Kripo veröffentlicht Täterbeschreibung

Werder (Havel), 2. Mai 2018 – Erste Ermittlungserfolge: Nach der mutmaßlichen Vergewaltigung am Sonntagabend während des Baumblütenfestes in Werder (Havel) haben sich erste Zeugen bei der Polizei gemeldet. Ebenso hat die Kripo nach einer erneuten Befragung des Opfers einen möglichen Tatort ausfindig machen können. Weiterhin konnte der Weg der jungen Frau, den sie mit ihrem späteren Peiniger zurücklegte, eingegrenzt werden. Außerdem veröffentlichte die Polizei eine Täterbeschreibung. Allerdings konnte die junge Frau – offenbar wegen des erlittenen Schocks – auch bei ihrer Nachbefragung nur wenige Angaben machen:

–         ca. 1,80 m groß
–         blonde, kurze Haare
–         Alter:  ca. 30 Jahre
–         sprach dialektfrei Deutsch
–         trug lange Jeans

Wie die 18-Jährige bei der Befragung berichtete, hielt sie sich an der Regattastrecke nahe der RTL-Bühne auf. Hier soll es einen Streit zwischen ihr und einem ihrer Begleiter gegeben haben. Den neuen Informationen zufolge und anders als bei der ersten Befragung, bei der sie nachvollziehbarer Weise noch erheblich unter dem Eindruck der Tat stand, gab sie bei der erneuten Befragung an, dass sie bei diesem Streit in unmittelbarer Nähe des Schilfgürtels ohne fremde Einwirkung ins Wasser geraten war.

Ein Mitarbeiter der DLRG soll sie dann aufgefordert haben, aus dem Wasser zu kommen, was sie auch tat. Wenig später setzte sie sich, ebenfalls nahe der RTL-Bühne, wieder ans Ufer der Regattastrecke und wurde hier von dem unbekannten, späteren Täter angesprochen.

Nach der Unterhaltung überredete er sie den Angaben zufolge, nach ihren vorherigen Begleitern zu suchen. Beide liefen von der Regattastrecke an der RTL-Bühne zur Torstraße und dann in die Mühlenstraße. Auf dem Weg dorthin soll auch ein Security-Mitarbeiter das Pärchen weggescheucht haben, möglicherweise weil sie sich unberechtigt auf einem Grundstück aufhielten oder einen Bauzaun verschoben. Da sich die Geschädigte in Werder nicht auskennt, konnte eine weitere Eingrenzung bisher jedoch nicht erfolgen. Nach der Aufforderung des Wachmanns verließen sie den Ort wohl auch und begaben sich zum späteren Tatortbereich, einem Hinterhof, zu dem man über einen Sandweg in der Mühlenstraße gelangt. Hier hat der unbekannte Täter ebenfalls einen Bauzaun weggeschoben, um auf den Sandweg zu gelangen.

Nach Aussagen der Geschädigten war der Täter bis zur Ansprache durch den Wachmann auch noch nicht aufdringlich oder bedrohend.

Bei der Lokalisierung des mutmaßlichen Tatorts half auch die Aussage eines Zeugen. Der Mann, ebenfalls Gast des Blütenfestes, meldete sich nach dem veröffentlichten Zeugenaufruf und gab an, die junge Frau mit anderen Passanten auf dem später umgefallenen Bauzaun gesehen und DLRG-Kräfte, die sich in der Nähe befanden, verständigt zu haben.

Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass sich die Tat selbst in einem dortigen Gebäude ereignet hat. Die Auswertung der nach der Tat gesicherten Spuren sowie die Suche nach Zeugen im Umfeld des Tatortes dauern derzeit noch an. Die Polizei sucht auch noch nach den beiden möglichen Zeugen, dem DLRG-Mitarbeiter, der die junge Frau aufforderte, aus dem Wasser zu kommen und dem mutmaßlichen Security-Mitarbeiter, der das Pärchen auf ihrem Weg zum Tatort angesprochen haben soll.

Wer weitere Hinweise auf die Tat oder den Täter geben kann, wird gebeten, sich bei der Potsdamer Polizei unter 0331-5508-1224 zu melden. Was insbesondere natürlich auch für die im Text angesprochenen Mitarbeiter des DLRG sowie den mutmaßlichen Wachschutzmitarbeiter gilt. (wsw)