Einträge ins „Goldene Buch“ der Stadt

Bürgermeisterin Manuela Saß, Edelgard Baatz und der 1. Beigeordnete Christian Große. Alle Fotos: Stadt Werder (Havel), Henry Klix

Werder (Havel) – 15. März 2018 – In Würdigung ihrer Verdienste um die Stadt Werder (Havel) haben sich Edelgard Baatz sowie Edeltraud und Wilfried Nebert am Dienstag in das Goldene Buch der Stadt Werder (Havel) eingetragen. Frau und Herr Nebert haben sich seit der Wende um die Traditionspflege im Schützenverein zu Glindow verdient gemacht. Frau Baals leitet seit Jahren mit großem persönlichen Einsatz den Glindower Heimatverein. „Ihr Engagement und ihre Leidenschaft ist es, was Werder lebenswert macht“, sagte Bürgermeisterin Manuela Saß zu den Geehrten,  wie der Sprecher der Stadt, Henry Klix, mitteilte.

In einer Laudatio würdigte Manuela Saß der Information zufolge das ehrenamtliche Wirken von Edelgard Baatz. „Eigentlich wollte sie nur eine Saison Vorsitzende des Heimatvereins Glindow sein. Das war 2010, als sie in Rente gegangen ist.“ Doch Edelgard Baatz leite den Verein bis heute engagiert, akribisch und mit großem persönlichem Einsatz. Edelgard Baatz wurde 1945 in Bergholz-Rehbrücke geboren, lernte nach der Schule im Handel. Nach verschiedenen beruflichen Stationen machte sich Edelgard Baatz mit 45 Jahren selbständig und leitete den Spar-Markt in Werder.

„Überall hat sie dazugelernt, wie sie gern sagt.“ So sei es auch mit dem Heimatverein gewesen. „Edelgard Baatz hat den Verein, der das gesellschaftliche Leben in Glindow in großem Maße bereichert, in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich geführt.“ Ihr sei es gelungen, nicht nur die Mitgliederzahl zu erhöhen, sondern auch die Mitglieder zu motivieren, sich stärker einzubringen. „Ein reges und interessantes Vereinsleben zu organisieren und zu gestalten, ist ihr eine Herzensangelegenheit“, so die Bürgermeisterin.

Von „Heimathäuschen“, wie sie es nennt, gingen neben den thematischen Ausstellungen zur Glindower Geschichte viele Impulse aus. Hier starten auch die vom Verein geführten Wanderungen. Aktuell ist Edelgard Baatz auf Spurensuche für die neue Ausstellung, die dem Maler Gerhard Gisevius gewidmet ist, der 50 Jahre in Glindow wirkte.

Edelgard Baatz selbst dankte für die Ehrung und der großen Gruppe im Heimatverein, die sie bei der Arbeit unterstütze. Auch ihre Familie mache mit. Nicht zuletzt dankte sie dem Glindower Ortsbeirat und der Stadt Werder (Havel), die ihre Wünsche „meistens erhört“.

Werders 1. Beigeordneter Christian Große hielt die Laudatio auf das Ehepaar Nebert, das sich seit der Wende ehrenamtlich im Schützenverein engagiert. Frau Edeltraud Nebert ist 1946 in Werder geboren worden. Wilfried Nebert wurde 1943 in Werder geboren, er stammt aus einer alten Glindower Familie.

Die anpackende Art im Ehrenamt hätten Nebert auch im Berufsleben gezeigt, als sie 1990 den noch bis in die 1950er-Jahre durch die Familie geführten Lebensmittelladen als „Neberts Eck“ in Glindow neu eröffneten und bald um eine Fleischerei erweiterten.

„Schnell kam das ehrenamtliche Engagement hinzu und das Ziel, den Schützenverein zu Glindow zu beleben.“ Die Neugründung fand am 9. Januar 1994 statt, Wilfried Nebert wurde Präsident. Edeltraud Nebert habe sich daran gemacht, die Vereinsgeschichte aufzuarbeiten. Im Landeshauptarchiv in Potsdam seien alte Vereinsunterlagen gesichtet worden und durch eine Spende wurde die alte Vereinsfahne aus dem Gründungsjahr 1924 gesichert.

Seit 1999 wurde zum Schießsport mit Luftgewehr und Luftpistole das Bogenschießen ins Vereinsleben aufgenommen. „Mit Mitteln aus dem Goldenen Plan Ost wurde der Schützenpark zur Heimat des Vereins“, so Christian Große. 700 Kubikmeter Müll seien mit vielen Helfern entsorgt worden, Neubauten wie der Adlerschießstand oder das Vereinshaus entstanden. „Euer Vereinsgelände ist ein Schmuckstück geworden“, so Christian Große. Der Schützenpark wurde in „Wilfried-Nebert-Schützenpark“ umbenannt.

„Wir haben einfach losgelegt und gemacht“, sagte Wilfried Nebert, der für die Anerkennung dankte. Schützenvereinsmitglieder schenkten dem Ehepaar ein von Hans-Joachim Stahlberg gemaltes Doppelporträt des Paars – mit dem „Wilfried-Nebert-Schützenpark“ als Hintergrund. (wh/wsw)