Mein Werder (122): Gunter Schinke

Sonntagsfragebogen Gunter Schinke. Foto: wsw

Kurz & knackig

Name: Gunter Schinke
Alter: 62
Wohnort: Petzow

Seit wann sind Sie in Werder zu Hause?  1983 

Haben Sie Kinder oder möchten Sie gerne welche haben?
Ich habe drei Kinder und bisher drei Enkel. Der vierte ist unterwegs und sollte in ein paar Tagen da sein.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder (Havel) ist eine der schönsten Städte in Brandenburg und Deutschland. Die Insel ist immer für Erkundungen gut. Es gibt so viel zu entdecken, dass man bestimmt mehrere Tage braucht. Ein Blick von der Bismarckhöhe und jeder wird begeistert sein. Natürlich schwärme ich für meinen Werderaner Ortsteil Petzow. Wo ist Brandenburg schöner? 

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin Geschäftsführer im KiEZ Inselparadies in Petzow. 

Was würden Sie lieber machen?
Ich denke, dass ich mit dieser Arbeit voll ausgelastet bin. Es ist die Arbeit, die mir (fast) immer Spaß macht.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder? Wo und warum?
Der Petzower Schlosspark. Wenn man sich genügend Zeit nimmt, kann man sehr viel entdecken. Die Sichtbeziehungen zwischen der Landschaft und den Bauten sind wahre Kunstwerke von Lenné und Schinkel.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Eindeutig Muckergarten. Wo? Da wo es wirklich hausgemachten Obstwein gibt. Wo ich da hingehe, entscheide ich meistens spontan.

Und welchen Obstwein bevorzugen Sie?
Schwarze Johannisbeere.

Sie – ganz speziell

Wie lange sind Sie schon Stadtverordneter in Werder (Havel) und wie kam es dazu?
2012 bis 2014 und seit 2017.
Schuld ist das Bad. Ich habe immer geschimpft, dass es so viele  Gegner gab. Da hat meine Frau gesagt, mecker‘ nicht rum, sondern tu was, dass das auch gebaut wird.
Und letztlich denke ich, dass es mehr Menschen geben sollte, die sich um ihre Heimat und die Menschen kümmern. Darum bin ich schon immer politisch aktiv.

In welchem Ausschuss arbeiten Sie mit und was wollen Sie da bewegen?
Ich bin Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses und passe da auf, dass das Geld der Werderaner auch gut verwaltet wird. Außerdem bin ich im Bauausschuss. Hier liegt mir der Bahnhof und sein Umfeld besonders am Herzen. Es muss endlich eine Lösung für unser Tor nach Werder gefunden werden.

Erzählen Sie uns doch bitte, welche Aufgaben Sie als Geschäftsführer des Inselparadieses Petzow haben.
Ich bin verantwortlich, dass alles funktioniert. Ich muss schauen, dass wir immer genügend Gäste haben und diese auch gut betreut und bewirtet werden. Natürlich auch, dass das Geld gut verwaltet wird. Die Mitarbeiter müssen angeleitet und eingeteilt werden. Leider fehlen uns oft welche und da muss man dann auch mal improvisieren und hier und da mit aushelfen.

Eine große Aufgabe ist es, das KiEZ immer weiter zu entwickeln. Leider werden uns immer wieder Steine in den Weg gelegt. Das Land Brandenburg will kein Geld für die KiEZe investieren und so muss ich immer sehen, wie wir das Geschäft am Laufen halten können.

Da ich ja mal Lehrer war, macht mir die Arbeit mit den Kindern sehr viel Spaß. Wenn ich mal genug vom Büro habe, mache ich auch gern mal eine Veranstaltung mit den Kindern und in der Weihnachtszeit sogar als Weihnachtsmann.

Wie viele Kinder waren denn im vergangenen Jahr da?
Wir hatten ca. 8000 Kinder und damit ca. 27000 Übernachtungen. (Immerhin 10 Prozent der ganzen Stadt Werder.)

Und welche Angebote gibt es in diesem Jahr, welche sind die Highlights der Saison?
Unsere Angebote haben sich bewährt und werden eigentlich jedes Jahr verbessert. Ein Höhepunkt wird  sicher wieder das Circusferiencamp sein. 

Sind da auch Angebote für die Kinder aus der Umgebung dabei?
Ja. Neu in unserem Angebot ist der „FLIP – Club“. Das ist ein Angebot zur Tagesbetreuung für Kinder, die nicht ins Ferienlager fahren (wollen), aber wenn Mutti und Vati arbeiten sind, auch betreut werden wollen.

Aber auch private Leute, Vereine oder Firmen sind bei Ihnen willkommen? Welche Angebote gibt es da?
Private Leute kommen meistens für Familientreffen und nutzen unsere kleine Klubgaststätte. Vereine kommen zu den unterschiedlichen Trainings- und Probenlagern um mal ein ganzes Wochenende ihren Interessen nachgehen zu können und sich besser kennenzulernen. Firmen kommen nicht so oft, da muss erst unsere „Hardware“ besser werden.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten – welche wären das?

  1. Dass es endlich friedlich auf der Welt zugeht und kein Kind mehr Krieg erleben muss.
  2. Politiker die nicht nur kluge Reden halten, sondern uns bei der Finanzierung unseres KIEZ Inselparadies unterstützen, damit wir endlich auf einen modernen Stand kommen.
  3. Dass sich mehr Menschen um andere Menschen kümmern und bei Problemen nicht wegschauen.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Karl Marx

Welche Fragen würden Sie ihm stellen?
Warum das so schief gelaufen ist mit dem Sozialismus.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Ken Follett „ Das Fundament der Ewigkeit“

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Natürlich meine Eltern. Sie waren so einfache Menschen und waren doch glücklich. Für mich und meine zwei Geschwister haben sie alles getan.

Meine alten Lehrer, Herr Glaubitz und Herr Kannegießer aus Delitzsch. Sie haben mich gut aufs Leben vorbereitet und in den ersten Arbeitsjahren toll unterstützt.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder –Serie? Warum?
Die „Olsenbande“. und „Ein Herz und eine Seele“. Guter Humor und für mich Entspannung. Schade, dass es sowas kaum noch gibt.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Es ist wahrscheinlich so verborgen, dass ich es noch nicht gefunden habe.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ja, selber habe ich aber keine nur ein paar Kois in meinem Gartenteich.