Mein Werder (101): Thomas Walter Maria

Musiker Thomas Walter Maria. Foto: Sebastian Gabsch/privat

Kurz & knackig

Name: Thomas Walter Maria
Alter: 46
Wohnort: Werder (Havel)
Seit wann sind Sie in Werder zu Hause? – Seit 2010

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist eine Wohlfühloase, umgeben von ganz viel Wassser und Wald. Die Stadt hat freizeittechnisch sehr viel zu bieten: Es gibt sehr viele Sportvereine, ein kleines Theater (Comedie Soleil), ein Kino (SCALA Kulturpalast), diverse Restaurants und Cafés. Eigentlich alles, was eine kleine Stadt lebenswert macht.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns, wo?
Im Sommer die Uferpromenade auf der Insel (bei Esther „Zur gelben Ente“) und im Winter das „SCALA“.

Rummel oder Muckergarten – wo ist Ihr Lieblingsort auf dem Baumblütenfest?
Ganz klar die Obstplantagen. Es gibt nichts Schöneres als mit dem Fahrrad in die Obstplantagen zu fahren und dort zu picknicken.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin Musiker (Klarinette, Saxophon, Querflöte, Gesang), Komponist, Arrangeur und Dozent für Saxophon/Klarinette und Querflöte am Konservatorium Magdeburg.

Was würden Sie lieber machen?
Ich habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Zuerst habe ich in Leipzig Klarinette und Saxophon studiert, danach ging es als DAAD-Stipendiant zum Aufbaustudium nach Boston. Dann zog es mich für etliche Jahre nach Berlin, bis ich 2010 nach Werder kam.

 

Sie – ganz speziell

„Werder klingt“ – wir erinnern uns noch sehr gut an das einzigartige musikalische Festival mit wirklich hochklassiger Besetzung zum 700. Jubiläum im Scala Kulturpalast. Wie haben Sie das erlebt und wird es im nächsten Jahr eine Neuauflage geben?
In diesem Jahr ist es mir gelungen einen lange gehegten Traum zu verwirklichen: ein eigenes Musikfestival.
Mit „Werder klingt – Das Musikfestival der Blütenstadt“ entstand ein dreitägiges Festival für, ich nenne es Entertaintment-Jazz und artverwandte Musik. Der SCALA Kulturpalast erlebte mit dem Berlin Jazz Orchestra feat. Uschi Brüning und Ernst-Ludwig Petrowski sowie Thomas Walter Maria & Kapelle feat. Ruth Hohmann zwei historische Konzerte sowie ein wunderbares Kinderjazz-Konzert mit Jorinde Jelen und ihren Fresh Boys und zum Abschluss das Cristin Claas Trio. Etwa 600 Zuhörer aus ganz Deutschland waren zu Gast in Werder.

Dank des großen Erfolgs wird es im nächsten Jahr auch eine Fortsetzung von „Werder klingt“ vom 9. bis 11. März 2018 geben. Großartige Künstler wie u.a. Nathalie Kollo, Roger Pabst, die Jazzpolizei und das Alice Carreri Trio aus Dänemark werden dabei sein. Tickets kann man jetzt schon kaufen: im Scala in der Eisenbahnstraße, an allen Vorverkaufsstellen. Informationen auch hier auf der Internetseite des Scala.

Sie haben in Leipzig und Boston Musik studiert und sind auf Ihren Tourneen viel unterwegs – wie wichtig sind Einflüsse aus aller Welt? Haben Sie einen musikalischen Lieblingsort?
Es ist immer phantastisch aus verschiedenen Ländern die einheimische Musik aufzusaugen. Sei es der amerikanische Jazz, brasilianischer Bossa Nova, kubanischer Salsa, französischer Chanson oder nordische Folklore etc..

All diese Arten der Musik bereichern meinen musikalischen Horizont und in dieser Hinsicht bin ich sehr neugierig.
Was den Lieblingsort angeht, kann ich mich schlecht entscheiden. Es gibt so viele phantastische Orte.

Wann haben Sie mit der Musik begonnen, wie war das für Sie und wann meinen Sie, sollten Kinder mit einer musikalischen Ausbildung beginnen?
Ich war als kleiner Junge Sängerknabe in Dresden, habe dann mit 10 Jahren angefangen Klarinette zu lernen, mit 17 kam das Saxophon dazu und mit 26 die Querflöte. Seit etwa acht Jahren singe ich wieder leidenschaftlich gerne und auch das Arrangieren und Komponieren macht mir sehr viel Spaß.

Es gibt natürlich Kinder, die schon mit drei Jahren Klavier spielen. Das funktioniert, und wenn sie es von sich aus machen, ist das auch toll. Bei Blasinstrumenten (außer Blockflöte) kann man ab etwa acht Jahren beginnen.

Neben Ihrer eigenen Kapelle sind Sie auch in vielen anderen Formationen zu hören – mit wem spielen Sie am liebsten?
Highlights sind immer Auftritte mit dem „Berlin Jazz Orchestra“, dem „Cristin Claas Trio“ oder „Flamenco entre Amigos“. Am meisten spiele ich jedoch mit der „Papa Binnes Jazzband“, und das macht auch immer großen Spaß.

Wo sehen Sie sich in zehn und wo in zwanzig Jahren?
Wer weiß? Ich lass‘ mich überraschen.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten – welche wären das?
Mehr Nächstenliebe, viel größeres Umweltbewußtsein und weniger Neid für die Menschheit.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Sunny Rollins, eine Jazzlegende.

Welche Fragen würden Sie ihm stellen?
Was halten Sie von der heutigen Musik?

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Paul Kuhn ist für mich ein großes Vorbild, weil er ein toller Entertainer, großartiger Musiker und ein liebenswerter und bescheidener Mensch war.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie? Warum?
Ich mag so viele Filme und Serien, da kann man sich schlecht entscheiden. Aber ein Muss ist jedes Jahr um die Weihnachtszeit „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ .

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Glaube nicht. Oder vielleicht … ich glaube, ich bin ein guter Zuhörer.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Hannes Jaenicke „DIE GROSSE VOLKSVERARSCHE“

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Tiere sind toll.
Ich bin ein großer Hundefreund (je größer der Hund, desto besser), aber auch Katzenliebhaber, weil sie so herrlich egozentrisch sind.

Thomas Walter Maria bei der Arbeit. Foto: privat