Mein Werder (60) Rene Marquardt

Kurz & knackig

Name: Rene Marquardt bekannt als „Remi“
Alter: 47
Wohnort / Ortsteil: Werder
Seit wann sind Sie in Werder zu Hause?
Ich bin tatsächlich ein Ureinwohner und bin hier seit gestern genau 47 Jahre zu Hause. Geboren bin ich in Potsdam, aufgewachsen in der Eisenbahnstraße gleich hinterm Scala Kino. Der Hang war schon damals ein Garten in dem ich schon als kleiner Pimpf in den Obstbäumen herumgeklettert bin.
Haben Sie Kinder oder möchten Sie gerne welche haben?
Ich habe keine eigenen Kinder und jetzt ist es wohl auch zuspät, obwohl man das ja heute nicht mehr so eng sieht mit dem Alter 🙂

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Ein wunderschönes Urlaubsziel, in das man sich verlieben kann. Die Inselstadt ist natürlich eines der Highlights, wobei auch der Rest unserer Stadt und das Umland viel zu bieten haben.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder? Wo und warum?
Am liebsten bin ich im Arielle auf der Insel. Hier findet einmal die Woche unser Stammtisch statt. Zwischen Fischergeist und Fisch-Chips treffen sich hier alteingesessene Werderaner. Es gibt eigentlich immer was zu erzählen und man bringt sich gegenseitig auf den neusten Stand. Die meisten Stammtischler sind so wie ich selbstständig und man schaut ob und wo man sich unterstützen kann. Im Sommer ist das natürlich besonders schön, wenn wir auf der Schwimmplattform sitzen und einfach mal die Seele baumeln lassen. Jeder der Werder besucht, sollte hier zumindest im Vorbeigehen mal ein Fischbrötchen auf die Hand mitnehmen.

Rummel oder Muckergarten? Wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Beides! In den Muckergärten erlebt man das ursprüngliche Flair der Baumblüte. Ein Weinchen unter den blühenden Bäumen ist einfach ein Muss.Trotzdem möchte ich auch den Trubel in der Innenstadt nicht missen. Ein bisschen Action muss auch mal sein.

Was arbeiten / machen Sie so den lieben langen Tag?
Meine handwerkliche Begabung ausüben. Nach meiner Bauarbeiterlehre war ich zunächst als Maurer angestellt. Seit ich 20 Jahre alt war, wollte ich mich schon immer selbstständig machen. Diesen Traum habe ich mir am 03.03.2003 erüllt und bin heute immer noch sehr froh darüber, dass ich eigenständig agieren kann, anstatt als Angestellter nur reagieren zu können. ReMa  Holz und Bautenschutz kümmert sich um alle Dienstleistungen rund um Haus und Garten. Angefangen bei Maurerarbeiten, über Garten- und Landschaftsgestaltung, Dachreparaturen und vieles mehr sind unsere Möglichkeiten weit gefächert.

Was würden Sie lieber machen?
Millionär sein 🙂 – leider waren damals für diesen Beruf keine freien Lehrstellen vorhanden.

Sie – ganz speziell

Wie erholen Sie sich vom selbst & ständig sein?
Im Herbst bin ich viel in den Wäldern unterwegs und sammle Pilze. Es ist wirklich erstaunlich, wieviele essbare Arten man hier findet. In meinem Bekanntenkreis bricht regelmäßig ein kleiner interner Wettstreit aus, da werden Bilder von vollen Körben hin und her geschickt, aber da ich eh Frühaufsteher bin, bin ich meist als erstes im Wald. Im Sommer fahre ich gern mit dem Boot raus oder drehe eine Runde mit dem Motorrad.

Als gebürtiger Werderaner gibt es doch sicher ein paar schöne Geschichten aus der Kindheit?
Erstmal muss ich sagen, dass ich eine schöne, unbeschwerte Kindheit hier verbracht habe. Wir sind viel Fahrrad und Boot gefahren und haben einfach die Gegende unsicher gemacht. Wir waren einfach unbekümmert, haben viel geangelt – einmal wurden wir mitten auf dem Zernsee von einem Gewitter überrascht, sind abgetrieben und mussten dann im strömenden Regen wieder nach Hause laufen. Als ich so 16 war, gab es regelmäßig Disko in der Gaststätte Rauenstein und auf der Friedrichshöhe – das war eine schöne Zeit.

Damals und heute – vermissen Sie etwas?
Das Anglerheim in der Damaschkestraße. Es wurde durch ein Feuer bis auf die Grundmauern nieder gebrannt. Ich war im Deutschen Anglerverband sehr engagiert und habe unter anderem Übungsleiter für die werderaner Kinder. Damals waren die Kinder eben noch mehr an der frischen Luft, nicht wie heute eher vor PC und Fernseher.

Was wir sonst noch wissen wollen . . .

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Albert Einstein -Genie und Chaos liegen eben eng zusammen.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Meine Eltern sind meine Vorbilder. Sie haben mir beigebracht, dass es für alles eine Lösung gibt, auch wenn es manchmal nicht einfach scheint, sollte man nicht aufgeben.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder -serie? Warum?
Beatstreet – es geht um Breakdancer und Grafittisprayer in den USA. Den habe ich zu Ostzeiten mal gesehen und war total fasziniert, wie die da alle aussahen und was die für Musik gemacht haben. Das war ja für uns damals alles unvorstellbar.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Wenn dann habe ich es noch nicht entdeckt.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Hund – mein Duke ist ein portugisischer Hühnerhund. Er ist schon 11 Jahre alt und ist  mir immer ein treuer Begleiter.

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