Mein Werder (71): Andreas Hirsch

Segelt seit 40 Jahren: Andreas Hirsch. Foto: wsw

Kurz & knackig

Name : Andreas Hirsch „Hirschi“
Alter: 47
Wohnort: Werder
Seit wann sind Sie in Werder zu Hause?   – Seit 14 Jahren, meine Lebensgefährtin hat mich hergelockt.

Haben Sie Kinder oder möchten Sie gerne welche haben?
Ich habe einen Sohn, 21, und eine Tochter, 23 Jahre.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Werder ist die Stadt, die für ihre wunderschön blühenden Bäume bekannt ist und in der sehr sehr viel für die Sportvereine gemacht wird.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder? Wo und warum?
Die Nordspitze der Insel. Da liegt der Segelverein, in dem man von der Erholung über Sport bis hin zu guten Freunden alles hat.

Und wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Oh, da gibt es viele Orte. Die Bismarkhöhe ist eigentlich ein Muss, aber auch die Insel mit den kleinen Gassen und den Galerien.

Rummel oder Muckergarten – wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Selbstverständlich im Garten, nur leider meist im eigenen. Aber der eigene Wein schmeckt ja bekanntlich am besten. 😄

Was macht für Sie einen typischen „Werderaner“ aus?
Der Werderaner liebt seine Stadt mit allen ihren Eigenarten.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin Heizungsbauer. Wenn ich nicht arbeite, was relativ selten ist, dann bin ich einer der mittlerweile doch mehreren privaten Obstweinproduzenten der Stadt. Mein Nachbar von gegenüber – Ulli Gaube – hat mich dazu gebracht. Und ich bereue es nicht.

Und was würden Sie lieber machen?
Am liebsten Segeln und Wein herstellen.

Die Blütenkönigin Christin Schiffner besucht mit Bartschi den Obstweinstand. Foto: privat
Zweimal die bronzene Kruke für Hirschi: Für Sauerkirsche und Himbeere. Foto: wsw

Sie – ganz speziell

Mit Volker Karnbach und Daniel Spreer erreichten Sie im 20er Jollenkreuzer den zweiten Rang bei der Regatta am vergangenen Wochenende. Wie war das, was war los und wer war da schneller und warum?
Es ist im Jollenkreuzer segeln so, dass nicht alle Schiffe gleich zu bewerten sind. So war es dass wir am ersten Tag noch punktgleich mit Rang zwei und drei in Führung lagen. Am Sonntag war es dann leider so, das wir an Start eine nicht abzusehende Winddrehung hatten und wir deshalb später als der Sieger starteten. Im Ziel hatten wir den Gegner zwar wieder, nur durch die unterschiedlichen Boote rechnete sich Mario Neinert mit seiner Crew auf den ersten Platz. Ich kann ihn nur beglückwünschen zu seinem Sieg.

Wie lange segeln Sie drei schon zusammen?
Mit Volker segle ich jetzt seit 1994 zusammen. Immer im 20er Jollenkreuzer, nur mit immer neueren und schnelleren Schiffen. Daniel kam das erste mal 2003 zu uns an Bord und seit 2010 ist er fester Bestandteil unserer Crew.

Haben sie sportliche Erfolge?
Hervorheben möchte ich einen siebten Platz bei einem Eurocup. Dann ein sechster Platz bei einer deutschen Meisterschaft  sowie vier Landesmeistertitel.

Was bedeutet Ihnen Segeln? Wie lange machen Sie das schon?
Segeln ist eine faszinierende Sportart, bei der man Kopf und Kondition braucht. Auf dem Wasser sind alle Gegner und an Land ein riesiger Freundeskreis. Und das nicht nur in Werder.

Mit Segeln begonnen habe ich im zarten Alter von sieben Jahren. Also bestreite ich dieses Jahr mein 40. auf dem Wasser.
Aber Segeln geht ja bekanntlich nicht nur im Sommer. Ich bin auch einer derjenigen, die auch im Winter auf dem Eis mit ihren DN-Schlitten anzutreffen sind.

Warum heißt das Boot schlicht „No Name“?
Ja, warum? Als Volker dieses Schiff damals gekauft hatte, stand da der Name der Ex-Freundin des Vorbesitzers an Rumpf. Das ging nun wahrlich nicht. Relativ einfallslos wie wir drei waren, kam auch nicht wirklich was zustande bei der Namensgebung. So entstand schlicht und einfach „No Name“.

Haben Sie noch andere Aufgaben im Segelverein?
Ja. Als Jugendwart betreue ich mit meinen Trainer eine rund 50-köpfige Kinder- und Jugendgruppe. Der Höhepunkt bei den Kindern aus Werder, aus Potsdam, aus Brandenburg und aus vielen anderen Orten im Land Brandenburg ist in jedem Jahr das große Trainingslager in der ersten Sommerferienwoche. Die Kinder haben jedes Jahr einen Riesenspaß.

Im Jollenkreuzer auf der Havel. Foto: privat
Hirschi mit Volker und Daniel beim Segeln. Foto: privat
Wettkämpfe auf der Havel. Foto: privat
Auch im Winter als Eissegler unterwegs. Foto: privat

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten – für Werder – welche wären das?

Mehr Toleranz untereinander
Den Tunnel statt der Schranken in der Eisenbahnstraße
Und zu guter Letzt: Das Bad …  es wäre schön, wenn es fertig werden würde.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Barack Obama.

Welche Fragen würden Sie Ihm stellen?
Sehen Sie mit dem neuen Präsidenten Ihres Landes eine Zukunft?

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Die Wettfahrtregeln im Segeln

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Ja, die gibt es, Meine Eltern, die mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin und dafür danke ich ihnen sehr.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ich habe nichts gegen Tiere, im Gegenteil, wir haben ja selbst eine Beagle-Hündin.