Kita Inselnest in Töplitz – Eine Erfolgsgeschichte

 Die Töplitzer Kindertagesstätte “Inselnest” ist nicht nur einfach ein Zweckbau für die Unterbringung von Kindern – die besonders durchdachte Architektur, die helle Weite der Räume, der tolle neue große Abenteuer-Spielplatz und die kindgerechte, moderne Ausstattung machen das “Inselnest” zu einem besonderen Kindergarten. Und auf den kann die Stadt Werder und ihr Ortsteil Töplitz zu Recht stolz sein. Am morgigen Sonntag ist der Ende des vergangenen Jahres eröffnete Neubau im Mittelbruchweg 12a für alle Interessierten zum “Tag der Architektur” geöffnet. Geplant wurde das bemerkenswerte Gebäude von Architekt Dipl.-Ing. Friedhelm Siegenthaler aus Werder.

Der Neubau der Kita stellt im Grundriss ein Ypsilon dar, in dessen Armen sich die unterschiedlichen Bereiche befinden. In der Mitte des Baukörpers befindet sich der zentrale Spiel- und Begegnungsraum, der sich nach außen als sonnengelber Kubus absetzt und im Inneren unterschiedliche Sichtbezüge zulässt. Er betont gegenüber dem Gesamtbaukörper seine zentrale Bedeutung und gibt der Kita ein wiedererkennbares Gesicht.

Die Geschichte der Kita ist eine kommunale Erfolgsgeschichte. “Werner Große hat gesagt, wir bekommen einen Neubau. Und er hat Wort gehalten”, erinnert sich Ortsvorsteher Frank Ringel an das Versprechen des damaligen Bürgermeisters von Werder. 1900 Einwohner hat Töplitz, der Ort ist attraktiv für Zuzügler, die nicht nur die reizvolle Lage sondern auch die funktionierende Infrastruktur schätzen. Und so wurde die alte Kita zu klein, zudem war sie asbestbelastet und entsprach nicht mehr den Anforderungen an eine heutige Kindertagesstätte.

“Töplitz ist ein Ort mit Zukunft”, betont Dipl.-Ing. Thomas Wolfgang Lück, Geschäftsführer der Haus- und Grundstücksgesellschaft mbH Werder (HGW), die als Bauherr der Kita fungierte. Die enge Zusammenarbeit zwischen Ringel, Lück und allen Beteiligten half, Probleme als zu meisternde Herausforderungen anzusehen. “Baufehler gibt es hier nicht”, sind beide froh über das gute Gelingen des Projektes, an dem auch viele regionale Firmen mitwirkten. Die kurze Bauzeit von rund einem Jahr sehen sowohl Lück als auch Ringel mit einigem Stolz als “sensationell” an. “Es hätte sogar noch schneller gehen können”, ist HGW-Chef Lück überzeugt. Zudem sei der Kommunalbau bei Kosten von etwas mehr als zwei Millionen Euro – finanziert auch über Fördermittel und Kredite – günstiger als erwartet gewesen.

85 Kinder werden hier von zehn Erziehern unter der Leitung von Manuela Laminski betreut, ab September sollen es sogar 90 sein, wie Frau Laminski berichtet. Zwei technische Kräfte sorgen für Ordnung und Sauberkeit. Die Kinder kommen nicht nur aus Töplitz, auch Eltern aus Werder, Phöben, Kemnitz und anderen Ortsteilen wissen um die Qualität der Betreuung auf 1000 Quadratmeter, alles ebenerdig und mit Fußbodenheizung. Hier gibt es ein durchdachtes und mit dem Architekten gemeinsam entwickeltes Farbkonzept – jeder Gruppenbereich hat eigene Farben.

Der Matschraum macht seinem Namen alle Ehre, es gibt einen Sportraum mit vielen Geräten sowie einen Mehrzweckraum sowie kindgerechte sanitäre Anlagen. Neben der Essensausgabe gibt es eine weitere modern ausgestattete Küche, die von den Kindern genutzt werden kann. “Hier wurden beispielsweise schon Plätzchen oder Eierkuchen gebacken und Suppe gekocht”, erzählt Manuela Laminski und zeigt auf die ausziehbaren Podeste an den Küchenmöbeln, die kindgerechtes Arbeiten ermöglichen. Bemerkenswert sind die vielen kleinen Details, die diesen Kindergarten für Kinder von 0 bis 6 oder 7 Jahren so besonders machen.

Die Gruppenräume sind so herrlich spieleinladend und liebevoll und dennoch pädagogisch wertvoll ausgestattet. Hier ist reichlich Platz zum Toben, Spielen, Lernen oder Kuscheln. Täglich gibt es offene Spielzeiten, in denen die Kinder entscheiden, wo sie spielen wollen – gruppenübergreifend und auch im Foyer.

Die Kita, in der Bewegung – oft auch in der Natur, sportlich oder tänzerisch –  schwerpunktmäßig groß geschieben wird, offeriert zudem unter anderem auch Englisch mit dem Muttersprachler Opi Jim aus Texas und musikalische Früherziehung als externe Angebote an. Geöffnet ist die Kita wochentags von 6 bis 17.30 Uhr, freitags bis 17 Uhr.

Im Internet: kita-toeplitz.de

Tag der Architektur

Öffnung: 28. Juni 2015, 13 – 18 Uhr
Führungen: 28. Juni 2015, 13, 15 und 17 Uhr