Heute zum Handball!

Vertragsverlängerung beim HV Grün-Weiß Werder: Schütz bleibt in in der Blütenstadt. Foto: Sylvia Göres

Werder (Havel), 20. Januar 2018 – Nachdem sich unsere Handball-Nationalmannschaft gestern Abend  im ersten EM-Hauptrundenspiel zu einem 22:19 gegen Außenseiter Tschechien gezittert hat, sehen wir in der Blütenstadt am heutigen Samstag einem tollen Handball-Heimspieltag in der Halle des Ernst-Haeckel-Gymnasiums entgegen, den uns die Pressesprecherin des HV Grün-Weiß Werder, Maria Ulrich hier ankündigt.

Ob sich die Ankündigung, das Steffen Schieke nach dem Abschied von Silvio Krause als Cheftrainer ab dem Sommer die Oberliga-Männer in Werder betreuen wird, auf das Spiel heute auswirken wird? Grün-Weiß-Geschäftsführer Hannes Lindt jedenfalls freut sich auf den neuen Cheftrainer: „Steffen ist ein emotionaler Typ und extrem engagiert in seiner Arbeit. Wir freuen uns, einen neuen Weg mit ihm zu gehen und erhoffen uns viele neue Impulse in Zusammenarbeit mit der Mannschaft“.

Schieke ist derzeit Trainer des Brandenburg-Ligisten HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst, kennt Werder aber sehr gut, war er doch in der Blütenstadt bereits als Spieler und Co-Trainer aktiv dabei.

Folgende Begegnungen sind vorgesehen:

Kreisliga: 14 Uhr – weibliche Jugend B vs. HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst
Oberliga: 16 Uhr – 1. Frauen vs. Pfeffersport
Oberliga: 18.30 Uhr – 1. Männer vs. HSV Insel Usedom

 

Die Frauen

Die Pfeffersportlerinnen kommen nach Werder zur „Grünen Gang“. Gegen sie sprang im zweiten Spiel der Hinrunde zwar nur ein 18:18-Unentschieden heraus, lange Zeit lag der Gegner damals aber gen Ende der Spielzeit mit 2-3 Toren zurück. Heute wollen es die Mädels um Scherping/ Kuplin, die durch Verletzungen und Krankheit leicht dezimiert sind, besser machen, auch wenn die Vorzeichen dafür nicht sonderlich aussichtsreich stünden.

So habe der Gegner auswärts nämlich „schon den ein oder anderen Punkt“ gesammelt. Etwas, was der Grünen Gang bislang nur gegen den Berliner TSC gelang. Umso mehr sticht jedoch ihre Heimstärke hervor. „Es wird alles andere als leicht, aber wir geben alles, wenngleich die Lage bei unseren Feldspielerinnen noch kritisch ist.“, sagt Trainer Steffen Scherping. Die Ladies aus Berlin, die vor allem durch hochgewachsene Rückraumspielerinnen und eine kompakte Abwehr überzeugen, gehören ähnlich wie Werder zum Lager der Aufsteigerinnen, wobei hier der Tabellenvierte auf den derzeit Tabellenzehnten trifft. Bei der 1. Frauenmannschaft habe das aber nicht viel Aussagekraft. „Wir sind gewarnt und müssen unsere Heimspielstärke ausnutzen!“

Pfeffersport, zu Hause zuletzt mit Problemen gegen den Rostocker HC, möchte am Wochenende in der Blütenstadt Widergutmachung betreiben. Auch die Werderaner Mädels möchten an das Erreichte aus dem Vorjahr anknüpfen und den bitteren Rückrundenauftakt (28:23) gegen die Füchse schnell vergessen machen. Josefine Nehls, erst seit letzter Saison dabei, aus dem Kader des Damenteams jedoch nicht mehr wegzudenken, ist sich sicher: „Mit den Fans im Rücken werden wir unsere Chancenverwertung der letzten Woche verbessern und auch die Fehler minimieren können!“  (J. Nehls/ S. Scherping)

Die Männer

Den Neujahrsauftakt hatten sich die Oberliga-Männer auch völlig anders vorgestellt. Mit einem knapp verlorenen Pokal-Spiel gegen Ludwigsfelde und einem glücklichen Punkt nach 22:22-Remis gegen Grünheide letztes Wochenende will man „Stillstand-Situationen“ in Zukunft vermeiden. Diese engen Spielstände würden die Spieler „zwar menschlich und auch sportlich weiterbringen“, aber dies müsse „in klare Siege umgemünzt werden“, sagt auch Geschäftsführer Hannes Lindt.

