Ich und mein Garten – Juli

Werder, 18. Juli 2016 – In den vergangenen Wochen gab es zwar Regen – dennoch besteht die Hauptarbeit im Sommer im Garten aus dem Wässern. Überall blüht es und schnell werden die Pflanzen kraftlos, wenn sie mal trocken stehen.

Wässern

Die beste Zeit zum Gießen ist eigentlich in den ganz frühen Morgenstunden. Auch wenn es schwer fällt, lieber morgens eine Stunde eher aufstehen, als erst nach dem Feierabend zu gießen. Wie sagte meine Gärtnerschwester zu mir, als sie mich mal abends beim Wässern erwischte: „Würdest Du gern mit nassen und kalten Füßen schlafen gehen?“ Außerdem lockt man beim abendlichen Gießen die Schnecken an. Die Regel: Zwei Mal in der Woche gründlich und reichlich gießen ist besser, als täglich wenig Wasser zu verteilen. Im Hochsommer in der Mittagssonne ist es übrigens reine Wasserverschwendung, denn die Feuchtigkeit verdunstet sehr schnell und gelangt gar nicht an die Wurzeln.

Düngen & schnippeln

Die Rosen, die uns den Juni hindurch und auch jetzt noch mit den schönsten Blüten erfreut haben, sollten jetzt ein letztes Mal gedüngt werden. Dann haben die Zweige die dafür wichtig Zeit, vor dem Winter auszureifen.
Kleiner Tipp: Kaffeesatz in den Boden unter den Rosen einarbeiten. Die Regenwürmer, die den Kaffeesatz lieben, lockern den Boden schön auf. So können Nährstoffe besser aufgenommen werden. Auch alle Zwiebel- und Knollenpflanzen – Dahlien und Gladiolen beispielsweise – brauchen jetzt eine kräftige Nährstoffgabe, ebenso Pfingstrosen und Rhododendren.

Neben dem Gießen gehört das Schneiden von verblühten Pflanzenteilen zu den wichtigen Arbeiten im Juli-Garten. Das ist eine – je nach Größe des Gartens und der Anzahl der Kübel – für das Wachstum der Pflanzen wichtige, aufwändige, aber oft auch angenehme Arbeit. Mit einem Körbchen, einer kleinen und einer großen Gartenschere ausgerüstet, kann man beim Schnippeln und Zupfen herrlich nachdenken, erfreut sich an den Blüten und entdeckt junge Knospen und genießt das Draußensein. Auch Hecken und Sträucher können jetzt geschnitten werden.

Säen & ernten

Wer es im Frühling versäumt hat oder einfach noch Nachschub benötigt, kann jetzt noch Petersilie oder andere Kräuter säen. Petersilie braucht einen humusreichen, nahrhaften Boden und möchte jährlich wechselnde Standorte. Sie mag es feucht und halbschattig. Keine Sorge, wenn da nicht gleich etwas sprießt, Petersilie keimt sehr langsam. Oft ist das Unkraut schneller … Eine Markierung ist angeraten. Wer Tomaten im Freiland gepflanzt hat, kann Petersilie durchaus als aromafördernde Unterpflanze nutzen.

Bohnen habe ich schon mehrfach geerntet. Und weil die so lecker sind und sich so unkompliziert einfrieren lassen, werde ich die letzten Aussaat-Termine bis Mitte August für Buschbohnen gleich nochmal nutzen. Ich mache das im Abstand von ein paar Tagen oder einer Woche, um entsprechend zeitversetzt ernten zu können. Die Buschbohnen über Nacht einweichen, sechs bis acht Bohnen für einen Horst nehmen, nicht zu dick mit Erde bedecken, feucht halten, fertig. Das ist übrigens für Kinder ein tolles Erfolgserlebnis, wenn sie eine eigene Pflanze pflegen dürfen. Auch Spinat kann jetzt noch einmal gesät werden. In zehn Wochen gibt es dann wieder die erste Ernte.

Kartoffeln, Tomaten, Gurken, Zucchini, Zwiebeln, Salat und Möhren werden geerntet, wenn sie auf den Tisch kommen sollen. Auch Möhren können jetzt noch einmal gesät werden. Es gibt im Handel entsprechende Sorten mit kurzer Kulturzeit.

Die Erdbeer-Ernte ist abgeschlossen, hier und da finde ich noch ein rotes Exemplar. Eine kleine Pflege ist jetzt angeraten. Trockenbraune Blätter werden dicht über dem Boden abgeschnitten, die Ausläufer werden gekappt. Besonders schöne Exemplare nehme ich für die neue Pflanzung. Auch die Erdbeeren – die haben ja einiges geleistet in dieser Saison – möchte jetzt gedüngt werden.

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