Feuerwehrmann Helmut Feder: Abschied mit 65 Jahren

Helmut Feder und Frank Ringel. Alle Fotos: Detlev Huber

Werder (Havel), OT Töplitz, 3. März 2017 – Seinen Abschied aus dem aktiven Dienst bei der Feuerwehr in Töplitz musste Helmut Feder jetzt nehmen. Am letzten Februartag wurde der Kamerad 65 – die Gesetze sehen vor, dass dann kein aktiver Dienst mehr verrichtet werden darf. Mit einer Überraschungsparty wurde er im neuen Töplitzer Feuerwehrhaus gefeiert.

Das Schöne an diesem Geburtstag war, dass sich Helmut Feder weitgehend gesund und fit fühlt. Das Schlechte daran war, dass er nun nicht mehr in der Einsatzabteilung der Feuerwehr tätig werden darf.

Zu diesem Geburtstag organisierte die Feuerwehr heimlich eine Geburtstags- und Abschiedsparty. Nur die Familie wusste Bescheid und so blieb bis 17 Uhr noch alles ein Geheimnis. Spätestens als sein Sohn die alte grüne Feuerwehrbekleidung von Helmut gewaschen hatte, muss er trotzdem schon etwas geahnt haben. Pünktlich um 19 Uhr (wie zu allen FF-Diensten) wurde er mit dem MTW vom Ortswehrführer Stefan Huber abgeholt. Mit einem lautstarken „Happy Birthday“ wurde Helmut dann im neuen Feuerwehrhaus empfangen. Hier konnte er neben zahlreichen Glückwünschen auch ein paar Geschenke zur Erinnerung von der Feuerwehr, dem Feuerwehrverein und dem Ortsbeirat entgegennehmen.

Bevor es dann zum gemütlichen Teil überging, hatte sich die Feuerwehr noch etwas einfallen lassen. Um Helmut ́s Feuerwehrgeschichte zu verewigen fand ein „gespieltes“ Interview statt. „Reporter“ aus den Gemeindeteilen von Töplitz stellten viele Fragen aus seiner Dienstzeit vom 1. Mai 1968 bis zum 28. Februar 2017. Das wurde natürlich auch per Videokamera aufgenommen.
Helmut Feder war in vier Gerätehäusern tätig. Angefangen hat alles in Hopperade (Nauen), bis es ihn auf die Insel Töplitz verschlagen hat. Hier ist er in die FF Neu-Töplitz eingetreten, bis die Feuerwehren aus Leest, Alt-Töplitz und Neu-Töplitz zusammengefasst wurden.

Damit wurde das Gerätehaus auf dem Dorfplatz bezogen. Helmut hatte es nicht geglaubt, aber er konnte den Umzug in das neue Feuerwehrhaus in der Neu-Töplitzer-Straße dann doch mitmachen. Über die Veränderungen in den Jahrzehnten gab es viele Geschichten. Wie war das mit der Einsatzbekleidung? Wie war damals die Ausbildung? An welche Einsätze erinnerst du dich besonders gerne? (Antwort: z.B. Rettung einer Katze vom Baum mittels eines selbst konstruierten Sprungtuches).

Diese und viele andere Fragen beantwortete er gerne und die Augen der jungen Feuerwehrkameraden wurden immer größer. Auch Frau Feder musste sich einigen Fragen stellen. Sie erzählte von vielen schlaflosen Nächten, wenn die Sirene oder der Pieper ging. Erst wenn sie gehört hatte, dass das Tor wieder knarrte wusste sie, dass Helmut wieder da war. Dann konnte sie wieder schlafen.

Auch unser Ortswehrführer wurde befragt: Was wird der FF Töplitz an Helmut Feder fehlen? Antwort: Helmut gehörte in den letzten Jahren zum Kern der Tageseinsatzbereitschaft. Mit ihm war immer zu rechnen und er war die Konstante in unseren Reihen. Durch seine jahrelange Erfahrung brachte er Ruhe in die Einsätze und achtete stets auf die Sicherheit an den Einsatzstellen. Sein Motto war: Ich helfe immer gerne, egal was das für ein Einsatz ist. Das Wichtigste ist, dass alle Kameradinnen und Kameraden gesund wieder zu ihren Familien zurückkommen können.

Dafür und für die vergangenen Jahre möchten wir uns alle bei Helmut Feder bedanken. Bleibe gesund und herzlich Willkommen in der Alters- und Ehrenabteilung der FF Töplitz! Frank Huber (FF Töplitz)

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