Mein Werder (107): Jörg Ritter

Jörg Ritter, Schulleiter des Ernst-Haeckel-Gymnasiums Werder, verabschiedet sich in den Ruhestand.

Kurz & knackig

Name: Ritter, Jörg
Alter: 63
Wohnort: Werder/OT Glindow

Seit wann sind Sie in Werder zu Hause? Seit 1957

Haben Sie Kinder oder möchten Sie gerne welche haben?
Meine Frau und ich haben zwei wunderbare Töchter, die sich ebenso tolle Männer gesucht und uns drei liebenswerte Enkelkinder geschenkt haben.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist ein beschauliches kleines Städtchen, in sehr erholsamer Symbiose mit der Natur bis in allen seinen Ortsteilen, eher ruhig und in angenehmer Entfernung zu den Metropolen Potsdam und Berlin gelegen, mit netten, zunächst zurückhaltend freundlichen, aber schlussendlich sehr herzlichen Menschen, die in besonderem Maße dem Obstbau und dem Karneval verbunden sind.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich gehe seit etwa 50 Jahren zur Schule.

Was würden Sie lieber machen?
Ferien

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder? Wo und warum?
Zu Hause ist’s am schönsten.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Selbstverständlich der Muckergarten z.B. Obsthof Wels in Glindow

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Kirsche, Erdbeere, Johannisbeere, Schlehe, Quitte, Birne, Pflaume, …

Sie – ganz speziell

Herr Ritter, Sie gehen in den – wie man so schön und richtig sagt – wohlverdienten Ruhestand. Abschied ist immer auch ein Neuanfang. Würden Sie diesen Satz bestätigen?
Nein, man setzt dann die Schwerpunkte anders und vor allen Dingen nach eigenen Wünschen.

Wo und wie begann eigentlich Ihre Laufbahn?
Ab 1979 Lehrer (Ma,Ph, ab 1988 auch As) an der POS Ernst Haeckel, ab 1988 stellv. Direktor an der POS Ernst Haeckel, ab 1990 Direktor der POS Ernst Haeckel, ab 1991 Schulleiter am Ernst-Haeckel-Gymnasium.

Und was planen Sie für die nächsten Jahre? Pflegen Sie Hobbys?
So manches, aber davon viel.

Das Gymnasium in Werder (Havel) hat sich in den vergangenen Jahrzehnten beachtlich entwickelt – dennoch gab es auch Probleme. Stundenausfall, beengte Räumlichkeiten. Was überwog – die Probleme oder die Erfolge?
Ganz klar die Erfolge. Ca. 1700 junge Menschen sind von Werder aus mit dem Abitur ins Leben gestartet und der Name von Werder wurde bis in die entlegensten Gegenden der Erde getragen. In Amerika weiß man kaum wo Europa liegt, aber in Auckland, Peking und Shanghai weiß man sehr genau wo Werder zu finden ist.

Woran erinnern Sie sich besonders gern?
Besonders gern an alle Erfolge. Z.B. die Entwicklung unseres Schulstandortes mit allen Neuerungen, die vielen sportlichen Erfolge unserer Schüler, die sehr erfolgreichen Schüleraustauschprogramme und die herzlichen Begegnungen mit unseren Partnerschulen, die zahlreichen Aktivitäten der Schüler und Lehrer in den unterschiedlichsten Bereichen (z.B. die tollen Theateraufführungen, die sehr schönen musikalischen Aufführungen (Musicals, Konzerte u.ä.), die zahlreichen und sehr erfolgreichen Wettbewerbsprogramme (Olympiaden, Vorlesewettbewerbe, Odyssey oft he Mind, Tage der offenen Tür, die sehr ansprechenden Frühlingsbälle, die Abiturfeierlichkeiten, die sehr niveauvollen öffentlichen Kolloquien und viele, viele andere mehr.

Und was waren die schlimmsten Momente für Sie als Direktor?
Die schlimmsten Momente als Schulleiter oder als Lehrer erlebt man, wenn Schüler durch Unfälle plötzlich aus dem Leben gerissen werden. Das ist leider dreimal der Fall gewesen.

Dem Gymnasium stehen erneut viele Bauarbeiten bevor – lange haben Sie auch darum gekämpft. Finden Sie das schade, dass Sie das nicht mehr begleiten können?
Das können andere auch. Es freut mich jedenfalls sehr, dass das hoffentlich bald geschieht und die großen Fest dann im eigenen Haus gefeiert werden können.

Auch bei Ihnen ist es sehr bemerkenswert, wie viele Namen von Schülerinnen und Schüler sie aktuell kennen, wie viele Namen sie von Ehemaligen noch wissen – wie machen Sie das? Ist das ein spezielles „Lehrer-Gen“?
Schüler sind in der Schule nun mal die Hauptdarsteller, wie im Film, da kennt man die Namen.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten – welche wären das?
Die müssen geheim bleiben, sonst gehen sie nicht in Erfüllung.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Paul McCartney

Welche Fragen würden Sie ihm stellen?
Keine. Ich würde seinen Liedern lauschen.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Viele, aber alle noch ungelesen.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Nein

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder –Serie? Warum?
Viele und in den meisten geht sehr viel kaputt.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Das können nur andere beurteilen.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Rottweiler mag ich sehr, das sind wirklich Hunde.

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