Mein Werder (12): Charleen-Luisa Scheufler

Name: Charleen-Luisa Scheufler
Alter: 18 Jahre
Wohnort/ Ortsteil: Groß Kreuz OT Bochow
Seit wann bist du hier zu Hause? – Seit 2003, davor habe ich in Berlin gewohnt.

Hast du Kinder oder möchtest du gerne welche haben? – Nein, aber wer weiß, was die Zukunft so mit sich bringt.

Was arbeitest/ machst du den lieben langen Tag?

Noch bin ich Schülerin und versuche mich momentan so gut wie möglich auf mein Abitur zu konzentrieren. Ansonsten verbringe ich meine Zeit entweder zuhaus, bei meinem Freund oder mit Freunden.

Was würdest du lieber tun?
An einem Strand liegen, die Seele baumeln lassen oder durch die Metropolen Europas reisen. Aber man kann ja nicht alles haben (leider, leider).

Wie würdest du Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist eine (Urlaubs-) Stadt, die es auf erstaunliche Art und Weise immer wieder schafft, jegliche Alters- und Interessengruppen zu verbinden. Besonders im Frühling oder Sommer und wenn die Kirschen in der Blüte stehen, ist die Stadt eine Oase für jedermann.

Was verbindest du mit Werder?
Natürlich meine Schulzeit, da ich sieben Jahre meiner Schullaufbahn auf dem Ernst-Haeckel-Gymnasium verbracht habe und diese nun mit einem hoffentlich gutem Abitur erfolgreich beenden werde. Außerdem natürlich – wie soll es auch anders sein – die Baumblüte. Ich liebe dieses Fest einfach und bereits im Winter packt mich oftmals schon die Vorfreude auf das nächste Jahr.

Hast du einen Lieblingsort in Werder? Wo und Warum?
Ich würde sagen mein Lieblingsort ist eine kleine Badestelle gegenüber der künftigen Therme in den Havelauen. Im Sommer lässt sich – für meine Begriffe – wirklich nirgends ein so idyllisches Fleckchen Erde in Werder finden.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist dein Lieblingsort auf der Baumblüte?
Definitiv Rummel. Wenn ich auf mein 10-jähriges Ich zurückblicke, das lachend und schreiend in der Sound Machine sitzt, lässt sich diese Frage eigentlich schnell beantworten. Mittlerweile ziehe ich jedoch auch die RBB-Bühne auf der Insel vor, wenn ich mir auch den ein oder anderen Abstecher zum Rummel nicht verkneifen kann.

Schauen wir mal ein bisschen über den Tellerrand. Was ist das Besondere an deinem Ortsteil Bochow?
Das Besondere liegt meiner Meinung nach in unseren Wäldern und alten Kirschplantagen. Muss man mal den Kopf freibekommen, ist ein Spaziergang oder ein Picknick dort genau das Richtige.

Marmelade oder Wein
Wein, auch wenn in manchen Situationen  jedoch die Marmelade die bessere Wahl gewesen wäre.

Obstbau hat in Werder Tradition. Habt ihr einen Garten? Mit Obstbäumen? Was macht ihr aus den Früchten, die ihr erntet?
Ja, wir haben einen großen Garten mit Teich, Pool und diversen Obstbäumen. Darunter Quitte, Kirsche, Pfirsich und ein paar Johannisbeersträucher. Entweder die Früchte werden direkt auf den Sonnenliegen im Sommer verputzt oder wir kochen Marmelade daraus. Die Pfirsichmarmelade meiner Mutter ist der Wahnsinn.

Welche ist deine Lieblingsjahreszeit in Werder? Warum?
Der Sommer, obwohl ich eher ein Winterliebhaber bin. Warum lässt sich einfach sagen, ich liebe die Kirschblüten und dass das Dolce e Gelati auf der Insel wieder öffnet.

Fallen dir drei positive Eigenschaften eines Werderaners ein? Welche?
Spontanität, Offenheit und Begeisterungsfähigkeit

Wo muss ein Besucher der Stadt unbedingt gewesen sein?
Jeder sollte mal durch die kleinen Gassen der Insel und an der Regattastrecke entlang spaziert sein.

Liebst du Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Hund. Katzen mögen mich generell eher weniger, vielleicht weil wir von der Engstirnigkeit her gar nicht mal so unterschiedlich sind.

Welches Buch liegt auf deinem Nachttisch?
Die Physiker von Dürrenmatt. Eines der besten Bücher, die ich je lesen durfte.

Hast du einen Lieblingsfilm oder -serie? Warum?
Ich bin eigentlich kein großer Fan von Serien, aber „Reign“ finde ich sehr gelungen. Das ist eine Serie, die in der Zeit der Könige in Europa spielt.

Was müssen wir noch von dir wissen? Ehrenämter, Vereine…
Ich bin Mitglied der PETA und engagiere mich gegen Tierversuche in Kosmetika, Tierquälerei weltweit, besonders in „Sea Life“- und Wasserparks sowie gegen Zirkustierhaltungen. Tiere liegen mit sehr am Herzen und deswegen möchte ich versuchen, ihnen soweit es mir möglich ist zu helfen, schließlich haben sie keine Stimme, die sie erheben können. Also müssen wir es für sie tun.

Du hast bald dein Abitur in der Tasche. Wo zieht es dich dann hin?
Ich werde danach erstmal eine Weile arbeiten, um mir eine finanzielle Grundlage zu schaffen. Danach hatte ich vor, ins Ausland zu gehen. Indonesien ist momentan mein Favorit. Jedoch möchte ich nicht über eine Organisation dorthin, sondern eher Backpacker-mäßig, auf eigene Faust. Mal sehen, was ich danach mache.

In „Leben, Lieben, Lachen“, der Revue, die du gemeinsam mit dem Theaterkurs deiner Schule auf die Bühne gebracht hast, hast du eine russische Partyqueen gespielt. Typisch in Glitzerkleid, Fellmantel und russischem Akzent. Wie kam es dazu`Hat dieser Charakter etwas gleich mit dir?
Olga ist ein sehr extrovertierter und lebensfreudiger Charakter, genau in diesem Punkt gleichen wir uns. Obwohl es mich schon etwas Überwindung gekostet hat, mich in einem Paliettenkleid vor die Menge zu stellen, bin ich letztendlich froh darüber, mir diese Rolle entwickelt zu haben. Olga entstand eigentlich aus dem einfachen Prinzip, dass ich auf keinen Fall singen wollte. Also dachte ich mir den bestmöglichen Grund aus, meinen Text eher zu sprechen. Dies ging für mich am besten mit einem Akzent. Ich habe diese Vorurteile Russen gegenüber aufgegriffen und sie in meiner Rolle als Olga übertrieben versucht darzustellen. Besonders durch die Kleidung und die Gesten. Jetzt, im Nachhinein wünschte ich mir, dass ich manchmal etwas von Olgas Mut in meine tatsächliche Persönlichkeit bringen könnte, aber vielleicht werde ich daran in meiner Zeit im Ausland arbeiten.

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