Mit dem HSV Insel Usedom kommt ein Top-Gegner nach Werder, gegen den die Blütenstädter schon im 1. Spiel der Hinrunde in Ahlbeck die Ehre hatten. Damals hatte es jedoch nur zu einem 24:19-Endstand gereicht. Silvio Krause kennt dabei den Grund für die damalige Niederlage: „Wir hatten 1-2 Monate gebraucht, um in der Ostsee-Spree-Liga richtig anzukommen und um uns als Mannschaft zu finden. Ich denke, das ist uns jetzt endlich geglückt.“

Laut Statistik liegen beide Mannschaften im Tabellenklassement eng beisammen. Der Tabellenfünfte trifft auf seinen Verfolger Werder, zwei Punkte trennen sie nur voneinander. Mit dem deutlichen Misserfolg Usedoms (34:26) gegen Ludwigsfelde des letzten Wochenendes habe kaum jemand gerechnet, das hätte jedoch nicht viel zu heißen.

„Das ist eine erfahrene und starke Mannschaft mit Spielern, die die Ostsee-Spree-Liga in- und auswendig kennen. Wir dürfen sie auf keinen Fall unterschätzen, haben noch eine Rechnung aus dem Hinspiel gegen sie offen!“, sagt auch Marius Hoffmann. Dabei müsse man versuchen, Usedom ihr Tempospiel und ihre Heimstärke aufzuzwingen. In der Abwehr habe man im Hinspiel schon ganz gut gestanden, nur im Angriff haperte es stellenweise noch mächtig.

Kreisläufer Lucas Schönebeck beschönigt nicht, dass sich Werder Großes zum Ziel gemacht hat. „Wir müssen richtig ackern, um sie zu besiegen. Die Stimmung ist gut, der Kader ist voll einsatzbereit und die Lust auf einen 1. Sieg in 2018 ist groß.“ Dabei hoffen sie wie immer auf eine volle Halle und unüberhörbare Unterstützung aus dem Fanblock! (M.Hoffmann/ L. Schönebeck)

Robert Schütz verlängert

Außerdem berichtet Maria Ulrich, dass Robert Schütz Werder bis 2020 treu bleibt und maßgeblich dazu beitragen wird, den Handball in Werder weiter zu prägen und am Profil des Vereins mitzuwirken. Er verlängert seinen auslaufenden Vertrag im Sommer um zwei weitere Jahre.

Geschäftsführer Lindt freut sich, seinen Schützling auch weiterhin in den Reihen der Blütenstädtern zu wissen. „Robert übernimmt mehr und mehr Verantwortung im Team. Seine Leistungen und seine Persönlichkeit werden der 1. Männermannschaft künftig enorm weiterhelfen. Gleichzeitig sehe ich noch eine Menge Potenzial hinsichtlich seiner persönlichen Entwicklung.“

Robert Schütz zeigt sich gegenüber dieser Nachricht ebenfalls als höchst zufrieden. „Ich verstehe mich mit meinen Teamkollegen einfach super und fühle mich hier gut aufgehoben. Die Fans sind immer wieder der Wahnsinn. Ich freue mich auf meine Zukunft in den grün-weißen Trikots und darauf, noch eine lange Zeit für diesen Verein und im Ernst-Haeckel-Gymnasium zu spielen.“ (wsw)

Trainer Krause verlässt Werder

Zehn Jahre lang ist Silvio Krause bereits beim Handballverein Grün-Weiß Werder aktiv. Erst als Spielmacher, inzwischen die fünfte Saison als Trainer. Im Sommer ist für ihn jedoch Schluss in der Blütenstadt. Krause wechselt den Verein.

Der Grün-Weiß-Trainer wird im Sommer zum Drittligisten Oranienburger HC wechseln. Welche Aufgabe er beim OHC übernehmen soll, wurde noch nicht verkündet. Silvio Krause betont, dass seine Entscheidung nicht gegen Werder, „sondern für die sportliche Weiterentwicklung meiner eigenen Person“ gefallen sei. In der Blütenstadt hat Krause eine Ära geprägt. Zehn Jahre ist er dort aktiv, hat erst als Spielmacher und dann als Coach die größten Erfolge des Clubs – Oberliga- und Drittliga-Aufstieg sowie zwei Landespokalsiege – maßgeblich mitgestaltet. (Maria Ulrich)

Anzeige - für mehr Informationen klicken