Handball Grün-Weiß Werder: Morgen drei Heimspiele!

Danke an 70 mitgereiste Fans. Foto: Sylvia Göres

Werder (Havel), 2. Dezember 2016 – Das nächste Heimspiel für unsere 1. Männermannschaft am morgigen Samstag: Die Jungtruppe des SC Magdeburg II ist zu Gast in der Sporthalle am Ernst-Haeckel-Gymnasium. Ähnlich wie Werder kämpfen auch sie um den Klassenerhalt. Immens wichtig und ungemein wertvoll ist dabei, das Ziel „3. Bundesliga – Wir bleiben!“ nicht außer Reichweite zu wissen. Beginn ist 19 Uhr. Der HV Grün-Weiß Werder hofft auf eine volle Halle mit peitschendem Lärm.

Zuvor treten ab 14 Uhr in der Brandenburg-Liga die Frauen des HV Grün-Weiß Werder gegen den HV Luckenwalde 09 an. In der vergangenen Woche holten die Werderaner Damen in Kleinmachnow beim Neu-Brandenburgligisten HSG RSV Teltow/ Ruhlsdorf einen mühsam erkämpften Sieg: 21:29 für die grün-weißen Damen. Das Punktelager der Damen im Jahr 2016 ist noch nicht maximal gefüllt. Zwei Punkte aus dem letzten Spiel daheim möchten vor dem Jahreswechsel noch geholt werden.

Ab 16 Uhr spielt am Samstag die 2. Männermannschaft aus der Blütenstadt in der Verbandsligabegegnung gegen die Auswahl aus Luckenwalde.

So lief es in Oranienburg

Nach Werders Dafürhalten hätte der Schlusspfiff im Auswärtsderby gegen den OHC am vergangenen Wochenende schon nach 30 Minuten fallen dürfen, hatte man zu diesem Zeitpunkt doch verdient mit 11:13 in einer sehr emotionalen und laut Christian Pahl von einer „Riesenmoral“ geprägten Begegnung die Nase vorn. Er pflegt dabei eine besondere Bindung zu Werder, lebt dort und fungierte sogar drei Jahre lang als Trainer der Drittliga-Neulinge.

So spielten sie zu Beginn beinah fehlerlos am Limit, legten viel Geduld in den Angriff, um die Torchancen beim gastgebenden Team mit voller Wucht auszunutzen. Problematisch waren dabei unter anderem „Werders zweite Bälle“, berichtet OHC-Torhüter Ivan Szabo. Ein gut aufgelegter „Petschi“ nagelte die Pfosten zu und versetzte den Gastgeber in großes Erstaunen. Bekam man doch den Eindruck, sie seien an diesem Spieltag mit dem linken Fuß aufs Spielfeld getrabt – ganz so, als hätte man Werders Aufbäumen im Klassenerhalt völlig verkannt. Szabo erörtert, dass „wir zu Beginn nicht das auf die Platte gebracht haben, was der Trainer und auch wir selbst von uns erwartet haben. Werder hat die erste Halbzeit komplett beherrscht; kämpferisch und auch emotional waren wir völlig unterlegen.“

Weit gefehlt: Werder zahlte ordentlich Lehrgeld, denn das erfahrene OHC-Team festigte sich allmählich und profitierte von einer Fehlerwelle der Blütenstädter. Noch in der Kabine machte Trainer Pahl nämlich die Ansage, „dass man sich zu 100% steigern müsse.“ Sodann verlor Werder auch den Faden, obgleich sich der Spielverlauf bis zur 42. Minute relativ ausgeglichen gestaltete. Individuelle Unzulänglichkeiten im Werderaner Angriffsspiel zeichneten sich stärker ab und in der Abwehr war man generell einen Schritt zu spät dran, um Oranienburgs Walze wieder abzuschütteln. So zogen die Schützlinge von „Pahli“ und Co-Trainer M. Lessig, Vater von Keeper Tom, von dannen. Als Tiefpunkte sind dabei die rote Karte gegen Schugardt und Jürschkes kurzzeitiger Knock-Out zu nennen. Huntz, 6-facher und somit Oranienburgs gefährlichster Torschütze, wurde dann ebenfalls unumkehrbar am Scheitern seiner Mannschaft gehindert. Das sei laut Szabo „der Schlüsselmoment gewesen.“ Oranienburg kannte indes kein Halten mehr und schoss sich Bude um Bude davon. Am Ende wurde man mit einem 29:18 in dieser Partie bezwungen und schachmatt gesetzt.

Pahl schildert uns im Anschluss, wie nervös er vor Spielbeginn war. „Klar wusste ich, wie Werder spielt und was sie drauf haben. Sie haben uns 42 Minuten auf allerhöchstem Niveau geärgert. Am Ende gewinnen wir natürlich deutlich zu hoch. Letztendlich schlug hier aber unser Mehrwert an Erfahrung und unsere körperliche Robustheit und Überlegenheit zu Buche.“ Sein Team schiebt sich somit von Tabellenplatz 8 auf 6. „Das ist vollkommen irrelevant. Am Ende zählen nur die Punkte.“, resümiert er bescheiden.

Das Trostpflaster in Form von ca. 70 angereisten Fans stand wie eine grün-weiße Wand hinter den Jungs. Dafür bedanken wir uns. (M. Ulrich / Katja Umlauf)


Es spielten: Petsch, Göres (1), Lessig, Lemaitre (1), Schugardt (2), Drescher, Huntz (6), Bruck (2), Nehls (3), Boede, Schönebeck, Jürschke, Schütz (1), Schindel, Wirt (2)