Mein Werder (118): Kerstin Hartleib (geb. Kowalski)

Kerstin Hartleib, zweifache Olympiasiegerin und mit vielen weiteren Siegen eine erfolgreiche Ruderin. In Werder (Havel) trainiert sie den Ruder-Nachwuchs. Alle Fotos: privat

Kurz & knackig

Name: Kerstin Hartleib (geb. Kowalski)
Alter: 42
Wohnort: Werder
Seit wann sind Sie in Werder zu Hause?
Seit 2006, ich lernte nach der Scheidung von meinem ersten Mann den Vater meiner Kinder kennen und der wohnte in Werder. Leider bin ich nun schon das zweite Mal geschieden, aber ich bin trotzdem glücklich hier.

Haben Sie Kinder oder möchten Sie gerne welche haben?
Ich habe 2 Kinder (Sohn und Tochter).

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist von viel Wasser umgeben, hier scheint immer die Sonne, es gibt viele Vereine und natürlich die Obstplantagen, eine tolle Gegend, um sich wie im Urlaub zu fühlen.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Mein Beruf ist Ergotherapeutin, ich arbeite in Beelitz-Heilstätten in einer Neurologischen Rehaklinik, auf einer Frührehastation. 

Ich versuche den Patienten (mit neurologischen Erkrankungen, wie zum Beispiel: Schlaganfällen, Hirnblutungen, Schädel-Hirn-Traumen …) so viel Selbstständigkeit und damit auch Unabhängigkeit wie möglich für ihren Alltag wieder mitzugeben.
Ergotherapie hat einen ganzheitlichen Ansatz. Wasch- und Anziehtraining, das Trainieren von Essen, Schlucken, Trinken, das Beüben von körperlichen Bewegungsabläufen, Kraft, Ausdauer, Koordination, Wahrnehmung gehören genauso zu meinem Aufgabenfeld, wie das Beraten und Anleiten von Angehörigen im Umgang mit dem Patienten. Ich arbeite auf einer Station mit 13 Patienten in einem interdisziplinären Team. (Pflege, Ärzte, Physiotherapeuten, Logopäden, Neuropsychologen, Physikalische Therapeuten, Sozialdienst, Musiktherapeuten…).
Es ist für mich die perfekte Arbeitsstelle. Ich bin sehr glücklich darüber, Menschen helfen zu können. Ich arbeite in einem Team, das fast wie eine Familie für mich ist und ich arbeite an einem historischen Ort in einem denkmalgeschützten Gebäude … und das jetzt schon seit mittlerweile 10 Jahren.
Außerdem habe ich zwei tolle Kinder …

Was würden Sie lieber machen?
Ich bin glücklich, so wie es ist.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder? Wo und warum?
Der Ruder-Klub Werder, weil ich mich hier zu Hause fühle.
Der Plessower See mit seiner Umgebung, hier finde ich Ruhe beim Wandern und im Sommer Spaß mit den Kindern beim Baden.
Die zahlreichen Spielplätze und Eisdielen und im Winter den Indoorspielplatz „Meer for Kids“, wo die Kinder beschäftigt sind und ich endlich mal in Ruhe mit meiner Freundin Sandy quatschen kann …

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Rummel mit meinen Kindern, das macht uns allen viel Spaß und natürlich Muckergarten: bei Familie Wache und Lindicke.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Schwarze Johannisbeere.

Sie – ganz speziell

Sie haben so große und wichtige Siege errungen – bei den Olympischen Sommerspielen 2000 und dann nach vier Jahren erneut haben sie mit dem Doppelvierer jeweils Gold erkämpft, viele weitere Medaillen holten Sie bei anderen Wettkämpfen, sie wurden mehrfache Weltmeisterin und waren schon Juniorenweltmeisterin – gibt es eine Medaille, die Sie besonders wertschätzen?
Die Olympischen Medaillen sind schon die wertvollsten. Es ist das Größte was man als Sportler erreichen kann, einen Olympiasieg. 2000 saß ich mit meiner Zwillingsschwester Manja in einem Boot. Es waren unsere ersten Spiele und das in Australien, wo gefühlt alle Menschen sportbegeistert waren. Da brauchtest du nur eine Akkreditierung um den Hals baumeln haben und schon wollten alle Autogramme.

