Handball-Frauen heute nach Potsdam – die Herren mit Heimspiel

Die Handballfrauen vom SV Grün-Weiß Werder überwintern auf dem 2. Tabellenplatz. Heute jedoch geht es nochmal rund - in der MBS-Arena in Potsdam beim Final-Four-Turnier des HVB-Pokals im Halbfinale ab 16 Uhr gegen den Drittligisten Frankfurter HC. Foto: Guido Henning

Werder (Havel), 10. Dezember 2016 – Die Frauenmannschaft des HV Grün-Weiß Werder trifft am heutigen Samstag beim Final-Four-Turnier des HVB-Pokals im Halbfinale um 16 Uhr auf den Drittligisten Frankfurter HC. Eine „Mammutaufgabe“, aber die Frauen freuen sich über zahlreiche und lautstarke Unterstützung ihrer Anhänger. Spielort: MBS-Arena Potsdam im Luftschiffhafen.

Am vergangenen Samstag trat die Frauenmannschaft des HV in ihrem letzten Heimspiel des Kalenderjahres 2016 gegen das Tabellenschlusslicht der Brandenburgliga HV Luckenwalde 09 an. Von Beginn an sollte das Spiel klar dominiert werden. Mit einer bisher noch nicht oft gespielten 3-2-1-Abwehr versuchte man den Gegner unter Druck zu setzen. Die Blütenstädterinnen gingen beim 20:4-Stand in die Halbzeitpause.

Anschließend knüpfte das Team um Steffen Scherping an die gute Leistung aus der 1. Halbzeit an. Mit vier Toren in Folge konnte der Vorsprung weiter ausgebaut werden. Zwar gestalteten sich die letzten Spielminuten noch etwas hektisch, der Sieg war allerdings nie in Gefahr. Abgepfiffen wurde die Partie beim Stand von 32:13. Somit festigen die Werderanerinnen weiterhin den zweiten Tabellenplatz. Ein Blick in die Tabelle verrät, dass Werder nach 10 Ligaspielen (17:3 Punkte) mit den meisten geworfenen Toren (265) im Kampf um die Meisterschaft dem Team vom HSG Ahrensdorf/ Schenkenhorst (20:0) dicht auf den Fersen bleibt. Im Ligabetrieb geht es erst im neuen Jahr für das letzte Hinrundenspiel zum derzeitigen Drittplatzierten Altlandsberg II (15:5 Punkte). (Stefanie Glomm)


Es spielten: 
Dörner, Stochus (4), Hamann (2), Fängler (3), Gratz (5), Umlauf (1), Stammel (1), Fechner (1), Weichenthal (1), Schemel (5), Seeger (2), Henschel (2), Glomm (4), Wille

Geschichtsträchtig: Der erste Sieg in Handball-Liga 3

Der Knoten ist geplatzt: Der HV Grün-Weiß Werder hat es am vergangenen Wochenende endlich geschafft, gegen die Youngsters des SC Magdeburg den ersten Sieg in der dritten Bundesliga Nord einzufahren und damit Vereinsgeschichte zu schreiben. Für einen Verein wie Werder, dem nur bescheidene Mittel zur Verfügung stehen, ist das ein wertvoller Eintrag in das Geschichtsbuch sowie ein enormer Schritt in Richtung Klassenerhalt. Ein „Kellerduell“, das seinesgleichen sucht, denn die Reservemannschaft aus Sachsen-Anhalt ist mit derzeit vier Zählern in einer ähnlich bedrohlichen Lage. Mit einem Altersdurchschnitt von 19 Jahren ist der Kader der Magdeburger wohl der rekordverdächtig jüngste der Liga.

Erstmalig gelang es Werder, mehr als 30 Tore zu werfen. Der völlig verdiente Sieg von 34:28 sollte für die Grün-Weißen allemal Ansporn genug sein, sich weiter zu steigern und dieses Erfolgserlebnis als wichtige Motivation mit in die nächsten Spiele zu nehmen.

Am heutigen Samstag hat Grün-Weiß zu Hause den SV Beckdorf als Tabellenschlusslicht vor der Brust. Um 19 Uhr geht’s in das letzte Heimspiel vor dem Jahreswechsel. Das Ziel ist dabei klar abgesteckt: Der nächste Sieg muss her, um in der Liga bleiben zu können. Dafür hofft man erneut auf die Unterstützung der Fans und eine grün-weiße Wand. (M. Ulrich/ C. Drescher)

Werder: Göres (1), Petsch, Lemaitre, Schugardt (7), Borrmann, Drescher, Huntz (9), Bruck (4), Nehls (1), Boede (5), Schönebeck (2), Jürschke, Pastor, Wirt (5)