Heimatmuseum Glindow startet ins Jubiläumsjahr

Kirschkönigin Anika Wolf, Ortsvorsteher Sigmar Wilhelm, Bürgermeisterin Manuela Saß, Autorin Brigitte Wilhelm und Heimatvereinschefin Edelgard Baatz (v. l.) bei der Vorstellung des „Glindower Almanach“ und dem Start in die neue Saison des Glindower Heimatmuseums. Foto: wsw

Werder (Havel), OT Glindow, 3. April 2017 – An diesem fast sommerlichen Wochenende startete das Heimatmuseum Glindow in seine neue Saison. Viele Besucher erlebten am Samstag, wie der „Glindower Almanach“ erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und die neue Ausstellung „Glindower Ansichten, früher und heute“ eröffnet wurde. Bei Schließung am Abend waren alle Exemplare des Almanachs, die für diesen Tag bereit lagen, ausverkauft. Ein schöner Erfolg, der sich bestimmt mit den weiteren Exemplaren des Buches fortsetzen wird. Dabei war es die reinste Zitterpartie, wie eine der Autorinnen, Brigitte Wilhelm, berichtete. Denn die Lieferung aus der Druckerei erfolgte erst am Freitag Nachmittag.

Am Koch’schen Haus im Glindower Kiez, in dem der Heimatverein schon 20 Jahre sein Domizil hat, wurde den Gästen – unter ihnen Werders Bürgermeisterin Manuela Saß, Bundestagskandidatin Saskia Ludwig, Ortsvorsteher Sigmar Wilhelm und sein Stellvertreter Fred Witschel, Fraktionsvorsitzender Hermann Bobka, Ortsbeiratsmitglieder wie Renate Vehlow sowie die Kirschkönigin Anika Wolf und vielen weitere Mitglieder des Ortsbeirates und des Heimatvereines – bei Kaffee und Kuchen die Entstehung des „Glindower Almanach“ erläutert.

Das Redaktionsteam des Almanach trug zwei Jahre lang akribisch Dokumente zusammen, recherchierte in Archiven, befragte Zeitzeugen, bereitete eigene Erlebnisse auf, sichtete alte Fotos und fotografierte selbst. „Eine spannende und lesenswerte Textsammlung ist hier entstanden“, lobte Bürgermeisterin Saß das Buch. Sie freue sich auf die Lektüre und dass darüber, dass den Bewohnern des Ortsteiles Glindow zu ihrem 700. Jubiläum ein schöner Beitrag zur Ortsgeschichte zur Verfügung steht. „700 Jahre Glindow und 700 Jahre Werder – lassen Sie uns gemeinsam feiern“.

Die neue Ausstellung „Glindower Ansichten, früher und heute“, mit der das Heimatmuseum in die neue Saison startet, fand viel Beachtung. Neben den liebevoll zusammengetragenen Exponaten in den verschiedenen Räumen und auf dem Dachboden des unter Denkmalschutz stehenden historischen Büdnerhauses zeugt auch das Modell des Glindower Kietzes, gebastelt von einer Arbeitsgemeinschaft der Grundschule Glindow, von dem Engagement der Ausstellungsmacher. Wie die vorherigen Ausstellungen – u.a. zur Kartoffel, zu Fontane, zur Geschichte des Obstbaus oder zum alten Handwerk – soll auch diese Exposition wieder viele Besucher in das alte Haus am Kietz 3 locken. Und neben den aktuellen sind gerade auch die ins Haus gehörenden Exponate einen lehrreichen und unterhaltsamen Besuch mit dem verbundenen Ausflug in die Historie der Heimat wert. Viele der Ausstellungsstücke wurden von den Bewohnern Glindows zur Verfügung gestellt. Geöffnet ist bis Ende Oktober immer samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr.

„Ich freue mich wirklich sehr, dass die Bürgermeisterin zur Präsentation des Almanachs dabei war“, sagt Edelgard Baatz, die Vorsitzende des Glindower Heimatvereins. „Sie hat immer auch Zeit für uns. Das ist wichtig für uns und eine schöne Bestätigung für unsere Arbeit“.

Viele Termine stehen für den Verein im Jubiläumsjahr an, einer macht sie besonders stolz: „Am 28. Oktober 2017 wird die Eröffnungsveranstaltung des Aktionstages des Landkreises Potsdam-Mittelmark ‚Feuer und Flamme für unsere Museen‘ in Glindow stattfinden“. Da wird nach dem Auftakt mit einem Orgelkonzert in der Kirche im Heimatmuseum aufgetafelt, ein Spaziergang zum Fuchsberg steht auf dem Programm, zudem ein weiteres Konzert in der Kirche mit dem Chor „Klangkirschen“, der in diesem Jubiläumsjahr auch sein 20-jähriges Bestehen feiert. Edelgard Baatz freut sich aber auch auf den Fackelzug, der an diesem Tag für die Kinder organisiert wird. Der wird – vom Spielmannszug begleitet – zur Festwiese führen, wo es dann am Feuer gemütlich werden soll. Der Spielmannszug spielt auf, es wird gegrillt und ein Bierchen getrunken.

Eine Woche vorher, am 22. Oktober, geht es mit dem Heimatverein in in die Lutherstadt Wittenberg. „Da können sich Interessenten, die mitfahren möchten, gern noch anmelden“, informiert Edelgard Baatz. Dies könne während der Öffnungszeiten im Museum oder telefonisch unter 03327 570688 geschehen.

Neben den vielen Terminen in Glindows und Werders Jubiläumsjahr gebe es ab Mai wieder die beliebten Wanderungen. Jeden zweiten Samstag im Montag, so am 10. Juni, am 8. Juli, am 12. August und am 9. September wird durch die Glindower Alpen oder auf dem Telegrafenberg gewandert. Treffpunkt der um 11 Uhr beginnenden Wanderungen ist jeweils am Heimatmuseum. (wsw)