Kita Damaschke-Straße füllt sich

Werder (Havel), 12. Oktober 2017 – Kleine rhetorische Tricks und „überfallartige“ Fragen helfen nicht – der Name der neuen Kindertagesstätte bleibt bis zur offiziellen Eröffnung am 16. November 2017 geheim. Die Bauzeit betrug gerade einmal ein halbes Jahr – die Modulbauweise und die Erfahrungen beim Bau der Schwester-Einrichtung in Töplitz, die ebenfalls durch die Haus- und Grundstücksgesellschaft HGW realisiert wurde, machten es möglich.
Der Geschäftsführer der HGW, Thomas Lück, ließ sich wirklich nicht überzeugen, den Namen zu verraten, als heute der Standort für das Kita-Schild an dem Gelände in der Adolf-Damaschke-Straße 44 festgelegt wurde. Das Schild trägt einen HGW-Aufkleber, das den Namen verdeckt.

Aber in der Kita herrscht schon fröhliches Treiben – die ersten Gruppen von insgesamt dann 100 Kindern können hier schon nach Herzenslust spielen. Natürlich ließ sich auch die Leiterin der Kita, Barbel Bachnik, den künftigen Namen nicht entlocken. Freie Plätze gibt es nicht mehr, wie sie informierte.

Für Krippen- und Kitabereich stehen jeweils drei Doppelgruppenräume mit eigenen Sanitärbereichen bereit. Straßenseitig sind Verwaltungs- und Wirtschaftsräume untergebracht, in den Hof kommt ein großer Spielplatz. An jedem Gruppenraum gibt es eine Terrasse als eigenen kleinen Spielbereich. In einem 85 Quadratmeter großen „Kinderrestaurant“ wird gegessen. Die Einrichtung ist hell, freundlich und in kindgerechten Farben gestaltet, überall – auch in den geräumigen Fluren – gibt es kleine Spielmöglichkeiten. „Die Erfahrungen aus Töplitz sind auch bei der Einrichtung eingeflossen“, bestätigt Thomas Lück, der großen Wert auch auf kleine Details legt.

16 Erzieherinnen und die Leiterin Frau Bachnik arbeiten hier. Bärbel Bachnik, zuvor die Leiterin der Integrationskita Anne Frank in der Elsastraße, brachte einen Teil ihres qualifizierten Teams in die neue Integrationskita der Blütenstadt mit – die Arbeit mit behinderten und nicht behinderten Kindern sowie Kindern mit Entwicklungsdefiziten bedarf ausgebildeter Erzieherinnen, Heilpädagogen oder Erzieherinnen mit heilpädagogischer Zusatzausbildung. Deshalb wurde auch an Therapieräume und einen extra großen Bewegungsraum gedacht. „Es macht große Freude, in diesem neuen barrierefreien Haus zu arbeiten“, betont nicht nur Bärbel Bachnik. Auch die Mitarbeiterinnen sind glücklich – unter anderem darüber, dass die zuvor oft körperlich schwere Arbeit in der Elsa-Straße der Vergangenheit angehört. Denn Treppen zwischen Etagen gibt es nicht im modernen Eingeschosser. Zudem gibt es kleine Hilfemodule – beispielsweise Treppchen am Wickeltisch. (low)

Zahlen & Fakten

Auf dem rund 3500 Quadratmeter großen Gelände in der Adolf-Damaschke-Straße entstand  auf 1183 Quadratmeter Grundfläche ein Eingeschosser. Errichtet wurde die integrative Kita durch die Firma Alho Systembau in Fertigteilbauweise, Bauherr ist die HGW. 100 Kinder finden hier Platz. Freie Plätze gibt es nicht mehr. Die Arbeiten auf dem Außengelände sind derzeit in der Endphase.

Die Gesamtkosten für die Kita beliefen sich auf knapp drei Millionen Euro, vom Land gab es eine Förderung in Höhe von 794 000 Euro.

Über diese Kita hinaus werden in nächster Zeit noch zwei weitere Kindertagesstätten gebaut. Eine – ebenfalls in der inzwischen bewährten Modulbauweise – in der Poststraße in Elisabethhöhe, eine weitere auf dem Finkenberg.