützen kann, erklärt Marlies Hopf von der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Um durchschnittlich 15 Prozent reduziert sich der Brennstoffverbrauch, wenn ein alter Heizkessel durch einen zeitgemäßen ersetzt wird. Zu diesem Ergebnis kommt die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Auch andere Maßnahmen können zu Einsparungen beim Energieverbrauch beitragen, z.B. eine vollständige Dämmung der Rohre und Armaturen der Heizungsanlage oder eine Anpassung der Heizeinstellungen an die persönlichen Bedürfnisse. „Das tatsächliche Einsparpotenzial kann aber nur individuell eingeschätzt werden. Die Verbraucherzentrale Brandenburg berät gerne Interessierte über die Möglichkeiten der Energieeinsparung“, sagt die Verbraucherschützerin Marlies Hopf.

„Über die Optimierung ihrer Heizungsanlage sollten insbesondere Verbraucher nachdenken, bei denen sehr hohe Temperaturen im Heizungsraum herrschen. Diese gehen oft auf eine fehlende Dämmung oder zu hohe Temperaturen innerhalb der Anlage zurück“, führt Hopf weiter aus. Weitere Hinweise, die auf eine veraltete Technik schließen lassen, sind zu hohe oder zu niedrige Temperaturen in den eigenen Wohnräumen, auffällige Geräusche oder Wasserverluste der Anlage sowie Heizkessel mit dem Effizienzlabel Klasse C und schlechter.

Verbraucher, die bisher eine Gas- oder Ölheizung verwenden, können diese zukünftig mit einer Solarkollektoranlage ergänzen. So werden fossile Brennstoffe eingespart. Alternativ stehen Systeme wie Pellet-Heizungen, Wärmepumpen oder Blockheizkraftwerke zur Wahl.

Bei der Finanzierung helfen KfW Bankengruppe und Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Sowohl bei neuen Heizungen als auch bei der Ausbesserung bestehender Anlangen unterstützen beide Institute. „Die Förderprogramme und ihre Bedingungen sind kompliziert“, gibt die Verbraucherschützerin zu bedenken. „Hinzu kommt, dass allein die Entscheidung für eine individuell geeignete Heizungsanlage komplex ist und nicht unbedacht getroffen werden sollte“, so Hopf weiter. Sie empfiehlt Verbrauchern, die planen, ihre Heizungsanlage zu optimieren oder zu ersetzen, sich professionellen Rat zu holen.

Die Energieberater der Verbraucherzentrale helfen kompetent und anbieterneutral bei der Wahl der besten Förderungen sowie der passenden Heizungsanlage.

Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). (wsw)

 


Über die Energieberatung der Verbraucherzentrale

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet das größte interessenneutrale Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland. Seit 1978 begleitet sie private Verbraucher mit derzeit über 550 Energieberatern und an mehr als 800 Standorten in eine energiebewusste Zukunft. Jedes Jahr werden mehr als 100.000 Haushalte zu allen Energie-Themen unabhängig und neutral beraten, beispielsweise Energiesparen, Wärmedämmung, moderne Heiztechnik und erneuerbare Energien. Die durch die Beratungen eines Jahres bewirkten Energieeffizienzmaßnahmen führen zu einer Einsparung an Energie, die einem Güterzug von 50 km Länge voller Steinkohle entspricht.

Anzeige