Masterdestiller Michael Schultz wird „Genussbotschafter“

Masterdestiller Michael Schultz.

Werder (Havel), 7. Februar 2017 – Sein arbeitsreiches Jahr hat Michael Schultz mit einem Sonnenurlaub abgeschlossen. Gut erholt und gut gelaunt startet der Masterdestiller von der Glina Whisky Destillerie & Erlebniswelt in das neue Jahr, das nicht weniger arbeitsreich sein wird. Aber er wäre nicht Obstbauer Schultzens Sohn und lange genug im Geschäft, dass er das nicht wüsste. Eine angenehme Gelassenheit zeichnet ihn aus. Und die überträgt sich auf die Firma in Werders Ortsteil Elisabethhöhe.

„Adventszauber“ auf dem Siedlerhof war ein Erfolg

Der Weihnachtsmarkt, den die Familie im vergangenen Jahr erstmals auf auf ihrem „Schultzen’s Siedlerhof“ veranstaltete, war ein richtiger Erfolg. „Natürlich waren da erst einmal Zweifel, ob die Leute das hier annehmen“, blickt Michael Schultz zurück. Doch der gute Ruf der Weihnachtsmärkte, die in den Jahren zuvor auf dem Marktplatz der Insel organisiert wurden, ließen die Zweifel schnell verblassen. Die Menschen kamen zuhauf auf den Siedlerhof und waren begeistert. „Das machen wir auf jeden Fall wieder“, ist also die Schlussfolgerung nach dem Erfolg. „Eventuell gibt es dann auch eine kleine Bühne für Livemusik, vielleicht vergrößern wir das Angebot für die Kinder“, denkt Michael Schultz schon mal laut nach. Auf jeden Fall will er „unseren Gästen jedes Jahr aufs Neue schöne und vielleicht noch bessere Angebote machen“. Aber das nächste Weihnachtsfest steht verständlicherweise nicht ganz oben auf seiner Liste.

Zunächst wird Michael Schultz morgen als „Genussbotschafter“ des Verbandes pro agro gekürt. Neben dem meisterlichen Brenner von der Glina Whisky Destillerie unterstützen den Verband außerdem der erste Brotsommelier Brandenburgs-Berlin und Bäckermeister aus Bergholz-Rehbrücke Holger Schüren sowie Georg Rixmann, Landwirt von Rixmanns Hof in Linum. Auch Landrat Wolfgang Blasig wird morgen in Bad Belzig dabei sein, wenn pro agro die Preisträger des pro agro-Marketingpreises 2017 und die Genussbotschafter vorstellt.

„Genussbotschafter“ für den Verband pro agro

Unter dem schönen Jahresthema „Handgemacht – mit Lust & Liebe. Genuss made in Brandenburg“ will pro agro es auch in diesem Jahr wieder schaffen, die Regionen Brandenburgs zu stärken und Menschen für die Regionen zu begeistern, wie es der Verband formulierte. Dazu sind die Brandenburger Gastronomen, Handwerker und Produzenten der Regionen Brandenburgs als Unterstützer natürlich bestens geeignet.

Die drei Genussbotschafter füllen dabei bei ausgewählten Veranstaltungen die Idee „Regionalität“ mit Leben. Darüber hinaus unterstützen bei vielen verschiedenen Veranstaltungen im Land auch regionale Produzenten und Gastronomen die Leitidee.  Mit dem Jahresthema 2017„Handgemacht – mit Lust & Liebe. Genuss made in Brandenburg!“ werden die kommunizierten Angebote, Produkte und Menschen dahinter in einen neuen Kontext gestellt. Ob Direktvermarkter, handwerkliche Manufakturen oder Produzenten, sie alle sind wichtige Lieferanten für gastronomische Betriebe in der Region.

Genuss-Definition: „Wie das Getreide im Wind rauscht …“

Und Genuss kann Michael Schultz schön definieren: „Genuss bedeutet für mich, dass die Sinnesorgane zusammenspielen. Bei Führungen durch die Destillerie beispielsweise bitte ich die Gruppe am Feld um Ruhe, um zu hören, wie das Getreide im Wind rauscht. Das klappt – auch bei 20, 30 Leuten“, versichert er. „Als nächstes die Augen. Ich sehe unsere schöne Heimat. Wie gut wir das haben, die reine Luft, das gute Klima durch Wald, Feld und Wasser. Die Leute fühlen sich wohl hier. Dann kommt das Tasten. Mit der Hand über die Getreideähren streichen, die Fässer befühlen, das Glas heben. Riechen und schmecken folgen – das ist Genuss!“

Das sei gar nicht so schwer, betont Michael Schultz, das könne man auch zu Hause probieren, bei gutem Käse, Wurst oder einem guten Gläschen. Wer das bewusst mache, dem helfe das auch gegen den Alltagsstress. „Gegen die Flut von mobiler Telekommunikation, Internet und so weiter“, ist er sich sicher. „Das ist der Punkt, an dem man mal entfliehen kann. Ohne meine Felder, die Natur, würde mir in meinem Genuss etwas fehlen“. Nur durch diese starke Verbundenheit zur „Scholle“, zum Firmensitz, könne er mit dieser Leidenschaft arbeiten. Denn vor dem Genuss steht natürlich die Arbeit.

Regionalität leben

Die anderen beiden Genussbotschafter kennt er gut und arbeitet gern mit ihnen zusammen. Da kann er sich auch noch weitere Synergien vorstellen, möglicherweise neue Produkte, die man gemeinsam entwickelt. Denn bereits ohne Genussbotschafter zu sein, erfüllte Michael Schultz einen wichtigen Gedanken dieser Idee. Regionalität wird groß geschrieben. So bezieht er sein Bier vom Forsthaus Templin, das Brot von der Bäckerei Zillmann, das Fleisch von Joppe. (low)

Blick in die Destillerie von Michael Schultz.
Auch die Fässer werden bei den Rundgängen durch die Destillerie besichtigt.