Mediatoren jetzt mit Gütesiegel

Potsdam, 5. Juli 2017 – Die Weiterbildung zum Mediator, dem „professionellen Streitschlichter“, bekommt ab 1. September ein Qualitätssiegel. Wie die IHK Potsdam heute mitteilte, ergeben sich für praktizierende Mediatoren und Mediatorinnen dadurch zahlreiche Fragen: Wer kann sich „Zertifizierter Mediator“ nennen, muss man hierfür bestimmte Anforderungen erfüllen, gibt es Zusatzprüfungen oder eine Zertifizierungsstelle für Mediatoren, ändern sich die Mindeststandards bei der Durchführung und Dokumentation eines Verfahrens? Auf der kostenlosen Veranstaltung der IHK Potsdam am 12. Juli 2017 klärt Dr. Anja Köhler, Juristin, Mediatorin und IHK-Dozentin, nicht nur diese Fragen.

Wann: 12. Juli 2017, 18:30 bis 20:30 Uhr
Wo: IHK Potsdam, Bildungszentrum, Breite Str. 2 a – c, 14467 Potsdam

In nahezu jedem Unternehmen beeinflussen offene oder verdeckte Konflikte die Arbeitsabläufe. Das belastet personelle Ressourcen und kostet Geld. Unparteiische Vermittler, Mediatoren und Mediatorinnen, wie sie die IHK Potsdam seit 2006 qualifiziert, sind eine selbstbestimmte und gleichzeitig verbindliche Alternative zu Gerichts-, Schieds- und Schlichtungsverfahren.


Hintergrund
Das Bundesjustizministerium hat nun – vier Jahre nach dem Mediationsgesetz von 2012 – die Verordnung über die Aus- und Fortbildung von „Zertifizierten Mediatoren“ erlassen. Das bedeutet: Ab dem 1. September 2017 wird es den „Zertifizierten Mediator“ geben. Die Rechtsverordnung (abgekürzt ZMediatAusbV) zielt darauf ab, die Qualität der Mediationsleistungen und das Vertrauen der Verbraucher in Mediationsverfahren zu stärken.