Heute Handball-Heimspiel!

Toller Sprung! Luftsprünge werden die Fans heute machen, wenn es gelingt, gegen den Mitaufsteiger MTV Braunschweig zu gewinnen! Foto: Sylvia Göres

Werder (Havel), 19. November 2016 – Beim heutigen Heimspiel der Handballer von Grün-Weiß Werder gegen MTV Braunschweig sollen vier Punkte geholt werden. Das ist die Zielsetzung für das um 19 Uhr beginnende Drittliga-Spiel in der Sporthalle am Ernst-Haeckel-Gymnasium.

Der Trainer der Blütenstädter, Silvio Krause: „Die Niedersachsen sind unsere direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Aufgrund ihres mächtigen Kaders und unseres Verletztenstands genießen sie dennoch Favoritenstatus. Uns steht diese Rolle aber auch ganz gut zu Gesicht, denn wir können etwas befreiter aufspielen. Mithilfe unserer „Ernst-Hackel-Hölle“ ist alles möglich, wenn wir abrufen, was in uns steckt. Wir brauchen unsere Fans, um endlich mit einem Sieg auftrumpfen zu können. Kommt vorbei!“

Am vergangenen Wochenende wies der „Underdog“ Grün-Weiß Werder den Favoriten Flensburg mit einem Remis in die Schranken. Nachdem sie in klarer Außenseiterrolle auswärts gegen den als haushohen Favoriten gehandelten DHK vor einer Kulisse von 537 Zuschauern in den Flensborger Idraetshallen antraten,  fanden die Werderaner selbstsicher ins Spiel, konnten anfangs sogar eine 2-Tore-Führung (6:4, 13. Minute) herstellen. Offensichtlich hatte sich Werders Erste ein Herz gefasst und genügend Selbstvertrauen getankt, um endlich auch einfachere Tore einzunetzen. Joe Boede zufolge konnte man mit „mit vereinten Kräften die ersten Minuten für sich entscheiden, unsere Manndeckung und Abwehr stand kompakt.“ Nach einer Auszeit durch Flensburg-Coach Matthias Hahn zogen die Nordlichter aber blitzartig das Tempo an und konnten sich bis zum Pausenpfiff mit einer 5-Tore-Führung zum 16:11 leicht absetzen.

Dann die Wende: Man wurde regelrecht überrannt, einfache Gegentreffer fielen wie aus dem Nichts. Technische Fehler im Angriff häuften sich, obwohl gute Wurfmomente geschaffen, aber nicht umgesetzt werden konnten. Werder musste Torjäger wie Bruhn, Blockus und Zakrzewski unbedingt zurück drängen, ja – sogar ausschalten, um nicht wiederholt punktlos abzutreten. Zwei Konter, starke 1:1-Situationen und ein Spiel in Überzahl wendeten das Blatt für die Brandenburger. Dank der Nervenstärke, dem Siegeswillen und dem unerschütterlichen Zusammenhalt der anfänglich unterschätzten Gäste konnte Flensborgs Angriffstrio nahezu lahm gelegt werden. In der 59. Minute, 15 Sekunden vor Schluss, glich Werder zum 24:24 aus und konnte den letzten Gegenangriff durch eine sichere Abwehr noch verhindern.

„Infolge der verletzungsbedingten Ausfälle wollten wir erst recht alles in die Waagschale schmeißen. Uns war klar, dass wir noch näher zusammenrücken müssen, um unseren Gegnern endlich gefährlich zu werden“, berichtet Huntz, zehnfacher Torschütze und erneut souverän und professionell im Angriff, so schien auch er nebst vielen anderen Spielern erfolgreich daran beteiligt, jenes Fehlen von beispielsweise Rückraumspieler Tobias Frank wettzumachen. Alle fünf 7-Meter saßen. „Das ist natürlich Qualität auf höchstem Niveau“, freut sich Trainer Krause. „Auch unsere Passgeber, Abwehrspezis und Torhüter sind allesamt wichtig, um solch eine überzeugende Teamleistung zu erzielen. Immer mehr Spieler, wie z. B. Joe Boede mit acht Toren, stabilisieren sich zunehmend.“, gibt er zufrieden und sichtlich erleichtert zu Protokoll. (Maria Ulrich)