Die Goldmedaille in Athen war so besonders, da meine Eltern an der Regattastrecke waren. Mein Vater war schwer krank und starb vier Wochen später. Dank der Kraft meiner Mutti haben sie die Reise trotzdem gemacht gehabt und das bedeutet mir sehr viel.

Wie sind Sie eigentlich zum Rudern und später an die Sportschule gekommen?
In der 4. Klasse kam ein Trainer vom Rudern zu uns in den Sportunterricht. Meine Schwester und ich wurden wegen unserer Körpergröße eingeladen. Ich kannte Rudern bis dahin gar nicht. Wir hatten vorher Volleyball gespielt, da unsere ältere Schwester Katrin das auch gemacht hatte. Aber Rudern machte uns deutlich mehr Spaß und so blieben wir. 

Meine erste Regatta ruderte ich tatsächlich auf der Föhse in Werder. Kreis-Kinder- und Jugendspartakiade. Ich wurde Dritte von dreien und bekam eine Medaille und einen Blumenstrauß und war total glücklich.

Für das Rudern war ich im Gegensatz zu meiner Schwester relativ klein (ich 1,76 sie 1,87), aber ich war trainingsergeizig, das machte mich irgendwann schnell. Vor der Aufnahme zur Sportschule mit 13 Jahren, gewannen meine Schwester und ich bei der letzten DDR Spartakiade drei Goldmedaillen und eine Silberne. Da kam man dann auch an mir nicht vorbei. Das erste Mal wurden auch „Kleinere“ genommen. Das Vertrauen zahlte sich ja dann später aus.

Wir sind dann 1989 an die Sportschule in Potsdam gekommen. Eine aufregende Zeit. Wir wohnten im Sportinternat und gingen in eine reine Rudererklasse. Trotz der Wende blieb es in unserem Trainingsumfeld stabil.

Besonders im Jahr 2000 war es ja toll. Sie siegten mit Ihrer Zwillingsschwester Manja, Meike Evers und Manuela Lutze im Doppelvierer mit einem Start-Ziel-Sieg und mit zwei Sekunden Vorsprung vor den britischen Ruderinnen – das ist doch mindestens eine Bootslänge, oder? Wie erinnern Sie sich an die letzten Sekunden des Rennens?
Ich war vor dem Rennen ziemlich aufgeregt. Durch den Sieg im Vorlauf hatten wir uns gleich fürs Finale qualifiziert. Der Vorlauf lief eigentlich nicht so gut. Also war das Selbstvertrauen nicht das Beste. Aber vom ersten Schlag an lief es im Finale echt super. Ich merkte, dass es klappen kann. Und das Gefühl blieb bis ins Ziel.
Es ist schon eine große Last gewesen, die ersten Spiele, ungeschlagen in der Saison – also als Favorit angereist und dann auch noch als eine junge Mannschaft. Das Publikum war Wahnsinn! Die Strecke geht über 2000 m und nach 500 m standen schon so viele Menschen am Rand, die die Boote angefeuert haben, das war eine Stimmung! Vor allem dann die letzten Meter. Das motivierte. Das Boot lief so gut durchs Wasser. Und wir ruderten den Sieg tatsächlich nach Hause. Ich war nur noch glücklich. Dann bin ich durchs Boot geklettert, meine Schwester saß hinten drin und ich musste sie unbedingt drücken. So einen Sieg mit der eigenen Schwester zu erringen ist echt das Größte.

Für uns Nichtruderer mit wenig Vorkenntnissen – hat man als Schlagfrau im Boot eine besondere Aufgabe?
Naja, man muss ein gutes Bootsgefühl haben. Wann läuft das Boot optimal. Wann kommt das Boot am besten vorwärts. Also setzte ich die Ruder (Skulls) im richtigen Moment ins Wasser, rolle ich mit dem Rollsitz in der richtigen Geschwindigkeit, so dass das Boot nicht abgebremst wird. Außerdem muss man die Gegner im Blick behalten, wann fahren die anderen Boote einen Spurt, die eigenen Spurts an der richtigen Stelle setzen. Aber eine gute Schlagfrau gibt es nur mit einem starken Team.

