Mein Werder (36): Olaf Baden

Olaf Baden. Foto: privat

Kurz & knackig – Über Sie:

Name:    Olaf Baden

Alter:  60 Jahre

Wohnort/Ortsteil: Glindow

Seit wann sind Sie in Werder zuhause?   – Seit 1989

Haben Sie Kinder oder möchten Sie gerne welche haben?
Ja, wir haben zwei Söhne und wir sind sehr stolz auf sie.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Wenn es die Zeit erlaubt, fahre ich morgens mit dem Rad durch das schöne Havelland und kümmere danach um meine Sprachaufträge.
Da geht es manchmal nach Leipzig, Berlin oder nach Hamburg.

Was würden Sie lieber machen?
Ich bin mit meinem Beruf zufrieden.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder liegt vor der Toren Berlins im Südwesten. Man hat hier alles was man braucht: Traumhafte Landschaft, Seen, Radwege, Obstplantagen, bodenständige Leute und eine gute Verkehrsanbindung zur Haupstadt.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder? Wo und Warum?
Ja, habe ich, das ist der Fuchsberg in Glindow. In der Nähe der ehemaligen Telegraphenstation hat man einen super Blick auf Werder und die Region. Für mich ein Kraftpunkt, dort kann man seine Seele baumeln lassen.

Welche ist Ihre Lieblings-Jahreszeit und warum?
Der Sommer. Klasse zum Radeln und zum Ernten.

Wo muss ein Besucher unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Für mich ein Geheimtipp, habe ich erst spät entdeckt. Mitten in der Stadt, ein Weinberg, am Wachtelwinkel. Tolles Panorama und super Weinfeste!

Sie sind die wohl berühmteste Stimme Werders. Werden Sie hier oder anderswo an Ihrer markanten Stimme erkannt?
Eher weniger. Hier in Werder bin ich Werderaner. Erst am Mikrophon verwandele ich mich dann zum professionellen Sprecher.

Sie waren fast zehn Jahre die Stimme bei der ARD-Doku-Soap „Panda, Gorilla & Co.“, wir kennen Sie seit vielen Jahren als die Stimme bei „Fakt“, Sie sind die Off-Stimme vieler großer Veranstaltungen im TV, Sie sprechen Werbung, Reportagen, Dokumentationen, Hörbücher – Welche Arbeiten machen Ihnen besonders viel Spaß?
Bei den Fernsehsendern und bei den Sprecheragenturen in Deutschland bin ich bekannt. Da gibt es oft Castings wie beim Schauspiel. Wenn eine seriöse Stimme gesucht wird, die auch Emotionen transportieren kann, dann habe ich gute Chancen, den einen oder anderen Auftrag zu bekommen. So war es bei der Dresdner Bank, so ist es aktuell gerade bei Casper.com und so war es auch bei „Panda, Gorilla & Co.“ Wenn man sein Handwerk kann, dann sind die Dinge gar nicht mehr schwer, dann fließt einem alles leicht von der Hand. In meinem Job hatte ich eigentlich immer eher logistische Probleme. Von einer Stadt in die andere Stadt und das auf die Minute genau. Das war nicht immer leicht. Gerade habe ich zuhause ein sehr schönes Hörbuch produziert: „Vom Weihnachtsmann, der an zwei Ecken zugleich stehen kann.“ Sehr schöne Geschichte. Sehr rührend. Da habe ich versucht alles in die Stimme reinzulegen, was mir im Moment möglich ist. Ich glaube, die Geschichte wird vielen Menschen gefallen.

Was wir sonst noch wissen sollten . . .

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ja, ich liebe Erdmännchen. Wenn ich in einem Zoo bin , bleibe ich bei ihnen immer besonders lange stehen. Die Tiere sind sehr „familienverbunden“. Einer ist für den anderen da.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Es gibt so viele kluge Leute, von denen man etwas lernen kann. Einige leben schon lange nicht mehr, wie zum Beispiel Hildegard von Bingen. Vieles von ihrem Wissen ist Gott sei Dank in Büchern erhalten geblieben … Also Pflanzen und Heilkräuter. Das ist schon spannend. So eine Wanderung über Wildkräuter würde ich auch gern mal mitmachen. Vielleicht bietet ja jemand so etwas an? Vielleicht im Wald hinter Bliesendorf, da wo hoffentlich keine Windräder hinkommen werden!  Dort spazieren zu gehen und Pilze zu sammeln ist immer sehr schön für mich.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Jan Becker „Du kannst schaffen, was Du willst“.  Es geht da um unser Unterbewusstsein, um Hypnose. Habe mir mal bei Youtube einiges über ihn angeschaut. Ist schon irre. Gute, schnell wirkende Entspannungstechniken kann man von ihm lernen.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
In meiner Jugend hatte ich Vorbilder. Meist waren es Schauspieler oder Sprecher. Die wollte ich kopieren. Das gelang aber nicht. Hundertmal habe ich mir Aufnahmen von ihnen angehört und wollte es genau so können wie sie. Es ging nicht. Heute, 40 Jahre später, habe ich meinen eigenen Stil. Da muss ich auch nicht mehr üben. Das Unterbewusstsein stellt einem das zur Verfügung, womit man es jahrelang gefüttert hat. Ein berühmter Mensch hat einmal gesagt: Alles, was Du 10 Tausend Stunden in Deinem Leben immer und immer wieder gemacht hast, das kannst Du dann. Und so ist es.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie? Warum?
Mein Lieblingsfilm ist:„Man nannte ihn Hombre“. Ein Western mit Paul Newman. Damals war ich 14, als ich ihn sah. Solche Filme liebe ich. Lange Filmeinstellungen, keine schnellen Schnitte, reduziertes Spiel der Schauspieler, einprägsame Synchronstimmen. Einfach authentisch und glaubwürdig.

Haben Sie ein vielleicht noch verborgenes Talent?
Ja, vielleicht. Seit einem Jahr bin ich unter die Bäcker gegangen. Dinkelbrötchen kann ich schon. Sind ganz schnell ausverkauft, in der Familie.

Hörproben:
hbuch_nachtigal.mp3





Die Internetseite mit vielen Informationen und weiteren Hörproben von Olaf Baden finden Sie hier.