Festwochenende in Werder (Havel) mit etwa 12.000 Besuchern

Festumzug: Bürgermeisterin Manuela Saß als Prinzessin Kunigunde und ihr 1. Beigeordneter Christian Große als Markgraf Waldemar. Foto: werderfoto.de

Werder (Havel) 17. Juli 2017 – Werders Bürgermeisterin Manuela Saß hat ein positives Resümee des Festwochenendes zur 700-Jahr-Feier gezogen. “Die ganze Stadt hat sich zwei Tage lang von ihrer schönsten Seite gezeigt”, so die Bürgermeisterin. Zum Ehrenamtstag, dem DAK-Dance-Contest und dem Live-Konzert am Samstag sowie zum Fest-Gottesdienst und  dem Festumzug am Sonntag  seien nach Schätzungen der Stadt insgesamt etwa 12.000 Besucher gekommen. “Das Wochenende war ein wunderschöner und würdiger Höhepunkt unseres Jubiläumsjahres, wobei bis zum Jahresende noch zahlreiche weitere Veranstaltungen und Überraschungen bevorstehen”, so Manuela Saß.

Besonders beeindruckt zeigte sie sich vom Festumzug, bei dem etwa 600 Beteiligte in 52 verschiedenen Bildern die 700-jährige Stadtgeschichte von Werder nacherzählt haben. “Dutzende Vereine, Unternehmen und Gruppen haben sich monatelang darauf vorbereitet, und wie sich zeigte: Es hat sich gelohnt.” Menschen in historischen Kostümen hätten  Szenen der Stadtgeschichte nachgespielt, musiziert und getanzt. “Viele bekannte Gesichter waren unter den Teilnehmern zu sehen, wobei mancher so gut verkleidet war, dass man ihn kaum erkannte”, so Manuela Saß. Vom Publikum sei der Umzug mit viel Beifall honoriert worden, die ganze Stadt habe gelächelt.

Manuela Saß und ihr 1. Beigeordneter Christian Große dankten allen Teilnehmern und insbesondere den Mitgliedern des Festkomitees mit Ortschronist Dr. Baldur Martin, das den Umzug vorbereitet hat und auch für viele andere Veranstaltungen im Festkalender verantwortlich zeichnet. Ein Dankeschön ging auch an die Moderatoren des Umzugs, Klaus-Dieter Bartsch und Ellen Fehlow, die den richtigen Ton zwischen Spaß und historischer Bildung getroffen hätten und eine kleine Lücke zwischen zwei Bildern für eine humorvolle Werbepause für gesundes Obst  aus Werder und den Frischemarkt nutzten.

“Wir wollten eine schöne entspannte Feier und die haben wir bekommen”, so Christian Große. Gemeinsam habe man schließlich auch im Streit um die Darstellung der jüngeren Zeitgeschichte die richtige Lösung gefunden und die Zeit von 1933 bis 1989 weggelassen. “Womöglich ist es erst mit dem Abstand unseres nächsten Stadtjubiläums möglich, düstere Epochen der jüngeren Geschichte darzustellen, ohne politische Hitzköpfe auf den Plan zu rufen”, so Christian Große.

Am Samstag hatte die Stadt zum Ehrenamtstag „Werder hilft“ besonders diejenigen gewürdigt, die durch ihre ehrenamtliche Arbeit den Gemeinsinn und das Wir-Gefühl in der Stadt stärken. Etwa 30 Vereine nutzten die Möglichkeit, an Ständen ihre Arbeit vorzustellen und um neue Mitglieder zu werben.  Alle Teilnehmer bekamen eine der neuen und im Tourismusbüro zu erwerbenden Werder-Medaillen als Dankeschön geschenkt.

Höhepunkt des Ehrenamtstages war die Übergabe von zwei neuen Feuerwehrfahrzeugen an die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Werder (Havel) – eines Rüstwagens und eines Löschgruppenfahrzeuges im Gesamtwert von mehr als 1 Million Euro. Um dem aktuellen Problem mit der Bildung von Rettungsgassen entgegenzuwirken, verfügen beide Fahrzeuge über sogenannte Doppel-Bullhörner. Christian Große kündigte an, dass der Fuhrpark aller Feuerwehren in Werder (Havel) und den Ortsteilen in den kommenden Jahren erneuert werden solle.

Ein stimmungsvoller Publikumsmagnet des Festwochenendes war nicht zuletzt das Live-Konzert mit fünf bekannten Bands an der Regattastrecke am Samstagabend: Glasperlenspiel als Haupt-Act sowie Kerstin Ott, Madeline Juno, The Dark Tenor und Triple L & Valerie Lombardo. Als lokaler Farbtupfer stellte die Werderaner Ostrock-Band Orions mit dem Kinderchor der Carl-von-Ossietzky-Schule unter tosendem Beifall den neuen Werder-Song „Alte Stadt junge Stadt“ vor.

(alle Fotos: werderfoto.de)