Fördermittel für Elisabethhaus in Kloster Lehnin

Landrat Wolfgang Blasig (li) und der Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin, Pfarrer Matthias Blume. Foto: Pressestelle Landkreis

Kloster Lehnin, 12. April 2018 – In der vergangenen Woche übergab Landrat Wolfgang Blasig einen Fördermittelbescheid aus dem Denkmalpflegefonds des Landkreises Potsdam-Mittelmark in Höhe von 100.000€ für die Sanierung des Elisabethhauses am Amtshof des ehemaligen Zisterzienserklosters Lehnin an den Vorstandsvorsitzenden des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin, Pfarrer Matthias Blume. 

„Ich freue mich, dass sich der Landkreis am Erhalt dieses wichtigen Zeugen der Brandenburger Baukultur in der Region beteiligt“, erklärt Blume. „Für die Bewahrung der historischen Gebäude des ehemaligen Klosters braucht es sinnvolle und nachhaltige Nutzungen sowie starke und entschlossene Partner, die uns bei dieser Aufgabe unterstützen. Ich bin dankbar, dass wir im Landkreis einen solchen Partner haben, der nach der Sanierung des Schulhauses sowie des Tor- und Rentmeisterhauses nun auch die Sanierung des Elisabethhauses unterstützt.“

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf ca. 2,46 Millionen Euro (netto). Die Sanierung wird zu einem großen Teil aus Mitteln des LEADER-Programmes der Europäischen Union gefördert. Weitere Fördermittel sind durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Aussicht gestellt worden. 

Die Übergabe des Fördermittelbescheides durch den Landrat fällt mit dem Beginn für die Sanierungsarbeiten zusammen, die 14 Monate dauern sollen. 

Das Elisabethhaus ist seit mehr als 600 Jahren das bestimmende und prägende Gebäude am Amtshof. Es bildet die wichtigste südliche Abgrenzung des Wirtschaftshofes zur Klosterkirche. Der ca. 60 m lange Baukörper zeigt eindrucksvoll die wirtschaftliche Kraft des Klosters in seiner Blütezeit im späten 13. Jahrhundert. 

Das in Größe und Abmessung wichtigste Wirtschaftsgebäude des Klosters wurde in den folgenden Jahrhunderten entsprechend der wirtschaftlichen Notwendigkeiten überformt und an die jeweiligen Nutzungsanforderungen angepasst. 

Die Sanierung des Elisabethhauses ist Teil der weiteren Entwicklung des Zentrums Kloster Lehnin. Unter dieser Überschrift schafft das Diakonissenhaus neben und in Verbindung mit dem Kernangebot diakonischer Dienste einen Ort der Bildung und des Austausches, der Reflexion und gemeinsamen Lernens, der Spiritualität und der Begegnung für Gäste aus Kirche, Diakonie und Gesellschaft.

Nach Abschluss der Arbeiten wird das Elisabethhaus der zentrale Veranstaltungsort des Zentrums Kloster Lehnin sein. Im Erdgeschoss finden neben dem über die Grenzen Lehnins hinaus bekannten Festsaal zwei attraktive Seminarräume sowie die notwendigen Nebenräume Platz. Das Haus bietet damit beste Voraussetzungen für Tagungen, Diskussionsveranstaltungen und auch Feste. Auch die Rezeption für Zentrum Kloster Lehnin wird im Erdgeschoss untergebracht. 

Im Obergeschoss, wo sich die Schlafräume der Diakonissen und später das Internat der Ausbildungsstätte für Pflegeberufe befanden, entstehen 16 komfortable Gästezimmer mit 29 Betten. Auf diese Weise gewinnt der Ort weiter an Attraktivität auch für mehrtägige Veranstaltungen.

Das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin ist ein großer diakonischer Unternehmensverbund des evangelischen Nächstendienstes in Berlin und Brandenburg. In seinen Einrichtungen arbeiten mehr als 2.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 

In Lehnin betreibt das Diakonissenhaus eine Klinik für Innere Medizin, Palliativmedizin und Akutgeriatrie, eine Klinik für geriatrische Rehabilitation, ein Altenhilfezentrum, ein stationäres Hospiz, den ambulanten Hospiz- und Palliativdienst Potsdam-Mittelmark, Beratungsstellen, eine Kindertagesstätte und das Museum im Zisterzienserkloster. (wsw)