Handball-Derby heute in der MBS-Arena!

Schwacher Rückrundenauftakt am vergangenen Wochenende gegen SG Flensburg-Handewitt

Werder (Havel), 20. Januar 2017 – „Heute sind wir an uns selbst gescheitert“, resümierte Christoph Drescher von unserem Drittligisten HV Grün-Weiß Werder nach dem Spiel in der vergangenen Woche zum Auftakt der Rückrunde sichtlich niedergeschlagen. „Hier war eindeutig mehr drin, mit einer soliden Leistung sogar etwas zu holen. Irgendwie hat heute aber rein gar nichts gepasst. Bei keinem von uns.“

Doch am heutigen Freitag geht es wieder um alles! „It’s Derby-Time!“ heißt es auf der Facebook-Seite der Grün-Weißen. In der MBS Arena Potsdam am Luftschiffhafen geht’s ab 20 Uhr in DIE „Lokal-Schlacht“ schlechthin gegen den Freund und Partner-Verein, den 1. VfL Potsdam.

Das Programm kann sich auch sehen lassen: Einlass ist ab 17.15 Uhr, ab 17.45 Uhr präsentiert die AOK das Public Viewing zum Handball-WM-Vorrundenspiel Deutschland vs. Kroatien auf der LED-Wand in der Arena.

Im Anschluss ab 20 Uhr dann das „Schmankerl“ der ganz besonderen Art: DAS Duell der beiden Drittligisten. Damit nicht genug: Sogar eine Handball-Disco im Café Wandel soll im Nachgang des Spiels für einen perfekten Abschluss dieses Handball-Freitags sorgen. 

„Lasst uns gemeinsam dieses Spiel mit Spannung verfolgen, die grün-weißen Jungs anfeuern und richtig Krach machen! Fans, wir brauchen euch und die grün-weiße Wand so dringend. Diesen Handball-Freitag dürft ihr einfach nicht verpassen. In diesem Sinne – Werder Feuer!“ – hoffen die Grün-Weißen, dass die Fans zahlreich erscheinen.

Karten gibt’s an der Abendkasse!

 

Vergünstigungen für Fans

Für die grün-weißen Fans gelten die Tickets dieses Derbyspiels als kleine Vergünstigung sowie als Eintrittskarte zu den Heimspielen der Zweiten Männer- und der Frauenmannschaft:

Sa.,  21. Januar 2017, 16 Uhr
Verbandsliga Männer: HV GW Werder II vs. HC Neuruppin 

Sa., 18. Februar 2017, 14 Uhr
Brandenburgliga Frauen: HV GW Werder vs.TSV Germania Massen

Und so lief das Spiel gegen Flensburg-Handewitt

Im hohen Norden wollte man im ersten Spiel der Rückspielrunde auswärts gegen die Youngsters des SG Flensburg-Handewitt alles besser machen. Alles, was in Liga 3 noch wenig Früchte trug, sich jedoch in Tendenzen abzeichnete und Optimismus verheißen ließ. Ins Gedächtnis rief sich Werder nicht zuletzt, wie man sich mit 1 Sieg und 3 Unentschieden so hart und bitter zurück ins Geschehen gekämpft hatte. Besann sich darauf, was die Jungs stark, was sie motiviert hatte und woran man weiterhin gemeinsam arbeiten müsse.

Als besondere Randnotiz ist die Verstärkung der Ersten Männermannschaft durch Hendrik Retschlag als neue Linkshand-Kanone zu nennen. Der 23-Jährige spielte bis Oktober 2016 noch für den Grünheider SV und fand nun den Weg zum grün-weißen Trikot. Willkommen in unseren Reihen, in Werder, „Henne“!

Der Anpfiff zur ersten Partie in der dritten Bundesliga Nord nach der Winterpause ertönte. Für Werder und Flensburg bedeutete das wie gewohnt ein Spiel um wichtige Punkte, denn für die Reserve des Bundesligisten lief die Hinrunde ebenfalls vergleichsweise schleppend. Immer rasanter stieg der Verletztenstand fast identisch mit dem der Blütenstädter an.

Lange konnte Werder in der ersten Halbzeit im Spiel bleiben, biss sich an Flensburg fest und ließ keine Gelegenheit aus, den Gastgeber daran zu hindern, eine Lücke in Werders Abwehrkette zu reißen. Beide Mannschaften stellten eine aggressive Deckung, doch produzierten sie zu viele Fehler im Aufbauspiel. Aufgrund einer schwächelnden Ersten Männermannschaft und einer katastrophalen Chancenverwertung, die fast schon unterirdisch anmutete, gelang es den Hausherren sich zur Halbzeit auf ein 11:7 abzusetzen.

Sehenden Auges verlor Werder komplett den Zugriff auf das Spiel. Die zweite Halbzeit startete wie die erste aufgehört hatte: Zu wenig Bewegung, technische Fehler und  unkonzentrierte Abschlüsse – die Fehlerliste ist lang. Selbst Neuling „Henne“ Retschlag konnte trotz einer Bilanz von 3 Toren nicht entscheidend in den Spielverlauf und die drohende Niederlage eingreifen. 26:19 ist ein verheerendes Resultat, da ist sich auch das Trainer-Gespann einig. „Am Ende waren es 28 Fehlwürfe und insgesamt 39 Fehler.“, fasst Co-Coach Max Ziegler die Leistung seines Teams kopfschüttelnd zusammen. (Maria Ulrich / Foto: HV Grün Weiß Werder)