So viele Erfolge – irgendwann erwartete die Welt nur noch Medaillen von dem jahrelang ungeschlagenen Boot, in dem Sie als Schlagfrau saßen – wie geht man damit um?
Den Druck macht man sich ja selber. Das Training ist so umfangreich und anstrengend. Man hat viele Entbehrungen. Der Sieg ist alles – die Belohnung sozusagen, schon Silber wäre enttäuschend gewesen. Dadurch, dass wir zum Beispiel in der Saison 2000 schon alle Gegner bei den Weltcupregatten geschlagen hatten, wollten wir natürlich auch bei den Olympischen Spielen gewinnen.

Unsere Trainingsgruppe war sehr leistungsstark, wir haben schon in jeder Trainingseinheit das Optimale aus uns rausgeholt. Das macht stark. Und unsere Trainerin hat natürlich auch erkannt, wer sich auf welcher Position am besten einbringen konnte. Wir waren topfit und wenn man merkt, dass alles läuft, wächst man auch über sich hinaus. 

Ich konnte zum Beispiel vor so einem Rennen keine Interviews geben, das hätte mich echt noch mehr unter Druck gesetzt, aber Meike Evers konnte das wiederum sehr gut und so haben die Zuschauer vor den Fernsehgräten auch noch nette Geschichten über uns von dem Reporter erfahren.

2003 haben wir dann doch das erste Mal „verloren“. Der 3. Platz bei den Weltmeisterschaften war schon enttäuschend. Ich war in dem Jahr auch noch nicht ganz so fit. Hatte eine große Kieferoperation hinter mir,  aber ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Athen war das auch sehr motivierend, noch eine Schippe drauf zu legen. 

Sie saßen auch gern im Zweier, beispielsweise mit Kathrin Boron – welches Boot war Ihnen lieber?
Ich hatte schon im U23 Bereich internationale Siege im Zweier errungen. Aber dabei saß ich nie auf der Schlagposition. Das war neu für mich im Zweier mit Kathrin. Ich dachte im Frauenbereich könnte ich nur Vierer fahren, wäre für eine kleinere Bootsklasse nicht stark genug. Der Zweier lief aber wirklich gut und so wurden wir Weltmeisterinnen 2001 auf dem Rotsee in Luzern, auch noch eine meiner liebsten Strecken. Danach wurden wir sogar ins „aktuelle Sportstudio“ zum Interview eingeflogen. Was schon für Ruderinnen etwas Besonderes war.

Aber am wohlsten oder sichersten fühlte ich mich schon im Vierer.

Kerstin Hartleib mit Kathrin Boron. Foto: Olaf Möldner

Haben Sie noch Kontakt zu Ihren Ruderkameraden –  aus der Potsdamer Region kamen ja außerordentlich viele talentierte Sportlerinnen und Sportler?
Ich habe schon noch Kontakt, nicht zu allen. Ich habe aber einige Freundinnen, die wie ich gerudert sind, gerade hier in Werder und Potsdam, mit Sibylle Kumm-Kottke und Ulrike Hartmann. Über die ich auch den Weg zum Ruderklub in Werder gefunden habe.

Nach den Jahren des Leistungssports, des Ackerns und Kämpfens – ist Ihnen 2004 der Abschied nach 18 Jahren im Leistungssport leichtgefallen?
Das Training war sehr anstrengend und ich war an einen Punkt angekommen, an dem für mich klar war, noch ein Jahr Training schaffe ich nicht mehr. Ich wollte abends mal zur Disko gehen und nicht am nächsten Tag um 6.45 Uhr vor der Bootshalle stehen. Ich wollte mein Leben selbst bestimmen, neue Herausforderungen für mich finden.
Ich war 2004 über sieben Jahre in der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Potsdam. Hatte vorher eine Ausbildung zur Krankenschwester im Klinikum „Ernst von Bergmann“ gemacht. Ich bekam die Chance über den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr noch einmal eine Ausbildung zu machen. Ich wurde Ergotherapeutin an der Wannseeschule in Berlin. Und gleichzeitig begann ich die Kinder in Potsdam und Werder zu trainieren.

Mehr Zeit hatte ich nicht gewonnen in meinem Leben, aber ab da wieder das Gefühl selbstbestimmt zu agieren.

