Fakten zur Landratswahl

Werder (Havel), 12. August 2016 – Am 25. September wird die erste Direktwahl eines Landrats in Potsdam-Mittelmark stattfinden. Bislang wurde der Repräsentant und rechtliche Vertreter des Landkreises durch den Kreistag gewählt. Der Sitz des Landkreises Potsdam-Mittelmark ist in der Niemöllerstraße 1, 14806 Bad Belzig.

Wählen kann nur, wer in das Wählerverzeichnis eingetragen ist oder einen Wahlschein besitzt. Insgesamt sind rund 175 000 Wahlberechtigte in den fünf mittelmärkischen Wahlkreisen aufgerufen, mit ihrer Stimme den neuen Landrat zu bestimmen. Eine eventuelle Stichwahl ist am 9. Oktober 2016 geplant.

Der Landrat ist als Beamter auf Zeit Leiter der Kreisverwaltung. Er ist rechtlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises und wurde bislang für die Dauer von acht Jahren durch den Kreistag gewählt.

Zu dieser ersten Direktwahl treten neben Amtsinhaber Wolfgang Blasig (SPD) auch  Franz-Herbert Schäfer (CDU), Klaus-Jürgen-Warnick (Die Linke),  Sven Schröder (AfD) sowie  Andreas Schramm (Piraten) an. Die Grünen und die FDP verzichteten auf einen Kandidaten. Weibliche Bewerberinnen für den Posten gab es nicht.

Wahlberechtigte Personen, die in das Wählerverzeichnis eingetragen sind, erhalten gemäß der Brandenburgische Kommunalwahlverordnung bis zum 3. September 2016 eine Wahlbenachrichtigung. Briefwahl ist möglich.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

Das Wählerverzeichnis zu den Wahlen zum Landrat für die Wahlbezirke der Stadt Werder (Havel) kann in der Zeit vom 5. bis 9. September 2016 während der allgemeinen Öffnungszeiten im Schützenhaus, Bürgerservice, Uferstraße 10, eingesehen werden.

Montag: 8 bis 13 Uhr
Dienstag: 8 bis 12 Uhr, 13 bis 18 Uhr
Donnerstag: 8 bis 12 Uhr, 13 bis 18 Uhr
Freitag: 7 bis 12 Uhr

Profile

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Wolfgang Blasig: „Ich will für acht Jahre antreten. Die Potentiale des Landkreises wollen mit aller Kraft, Mut und voller Motivation angepackt werden. Schon jetzt ist Potsdam-Mittelmark der erfolgreichste Landkreis Ostdeutschlands. Gemeinsam wollen wir dies mit Ehrgeiz weiter ausbauen.“ Die SPD Potsdam-Mittelmark und Wolfgang Blasig wollen das Profil des Landkreises weiter schärfen, dazu soll die Verkehrsanbindung in allen Teilen des Landkreises verbessert, der Breitbandausbau vorangetrieben und der soziale Ausgleich im Landkreis gestärkt werden.

Franz-Herbert Schäfer: „Ich freue mich auf die Herausforderungen, die das Amt des Landrates mit sich bringt. Aus meiner Sicht hat die Wirtschaftsförderung unter allen Politikfeldern ein besonderes Gewicht. Denn die Bindung von Unternehmen, in unserem Landkreis gerade der kleinen und mittleren Unternehmen, von Gewerbetreibenden, Selbständigen und – nicht zuletzt mit Blick auf unsere Landkreisstruktur – von Landwirten ist Garant für die Schaffung und für den Erhalt unseres regionalen Wohlstandes.“

Klaus-Jürgen Warnick:  „Ein Landrat zum Anfassen, nicht nur auf den Zeitungsfotos, eine Verwaltung, die nicht nur funktioniert, sondern Bürgeranliegen mit Priorität behandelt, Solidarität der Starken mit den Schwachen auch über Gemeindegrenzen, Stärkung der öffentlichen Hand in allen Fragen, die das Dasein der Menschen in Potsdam-Mittelmark unmittelbar betreffen“ waren Kernaussagen seiner Bewerbungsrede. Das Kreisentwicklungsbudget müsse weiter erhöht werden, damit Kommunen in der Peripherie des Landkreises nicht abgehängt werden.

Sven Schröder: Sven Schröder sagt, dass er kandidiere, um neue Lösungskonzepte bei der Unterbringung von Flüchtlingen und der Infrastruktur auf den Weg zu bringen. Er sieht sich besonders in der Verantwortung, die metropolenferneren Räume attraktiver zu machen und die landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten zu unterstützen. Darüber hinaus möchte er als weiteres Kernthema das derzeit durch Personalmangel und Umstrukturierungen angeschlagene Gesundheitswesen in PM stärken. Als überzeugter Windkraftgegner setzt er sich zudem für einen sofortigen Stopp des Windkraftausbaus ein.

Andreas Schramm: Schramm will für mehr Mitsprache der Bürger und Transparenz im Landkreis zu sorgen. „Im ländlichen Bereich ist eine deutlich verbesserte Mobilität zu gewährleisten. Im Bereich des Wohnungsbaus werde ich mich dafür einsetzen, dass neben der Schaffung von mehr bezahlbaren Wohnraum verstärkt mehr barrierefreier Wohnraum zur Verfügung gestellt wird. Bei beabsichtigten Eingriffen in die Umwelt sind die betroffenen Bürger zu befragen. Der Bereich Radverkehr muss stärker gefördert werden. Auch ist die flächendeckende Versorgung mit freiem WLAN ein wichtiger Schritt in die digitale Zukunft. Wegfall der Kita-Gebühren für Bürger mit schmalem Geldbeutel“.

(alle Zitate und Aussagen sowie Fotos von den Internetseiten der jeweiligen Parteien der Kandidaten)