Mein Werder (105): Christian Zube

Der Werderaner Christian Zube. Foto (5): privat

Kurz & knackig

Name: Christian Zube
Alter: 44 Jahre
Wohnort: Werder (Havel)

Seit wann sind Sie in Werder zu Hause? Schon immer. Ich bin ein Werdersches Kind.
Haben Sie Kinder oder möchten Sie gerne welche haben? Ich habe eine 14-jährige Tochter.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist die Perle im Havelland und im Frühling Obstweinhauptstadt Deutschlands.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin in der Stadtverwaltung tätig und kümmere mich um die IT-Ausstattung unserer fünf Schulen.

Was würden Sie lieber machen?
Nichts!

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder? Wo und warum?
Ich bin gerne im Garten hinter unserem Haus, denn es gibt immer etwas zu tun.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Rummel – auf unserer Bühne bei Fischer Mai mitten drin im Blütenfest und in Obstzüchtergärten gerne auch mal entlang des Panoramaweges bei Lindickes oder Fam. Wels oder Schulzens oder Fam. Lehnst! Mucker war übrigens einst ein Schimpfwort …

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Schwarze Johannisbeere und Mai’s Kirschwein.

Sie – ganz speziell

Sie sind Präsident des kleinsten Karnevalvereins der Stadt Werder (Havel) – wie klein ist er denn?
Wir haben 25 Mitglieder, davon acht auf der Bühne und der Verein ist sieben Jahre alt.

Wie und warum sind Sie denn „närrisch“ geworden?
Das habe ich sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen. Mein Opa Hartmut und meine Oma Waltraud haben sich seit der 2. Saison beim KCW eingebracht und so die ganze Familie mit ins Boot geholt. Als Sänger, Trainer, Büttenredner, Techniker, Tänzerin, Zeremonienmeister, Komponist und Redenschreiber … unsere Familie hat viele Talente.

Gibt es da noch Zeit für andere Hobbys – wenn ja, welche?
Ja. Ich betreibe als Hobby die mobile Discothek DISCOMANIA und bin dadurch schon viel in unserer Gegend herumgekommen.

Seit 2015 bin ich Mitglied des Kreistages für die CDU. Dort engagiere ich mich für unsere Stadt als stellvertretender Fraktionsvorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses. Vor kurzem hat mich der Kreistag als Vertreter in den Vorstand des Tourismusverbandes Havelland entsandt.

Ihre verschiedenen Veranstaltungen bei den Freuden des Frohsinns sind immer ausverkauft – was macht Ihr Programm so besonders?
Das besondere an unserem Programm ist wahrscheinlich die bunte Mischung und der traditionelle Veranstaltungsablauf. Als kleiner Verein können wir mit unseren Mitgliedern nicht alle Programmpunkte einer Karnevalsveranstaltung abdecken. Darum sind wir auf Hilfe von befreundeten Vereinen angewiesen. Wir fahren mit unseren Programmpunkten zu anderen Vereinen und umgekehrt bekommen wir Besuch. Das macht viel Spaß und sorgt für Abwechslung im Programm. Besonders ist auch, dass wir kein Prinzenpaar haben, auf das karnevalistische Hofzeremoniell jedoch nicht verzichten müssen.

Wann sind die nächsten Veranstaltungen?
28.04. Narrenblütenmucke Bühne bei Fischer Mai
29.04. Blütenmucke/ Village 19 Bühne bei Fischer Mai
30.04. Blütenmucke/ Village 19 Bühne bei Fischer Mai
01.05. Blütenmucke/ Village 19 Bühne bei Fischer Mai
05.05. Blütenmucke/ Village 19 Bühne bei Fischer Mai
15.09. 4. Oktoberfest
24.11. 8. Bliesendorfer Narrensitzung Schützenhaus

Alljährlich gibt es auch einen publikumswirksamen „Kampf“ um die Ehre, den Titel „Blütenkönig“ zu tragen – was passiert da und wann können wir das nächste Mal dabei sein?
In unserem Verein regiert der närrische Monarch Blütenkönig Klaus Büttner eigentlich auf Lebenszeit … wenn es da nicht diesen einen Termin im Jahr gäbe – D.F.d.F.s.d.B.. Immer am ersten Aprilwochenende treffen wir uns bei Fischer Mai mit vielen Freunden, Karnevalisten und Passanten. Dann heißt es wieder „Die Freunde des Frohsinns suchen den Blütenkönig“. Bei Sport und Spiel wie zum Beispiel Obstwein am Geschmack erraten, Einrad fahren, Sackhüpfen oder Weihnachtsbaumwettpflanzen muss sich unser Monarch beweisen. Im letzten Jahr war es verdammt knapp. Am  7. April 2018 ab 14 Uhr ist in Mai’s Fischstübchen auf der Insel an der Regattastrecke der nächste Wettbewerb.

