Vielfältige Keramik.

Name: Gabriele Karele

Alter: 50

Wohnort/Ortsteil: Werder, Hoher Weg

Seit wann sind Sie in Werder zu Hause?

Seit 1995

Haben Sie Kinder oder möchten Sie gern welche haben?

Ich habe einen 14-jährigen Sohn.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?

Seit über zehn Jahren bin ich freiberuflich künstlerisch tätig. Mein Atelier habe ich in Werder, Hoher Weg 12.

Ich gebe für Erwachsene und Kinder in meiner Werkstatt, im Kunsthof Glindow und seit einiger Zeit im orphee-Verein in den Havelauen Keramik- und Malkurse, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Die Kinder kennen mich auch von den Keramik- und Kunstkursen, die ich seit vielen Jahren in der Inselschule Töplitz und der Karl-Hagemeister-Grundschule leite, sowie aus den durchgeführten Kunst-Workshops in den Ferien.

Wenn man gern mal einen kreativen Kindergeburtstag in Werder mit Töpfern oder Filzen erleben möchte, kann man sich gern bei mir anmelden (karelis@online.de).

In den letzten Jahren konnte ich durch meine künstlerische Arbeit an mehreren internationalen Erfahrungsaustauschen teilnehmen. So hat mir die Stadt Werder unter der Koordination des Kurators der Stadtgalerie, Frank W. Weber, schon zweimal die Teilnahme eines internationalen Pleinairs mit Künstlern unserer Partnerstädte hier in Werder ermöglicht und Malreisen führten mich in unsere Partnerstädte Birzai in Litauen, nach Oppenheim, Ingelheim und nach Krasnojarsk in Sibirien.

Was würden Sie lieber machen?

Eigentlich bin ich ganz zufrieden mit dem, was ich mache. Es gefällt mir, mein Wissen und meine Ideen in den Kursen einzubringen und ich profitiere auch von meinen Kursteilnehmern. Auch das Arbeiten mit den Kindern in der Schule macht mir Spaß. Im Moment hätte ich gern noch mehr Zeit für eigene Projekte. Aber diese kann ich ja dann in den Sommerferien verwirklichen.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?

Werder ist für mich eine Stadt zum „Urlaubmachen“. Schon früher in meiner Kindheit hat es mir gefallen, wenn wir mit dem Auto meiner Eltern über die große Autobahn-Brücke gefahren sind und ich über die Havelseen-Landschaft blicken konnte.

Gern laufen wir zum Entspannen am Wochenende die „Inselrunde“ und schauen in die schmuck renovierten Ecken der Altstadt.

In Werder kann man sich erholen, man hat aber auch alles zum Leben wie Geschäfte, Post, Grund- und weiterführende Schulen in unmittelbarer Umgebung. Und wenn man neben der Kultur, die hier in Werder geboten wird, noch mehr sucht, so ist man in einer halben Stunde in Potsdam oder Berlin.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder? Wo und Warum?

Außer in unserem Garten sitzen wir gern auf dem Steg vom Restaurant „Arielle“ oder auf dem Weinberg und schauen in den Sonnenuntergang. Im Sommer nutzen wir auch die unterschiedlichen Badestellen.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?

Also, wir laufen auch durch die Innenstadt. Unser Sohn möchte ja auch mit den verschiedenen Karussells fahren. Lieber sitzen wir aber hier im Hohen Weg in den Obstgärten am Abend und genießen die ersten warmen Abende und blühenden Obstbäume. Leider konnten wir noch nicht die in den verschiedenen anderen Ortsteilen gelegenen Obsthöfe mit dem Fahrrad anfahren, da ich mein Atelier während der Baumblüte auch „geöffnet“ halte.

Welche ist Ihre Lieblings- Jahreszeit und warum?

Am liebsten mag ich den Frühling und Vorsommer, wenn es noch nicht zu heiß ist. Im Sommer ist dann schon im Garten alles so ausgetrocknet, da es in Werder so wenig regnet. Wenn die Boote mit den Wassertouristen unterwegs sind, hat man in den letzten Jahren schon den Eindruck, man ist irgendwo in Italien unterwegs.

Das gute Wetter im Sommer nutze ich gern zur Freiluftmalerei. Gern male ich die Wasserspiegelungen der Havel. Die Heilig-Geist-Kirche und die Windmühle bieten eine schöne Kulisse.

Wo muss ein Besucher unserer Stadt unbedingt gewesen sein?

Oh, da gibt es viele schöne Orte. Einige wie die Insel mit dem Marktplatz und netten Restaurants und Cafe`s, sowie den Weinberg habe ich ja schon erwähnt. Einen guten Ausblick hat man von der Bismarckhöhe aus auf die Stadt.

Ruhe suchen wir auch im Park Petzow. Von dort aus kann man nach einem etwa einstündigen Spaziergang am Ufer des Glindower Sees die Ziegelei in Glindow erreichen. Gern laufen wir außerdem außen um den Golfplatz in Kemnitz eine Runde. Die wechselnden interessanten Ausstellungen in der Stadtgalerie Kunstgeschoss im Schützenhaus sollte man sich ebenfalls nicht entgehen lassen.

Werderaner oder Werderscher?

Ich bin schon „Werderanerin“ als Zugezogene. Ich kann aber sagen, dass Werder zu meiner Heimat geworden ist. Ich bin ja auf Umwegen hierhergezogen.

Werder ist verkehrstechnisch auch gut angeschlossen, was sich für uns als großer Vorteil erweist. Da mein Mann aus Lettland kommt, sind wir mehrmals im Jahr in seiner Heimat. Wir benötigen für die Autofahrt etwa 14 bis 15 Stunden von „Haustür zu Haustür“. Es ist gerade so an einem Tag zu bewältigen.

Marmelade oder Wein?

Die Marmelade, die ich selbst koche oder auch von Bekannten geschenkt bekomme, hat den Vorteil, dass man sie das ganze Jahr über genießen kann.
Obstwein trinke ich eigentlich nur zur Baumblüte. Dann schmecken mir die Sorten Rhabarber und Sauerkirsche am besten. Lieber mag ich sonst einen gekühlten Riesling.

Obstbau ist in Werder Tradition. Haben Sie einen Garten? Mit Obstbäumen?

Wir haben einen Garten mit einigen älteren Obstbäumen. Mein Sohn mag gern das Kompott von unserem Glaskirschenbaum. Die Äpfel und Birnen essen wir so frisch vom Baum. Für die vielen Walnüsse suchen wir jedes Jahr Abnehmer. Eine Faltkiste geht auch immer nach Lettland, wo es zwar Nussbäume gibt, die Nüsse aber nicht ausreifen. Der Gärtner ist in unserer Familie eher mein Mann. Er hat vor einiger Zeit gerade einen neuen Apfel- und Pflaumenbaum gepflanzt.

Haben Sie ein verborgenes Talent?

Ich denke, mein verborgenes Talent setze ich gerade in meiner Arbeit um. Mein eigentlicher erlernter Beruf ist Bauingenieur. Aus einer Liebelei für die Kunst ist in den letzten Jahren mein Beruf geworden. Mal sehen, wohin es in den nächsten Jahren noch geht …

Wenn Sie jemanden kennen, der hier unbedingt mal vorgestellt werden sollte, schreiben Sie uns doch eine Email an info@wirsindwerder.de