Rudern Sie noch? Wie oft steigen Sie ins Boot? Oder haben Sie andere sportliche Hobbys, bei denen Sie sich fit halten?
Oft steige ich nicht mehr ins Boot. Ich fahre einmal im Jahr auf eine Ruderwanderfahrt in den Unterspreewald. Dort wird in Gigbooten (breitere Boote als die Rennruderboote) einige Tage am Stück gerudert. Mit einer supernetten Frauenrudergruppe und ihrem Fahrtenleiter Andreas. Immerhin rund 70 Kilometer werden da gerudert und wir übernachten in einer Jugendherberge. Das findet dieses Jahr schon zum 15. Mal statt.

Dann werde ich einige Male im Jahr zu einem besonderen Achterrudern nach Berlin eingeladen, Walter Grimm (ein Ruderurgestein, schon über 80 Jahre alt) lädt dort immer erfolgreiche Ruderer ein. So etwas macht mir echt Spaß.

Und ich hoffe, dass ich in diesem Jahr wieder mehr in unserer Frauengruppe im Ruder-Klub zum Rudern komme.

Sonst bin ich doch nicht mehr so sportversessen. Ich kann zwar noch eine Stunde am Stück joggen, aber nicht mehr schnell.

Besitzen Sie noch die Briefmarken mit Ihrem Bild, die 2005 von dem privaten Postdienstleister Debex herausgegeben wurden?
Irgendwo habe ich die noch, ich glaube sogar die von der ersten Ausgabe. Die Briefmarken mussten nämlich neu gedruckt werden, da ein Bild verwendet wurde mit dem falschen Bootssponsor drauf.

Ihre Trainerin Jutta Lau – selbst als Ruderin erfolgreich und als erfolgreichste Rudertrainerin und Bundestrainerin weltberühmt – war einige Jahre in China als Trainerin. Haben Sie selbst nach dem von Ihnen gewählten Ende Ihrer Karriere darüber nachgedacht, als Trainerin ins Ausland zu gehen? Sie haben ja einen Trainerschein gemacht und sich in Ihrer Geburtsstadt Potsdam um den Rudernachwuchs gekümmert.
Für mich stand schon weit vor meinem Karriereende fest, das ich Kindern das Rudern beibringen möchte. Aber mir war auch klar, dass ich keine Leistungssportler trainieren könnte. Mir hätte die Härte gefehlt. Also wenn ein Sportler vor mir stehen würde und er meint heute kann er nicht trainieren, weil es ihm nicht so gut geht, hätte ich gleich gesagt, okay gehe nach Hause und ruhe dich richtig aus und dann guck mal, ob es nächste Woche wieder geht. Damit ist kein Blumentopf zu gewinnen. Da brauchst du schon härtere Trainer. Ich weiß noch, als mein Kaninchen gestorben ist und ich das nach der ersten Trainingseinheit an dem Tag von meinen Eltern erfuhr, da hab ich so geweint und konnte nicht mehr trainieren. Das hatte meine damalige Trainerin überhaupt nicht verstanden.

Sie sind jetzt für den Ruderklub Werder sehr aktiv. Besonders in der Nachwuchsarbeit ist Ihre große Erfahrung wichtig. Wie ist der Altersdurchschnitt Ihrer Schützlinge und worauf legen Sie da Wert beim Training?
Der Ruderklub Werder hat mit meiner Trainingsgruppe eine Besonderheit. Normal fangen Kinder mit 10 Jahren an zu rudern. In meiner Trainingsgruppe kann man schon mit sechs Jahren anfangen, Sport zu treiben. Aber nicht mit Rudern, das beginnt man tatsächlich erst mit 10 Jahren.

Bei mir steht der Spaß am Bewegen im Vordergrund, Koordinationsschulung. Erlernen von Sozialkompetenzen. Wir spielen viele Spiele, die Kinder lernen das Vereinsleben schon mal kennen. Immer freitags treffen wir uns 17 Uhr im Bootshaus. Nach uns trainieren dann die Männer des Ruderklubs. Dann können die Jüngsten gleich etwas lernen über den richtigen Umgang mit dem Bootsmaterial, sie sehen wie viel Spaß man in der Gemeinschaft haben kann und mir tut es auch gut, weil die Männer doch sehr herzlich sind.

Viele Sportler meiner Trainingsgruppen der vergangenen Jahre sind heute noch in unserem Verein. Das ist wichtig für die spätere Struktur des Ruder-Klubs. Wir legen einen guten Grundstein für die nächste Generation.

