Knuth bleibt Beelitzer Bürgermeister

Bernhard Knuth bleibt Beelitzer Bürgermeister. Foto: Gérard Lorenz

Beelitz, 11. März 2018 – Bernhard Knuth bleibt Bürgermeister in Beelitz. Der diplomierte Augenoptiker und populäre parteilose Bürgermeister der Spargelstadt hatte heute bei der Wahl keinen Gegenkandidaten. Er wurde von der Listenvereinigung der Bürgerbündnisse UKB und BBB nominiert. 10 400 Einwohner waren am heutigen Sonntag zur Wahl aufgefordert, bei 283 Gegenstimmen hatte der 55-Jährige mit 3996 abgegebenen Stimmen und einer Wahlbeteiligung von zwar nur 41,5 Prozent eher „leichtes Spiel“ und erreichte über 90 Prozent Ja-Stimmen. Die – noch vorläufigen – Zahlen wurden auf der Internetseite der Stadt Beelitz bekannt gegeben.

Unter dem Motto „Weiter so für unser aller Zuhause“ warb Knuth für die Weiterentwicklung der Spargelstadt als Wohn- und Wirtschaftsstandort – gemeinsam mit allen Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung und der Bürgerschaft insgesamt. Der Diplom-Optiker war erstmals 2010 von 64 Prozent der Bürger ins Amt gewählt worden – und das bereits im ersten Wahlgang. Damals hatte es noch drei weitere Kandidaten gegeben.

Knuths achtjährige Amtszeit endet am 1. Mai dieses Jahres, den Wahltermin am 11. März hatten die Stadtverordneten im vergangenen Jahr bestätigt. Zur Wahl aufgerufen waren rund 10 400 Beelitzer, abstimmen durften auch Jugendliche ab 16 Jahren.

Derzeit zählt die Stadt Beelitz insgesamt 12 236 Bürger und liegt damit deutlich über dem, was das Landesamt für Statistik noch vor zwei Jahren prognostiziert hatte. Wie Stadtsprecher Thomas Lähns mitteilte, sollte demnach die Einwohnerzahl der Spargelstadt derzeit bei nur rund 11600 liegen und in den nächsten zwei Jahren weiter auf gut 11300 zurückgehen. Bis 2030 würde Beelitz laut Langzeitprognose sogar auf etwas über 10300 Einwohner zusammenschrumpfen.

„Dank eines kontinuierlichen Zuzuges und vieler Geburten schlägt der demografische Wandel in unserer Stadt kaum zu Buche“, freut sich Bürgermeister Bernhard Knuth. Es sei deutlich zu merken, dass sich viele Familien in Beelitz niederlassen und hier ihre Kinder großziehen. „Unsere Investitionen in die Kita- und Schullandschaft, aber auch unsere Freizeitangebote und Aktionen wie der Baby-Willkommensdienst führen dazu, dass sich Familien in Beelitz besonders wohl und gut aufgehoben fühlen“, so der Bürgermeister weiter. Die Geburtenzahl hat sich in den vergangenen fünf Jahren nahezu verdoppelt: 2012 noch hatten 53 kleine Beelitzer das Licht der Welt erblickt, im vergangenen Jahr waren es 96 gewesen.

Die Zahl der Sterbefälle lag zwar auch im vergangenen Jahr mit 122 wieder höher als die der Geburten, was klar von einer älter werdenden Bevölkerung auch in Beelitz kündet, dafür übersteigt die Zahl der Zuzüge mit 633 die der Wegzüge. Im vergangenen Jahr meldeten 594 Beelitzer ihren Wohnsitz in der Spargelstadt ab, weniger als im Vorjahr. „Die Zahl der Zuzüge würde sicher noch höher ausfallen, allerdings sind sowohl bei den verfügbaren Bauflächen als auch bei den freien Wohnungen die Grenzen erreicht“, erklärt der Bürgermeister, der die Schaffung von erschwinglichem und – vor allem für Ältere auch barrierefreiem – Mietwohnraum als eine der wichtigsten Aufgaben für die kommenden Jahre nennt.

Immerhin werden Baugebiete schon derzeit neu entwickelt, regelmäßig legt die Verwaltung den Stadtverordneten Bebauungspläne in den jeweiligen Stadien vor. Derzeit wird für einzelne Teilbereiche im Westen der Kernstadt sowie in Fichtenwalde neues Baurecht geschaffen. „Das große Wachstum steht uns allerdings in den nächsten Jahren vor allem in Beelitz Heilstätten bevor“, erläutert der Bürgermeister. Mit der geplanten Entwicklung des C-Quadranten zu einem komplett neuen Quartier mit 750 Wohneinheiten für rund 4500 Menschen werde ein Angebot geschaffen, das im Hinblick auf die Entwicklung der Stadt insgesamt auch der großen Nachfrage gerecht wird. Und die Prognose für 2030, nach der es nur noch 10 300 Beelitzer geben soll, dürfte damit schon jetzt der Vergangenheit angehören.  (Thomas Lähns/wsw)