Sind Sie mit dem Verein auch landes- oder bundesweit unterwegs?
Landes- und bundesweit. An diesem Wochenende sind wir zu Gast beim 111. Jubiläum vom Aachener Eulenspiegel. Wir waren auch schon in Köln und unserer Partnerstadt Oppenheim. Aber auch in Berlin, Falkensee, Glindow, Töplitz, Werder, Teltow, Rangsdorf, Potsdam, Groß-Glienicke oder Golzow kennt man die Freunde des Frohsinns.

Bei der IG Rosenmontag hat sich Ihr Verein zurück gezogen – warum?
Erstmal vorweg: Der Rosenmontag 2017 war eine schöne Veranstaltung. Nicht zuletzt, weil alles sehr professionell ablief. Für den Ablauf hinter und neben der Bühne, was viele gar nicht wissen, war hauptsächlich der KCW verantwortlich. Und das lief reibungslos, so dass die Akteure auf der Bühne es leicht hatten ihre Programmpunkte darzubieten.

So eine Veranstaltung hat jedoch auch immer etwas mit Finanzen und daraus resultierender persönlicher Verantwortung für die Akteure zu tun. Da kommen schnell mal ein paar tausend Euro zusammen. Es sind Versicherungen abzuschließen und Verträge zu machen. Darum war für uns die Frage wie der Veranstalter sich organisiert sehr wichtig. Im Vereinsrecht gibt es klare Regeln zur Verantwortungsteilung. Leider kam es nicht zur Gründung einer Interessengemeinschaft. Vom KCW wurde zwar ein Satzungsentwurf vorgelegt, auf deren Grundlage unser Verein sich einstimmig für die Fortführung der Beteiligung am Rosenmontag ausgesprochen hat. Es kam dann aber anders. KCW, GCC und TKC haben sich für die Gründung einer GbR als Veranstalter ausgesprochen. Das war mit unserem Beschluss aus der Mitgliederversammlung nicht zu machen. Karneval funktioniert aus meiner Erfahrung nur im Verein und nicht als Firma.

Wir haben angeboten uns weiter mit Programmpunkten am Rosenmontag zu beteiligen. Angesprochen wurden wir bisher nicht. Schade war auch, dass unser Schirmherr Walter Kassin öffentlich davon spricht, dass wir nicht verstanden hätten, was man unter Gemeinsamkeit versteht. Ich denke zu unseren Veranstaltungen, die er auch schon besucht hat, beweisen wir regelmäßig das Gegenteil. An vielen Sitzungen der AG Rosenmontag hat er aber gar nicht teilgenommen. Und dann sowas. Mehrere Gesprächsangebote von mir blieben durch ihn unbeantwortet. Das es dann noch Probleme bei der Abrechnung der Veranstaltung gab, die schnell beigelegt wurden, ist dann eine Randnotiz die mich in unserer Entscheidung bestätigt hat.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten – welche wären das?
Frieden, weniger Gerede hinter dem Rücken, Karneval

Was wir sonst noch wissen wollen …

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Horst Seehofer

Welche Fragen würden Sie Ihm stellen?
Mich würden seine Eindrücke bei den Sondierungsgesprächen zu Jamaika und der GroKo interessieren.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Keins. Ich lese lieber im Sitzen bei gutem Licht und dann meist Fachliteratur oder die Unterlagen des Kreistages. Da sind manchmal ganz schön dicke Wälzer dabei.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Unser Altbürgermeister. Auch wenn es Schwierigkeiten gibt, darf man sich nicht verleugnen und muss seinen Weg gehen. Ich finde er hat das als Bürgermeister immer wieder unter Beweis gestellt und zeigt das weiterhin in seinen Ämtern.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder –Serie? Warum?
Ich sehe gerne Science Fiction Filme. Am letzten Sonntag Star Wars VIII mit meiner Familie im Kino. Mir gefällt die Vorstellung, dass die Menschheit im Universum nicht allein ist.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Ich kann (wegen zu wenig Übung schlecht) Violine spielen.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ja. Ich mag beide! Unsere heißen Rocky (Hund) und Rambo (Kater). Rocky hat einen Migrationshintergrund. Er kommt aus Süditalien. In Italien ist Rocky ein beliebter Hundename. Der Kater ist ein Brandenburger, hat seinen Namen aber auch von Sylvester Stallone.