Taktik und Praxis – wie geben Sie Ihren Erfahrungsschatz weiter?
Der Rudersport hat mich sehr geprägt in meiner Entwicklung. Das Erlernen von Sozialkompetenzen im Umgang mit mir selbst, mit Anderen, Teamfähigkeit. Das kann man im Sport super gebrauchen, aber auch später im Berufsleben. Wenn ich davon etwas weitergeben kann, bin ich schon zufrieden.

Für die Theorie und Praxis haben wir ein super Trainerteam, meine theoretischen Kenntnisse reichen nicht mal aus, um einen vernünftigen Trainingsplan zu erstellen. Ich habe in meiner aktiven Zeit immer gemacht was mir vom Trainer gesagt wurde, da regt sich mein Schwager heute noch drüber auf, das ich nicht den Drang hatte zu begreifen, wann zum Beispiel eine Belastung Sinn machte.

Wann und woran erkennt man ein Rudertalent?
In erster Linie muss ein Kind Sport machen wollen. Das – finde ich – ist das Wichtigste. Es bringt nichts, wenn du als Trainer immer wieder von außen motivieren musst. Das geht noch in meiner Trainingsgruppe, aber dann nicht mehr. Das Kind sollte Ehrgeiz mitbringen. Klar wird immer von der Körpergröße gesprochen, aber das ist beim Talent nicht so ausschlaggebend. Ob ein Kind Körper-  und Bootsgefühl besitzt, sieht man schon sehr schnell, finde ich.

Wo können sich Eltern mit ihren Kinder melden, wenn sie sich für das Rudern interessieren?
Bei uns kann die ganze Familie rudern lernen. Unser Bootshaus befindet sich auf der Insel, Werderwiesen 18.
Die Kleinsten kommen freitags 17 Uhr zu mir.
Die Kinder ab 10 Jahren kommen samstags 9 Uhr und die Erwachsenen mittwochs 18 Uhr ins Bootshaus.
Trainingszeiten gibt es natürlich viel mehr und auch an anderen Tagen, aber für den Erstkontakt ist das der beste Weg.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten – welche wären das?

Frieden.

Dass es meinen Kindern immer gut geht.

(Den letzten und dringendsten Wunsch hat die Zeit leider überholt …)
Dass Brigitte Ahrenholz wieder da ist, ich vermisse sie sehr!

Was wir sonst noch wissen wollen …

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Da fällt mir jetzt keine ein, aber ich würde zum Beispiel gerne mal alle Personen sehen, die schon den 10-Euro-Schein aus meinem Portmonee in den Händen hatten.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Liebesromane, schon immer. Ich brauche da meine Traumwelt.
Dann das Buch „ Die Mutter meiner Mutter“ von Sabine Rennefanz, und natürlich Kinderbücher, im Moment alle Bücher von Cowboy Klaus.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Früher hatte ich natürlich im Sport meine Vorbilder. Thomas Lange (mehrmaliger Ruder Olympiasieger im Einer) fand ich immer großartig.

Heute finde ich gerade die Power der Frauen in meiner Familie sehr beeindruckend. Meine Oma die es nach dem Krieg, als 14-jährige, geschafft hat, ohne Eltern zu überleben und so unsere Familie weitergeführt hat. Meine Mutti, die drei Kinder (zwei davon Zwillinge) größtenteils alleine großgezogen hat, da mein Vati viel beruflich unterwegs war. Und so könnte ich es mit meinen Schwestern weiterführen …

Da bin ich echt sehr stolz drauf, auf die starken Frauen meiner Familie. Und wir erziehen auch großartige Jungs.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder –Serie? Warum?
Ich finde die ganzen James Bond Filme mit Daniel Craig Klasse, wahrscheinlich weil er meinem männlichen Idealvorstellungen zu entsprechen scheint. Und außerdem sind die Filme super gemacht, sie sind spannend und das Gute gewinnt immer.

Den Film Skyfall habe ich damals hochschwanger mit einer Freundin im Scala – Kino gesehen. Es war so laut, aber mein Sohn fand das eher beruhigend im Bauch.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Ich singe total gerne, bin aber nicht textsicher und die Melodie treffe ich auch nicht immer. Aber meine Kinder haben ihre Freude daran.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ich hatte eine Katze, die mir vier Tage nach der Beerdigung meines Vaters zugelaufen ist. Man sagt ja, Katzen sind Seelenfänger und er wusste, dass ich Katzen mag.