Mein Werder (106): Bart Desender

Kurz & knackig

Name: Bart Desender
Alter: 29
Wohnort: Phöben

Seit wann sind Sie in Werder zu Hause? Von 2009 bis 2013, jetzt wieder seit Februar 2017

Haben Sie Kinder oder möchten Sie gerne welche haben? Ich habe eine entzückende Tochter seit August 2017.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Hier hat man einfach jeden Tag das Gefühl man wäre im Urlaub.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin Bereiter auf dem Gestüt Bon Homme und bilde dort die mir anvertrauten Pferde aus.

Was würden Sie lieber machen?
Nichts, ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder? Wo und warum?
Keinen besonderen Lieblingsort, aber ich bin besonders gerne am Wasser.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Die Muckergärten sind gemütlich und laden zum Verweilen ein. Ich bin aber auch gerne auf der Festmeile bei guter Livemusik und netter Gesellschaft auf der Insel.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Sauerkirschwein.

Sie – ganz speziell

Bart Desender – das klingt fast wie ein Künstlername – vermissen Sie Belgien manchmal?
Belgien vermisse ich nicht unbedingt. Ich vermisse aber auf jeden Fall die belgischen Pralinen und die belgischen Pommes.

Was gefällt Ihnen besonders an Phöben?
Nicht nur, dass ich hier die Liebe meines Lebens gefunden habe, sondern auch den schönen Wald, den Wachtelberg, die Apfelplantagen und die Havel. Hier kommt einfach alles zusammen.

Wann begann Ihre Leidenschaft für Pferde?
Mit 10 Jahren. Meine Mutter wollte immer, dass ich mehr lese. Sie nahm mich mit in die Bibliothek. Ich musste mir ein Buch aussuchen. Es war ein Buch über Pferde. Ich verschlang das Buch und mein Interesse war geweckt. Nur kurze Zeit später hatte ich meine ersten Reitstunden.

Sie sind ein überaus erfolgreicher Reiter in der Dressur, im Springen und im Gelände – welche Voraussetzungen braucht es dafür und was machen Sie am liebsten?
Ich habe mich spezialisiert auf das Dressurreiten. Wichtig ist hierbei Selbstdisziplin, Gefühl und Einfühlungsvermögen für das Pferd.

Allerdings sind Sie für die vielen Turniere auch oft unterwegs – ist das anstrengend?
Nein, es ist nicht anstrengend. Es macht mir einfach Spaß, unterwegs zu sein. Ich kann auf Turnieren meine tägliche Arbeit überprüfen und sehe, ob ich mit dem Pferd in der Ausbildung auf dem richtigen Weg bin.

Für das Gestüt Bonhomme arbeiten Sie als Bereiter im Dressurbereich. Haben dort Sie ein Lieblingspferd?
Von einem Liebling kann ich nicht sprechen. Ich habe viele tolle und talentierte Pferde, die so unterschiedlich sind. Ich mag die Arbeit mit jedem einzelnen, mit ihren ganz unterschiedlichen Charakteren, Stärken bzw. Schwächen.

Morricone ist ihr Siegerhengst – was zeichnet dieses außergewöhnliche Pferd aus?
Morricone ist ein Pferd mit sehr viel Talent und einer guten Einstellung zur Arbeit.

Morricone - ein ganz besonderes Pferd.

Außerdem stellen Sie für das Gestüt bei Turnieren viele Pferde bei Dressurprüfungen vor – gibt es da den Lohn für die erfolgreiche Arbeit mit den Tieren?
Lohn in dem Sinne, dass ich hier die Arbeit meines täglichen Trainings überprüfen kann und dann dort mit Erfolgen belohnt werde. Außerdem steigt das Ansehen als Ausbilder und man sammelt Ranglistenpunkte.

Am 24. Februar findet auf dem Gestüt Bonhomme die Hengstvorführung statt – das ist wohl eher für Züchter gedacht. Aber im Juni gibt es das schon traditionelle Dressurfestival „Der Ritt um das Goldene Pferd“ und die Deutschen Meisterschaften Para Equestrian Dressage sowie das parallel verlaufende Dressurturnier sowie das Springturnier „Bonhomme open“. Hier sind alle Interessierten willkommen? Was erwartet die Zuschauer?
Jeder ist auf dem Gestüt Bon Homme willkommen. Das Gestüt lädt mit seinem besonders schönen Ambiente einfach zum Verweilen ein. Hinzu kommt Spitzensport mit internationalen Sportlern. Aber auch regionale Reiter haben die Möglichkeit, sich unter hervorragenden Bedingungen zu messen. Eine besondere Bereicherung ist seit einigen Jahren die Deutsche Meisterschaft Para Equestrian Dressage, wo Reiter und Reiterinnen mit Handicap hervorragende sportliche Leistungen bringen.
Aufwendig, mit sehr gutem Essen und mit viel Liebe zum Detail vorbereitet gehören die Turniere auf Bonhomme zu den Höhepunkten für das Publikum. Hier kann Jung und Alt, die ganze Familie, ob nun Pferdekenner oder nicht, bei schönster Atmosphäre erleben, was Reiter und Pferde leisten. Die Turniere sind einfach einen Ausflug wert.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Fällt mir leider niemand ein.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Zur Zeit Kinderbücher. Die Gutenachtgeschichten für meine Tochter.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Reitmeister Udo Lange, er hat unglaublich viele Pferde bis zum hohen Klasse ausgebildet und er genießt das Leben in vollen Zügen.  Er steht mir immer mit Rat und Tat zur Seite.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder –Serie? Warum?
Fast and the Furious – Action, Humor und schnelle Autos.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Kochen, wenn ich Zeit habe.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ja, auf jeden Fall. Ich mag aber lieber Hunde.