Bürgermeisterin Saß mit Peter Menne und erste Vorentwürfen für das Werder-Wimmelbild. Foto: Stadt Werder

Werder (Havel), 20. Dezember 2016 – Der Potsdamer Cartoonist und Illustrator Peter Menne wird zum Stadtjubiläum von Werder (Havel) im kommenden Jahr ein Werder-Wimmelbild zeichnen. Als Freund der Stadt Werder (Havel), als Havel-Paddler, regelmäßiger Besucher der Inselstadt und des Baumblütenfestes hat er dem Rathaus vor einiger Zeit angeboten, ein charakteristisches Wimmelbild zu zeichnen.

Zum 700. Stadtjubiläum im Jahr 2017 hat die Stadt das Angebot angenommen. Bis zum Mai 2017 ist Peter Menne nun beauftragt, die Stadt und wichtige Persönlichkeiten der Vergangenheit und der Gegenwart auf einem 100 mal 70 Zentimeter großen Bild zu komprimieren. Davon sollen dann 60 mal 80 Zentimeter große Abzüge zum Verkauf angeboten werden.

Auf Wimmelbildern und in Wimmelbüchern wimmelt es von Details, Menschen, Tieren und Dingen.  Als Vater der Wimmelbücher wird häufig Ali Migutsch genannt, sein erstes Wimmelbuch erschien 1968. Maler wie Pieter Brueghel d. Ä. oder Hieronymus Bosch bedienten sich schon Jahrhunderte früher ganz ähnliche Techniken.

Peter Menne hat Wimmelbilder bereits für sieben Orte in seiner westfälischen Heimat gezeichnet und hatte dort großen Erfolg mit seinen Werken. Jetzt hofft er auf einen Siegeszug dieser Technik auch in märkischen Städten und Gemeinden.

„In Werder bin ich bei  meinem ersten Recherchen für das Bild auf eine Stadt gestoßen, in der es einen gelebten Gemeinsinn, einen starken Zusammenhalt und ein quicklebendiges Vereinsleben gibt“, sagt Peter Menne. Selbst Karnevalist habe ihn beispielsweise sehr beeindruckt, welche Bedeutung der Karneval für die Blütenstadt hat. „Obwohl ich mit Werder schon recht vertraut bin, lerne ich über  das Wimmelbild ganz neue Seiten der Stadt kennen.“

Menne-Porträt vom Werderaer Apfelpapst Dr. Fritz Brudel. Foto: Stadt Werder

Peter Menne lädt alle Einwohner dazu ein, ihm bei dem Wimmelbild zu helfen. Er  wolle „der verlängerte Zeichenarm der Werderaner“ sein und bittet um Hinweise, welche Leute und Szenen auf dem Wimmelbild auf keinen Fall fehlen sollten. „Idealerweise haben die Einwohner auch gleich ein entsprechendes Foto oder eine Abbildung zur Hand“, so Peter Menne. Einige Vereine hätten sich schon bei ihm gemeldet. „Aber je mehr mitmachen, desto besser wird das Ergebnis“, ist er überzeugt.

Peter Menne ist als Zeitungsillustrator und Cartoonist ein bekannter Name, seine Illustrationen sind in Magazinen wie Cicero und dem Managermagazin oder Tageszeitungen wie der Welt, der Süddeutschen Zeitung, der Märkischen Allgemeinen oder dem Tagesspiegel erschienen. Darüber hinaus illustriert er Bücher und Kalender.

Obwohl er mit seiner Frau und seiner Familie seit 25 Jahren in Potsdam lebt, hat er den Kontakt zu seiner alten ostwestfälischen Heimat nie abgebrochen. Dort ist er auch als Milieuzeichner und Karikaturist eine vertraute Größe in der Kunstwelt geblieben.

Wenn das Werder-Wimmelbild fertig ist, soll Peter Menne mit einer Einzelausstellung in Werder (Havel) gewürdigt werden. Vom 17. Mai bis 23. Juli 2017 sind Arbeiten des 54-Jährigen Künstlers, natürlich auch das neue Wimmelbild und weitere in Werder entstandene Werke, im Kunst-Geschoss zu sehen.

Bürgermeisterin Manuela Saß gab Peter Menne bei einem Pressetermin in der vergangenen Woche schon mal einige Anregungen für Persönlichkeiten, die auf keinen Fall fehlen sollten, wie zum Beispiel Alt-Bürgermeister Werner Große. Peter Menne ist für weitere Anregungen zum Werder-Wimmelbild unter Tel. 0331 270 52 92 oder per E-Mail peter@menne-illustration.de zu erreichen. (red)