Mein Werder (72) Julia und Gabi Zimmermann

Kurz & knackig

Name: Julia und Gabriele Zimmermann
Alter: 30 und 50+
Wohnort: Potsdam und Werder (Havel)

Seit wann sind Sie in Werder zu Hause? Die Familie Zimmermann ist im Jahr 2000 von Potsdam ins schöne Werder (Havel) gezogen.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

 

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Gabriele: Mit der idyllischen Lage leben wir in einem perfekten Urlaubsort.
Julia: Romantischer Ort umgeben von viel, viel Wasser.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder? Wo und warum?
Gabriele: Die Regattastrecke mag ich sehr. Aber auch die Bismarckhöhe mit der perfekten Aussicht ist auf jeden Fall einer meiner Lieblingsorte.
Julia: Ich mag besonders den Weinberg. Ich fühle mich da immer ein bisschen an Stuttgart erinnert, wo ich ein paar Jahre gelebt habe.

Und wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Gabriele: Ein Spaziergang über die Insel ist ein Muss.
Julia: Und dann eine Insel-Rundfahrt mit dem Tretboot.

Rummel oder Muckergarten – wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Gabriele: Ich kann die Baumblüte besonders gut auf einem Heuballen in Lindickes Stadtgarten genießen.
Julia: Für mich muss es ein Mix sein. Erst mit den Rädern den Panoramaweg entlang und in den  Obstgärten vorbeischauen, und anschließend eine Runde Autoscooter.

 

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Gabriele: Ich gebe hier in Werder Musikunterricht.  In der Musikschule Zimmermann biete ich Unterricht in Blockflöte, Klavier und Gitarre an. Seit einem Jahr kann man bei meinen Kolleginnen auch Geige und Querflöte erlernen. Außerdem leite ich Trommelgruppen an.
Abends übernehme ich gerne Abenddienste im Nikolaisaal Potsdam.

Julia: Ich habe das große Glück, sehr vielfältig arbeiten zu dürfen. Ich bin Theaterpädagogin. Das heißt, weitestgehend leite ich nicht-professionelle Theatergruppen an, z.B Jugendtheatergruppen oder Kindertheater-AGs in der Schule. Weiter biete ich Fortbildungen für Pädagogen im Bereich Theaterpädagogik an und inszeniere und spiele Kinder-/Jugendtheaterstücke.
Und was würden Sie lieber machen?
Gabriele: Ich würde nichts lieber machen. Zukünftig möchte ich mich jedoch noch mehr auf alle Generationen ausrichten und meine Trommelkurse ausbauen.
Julia: Ich mache schon das, was ich am liebsten mache. Aber es gibt Projekte und Träume, an dessen Realisierung ich noch arbeite.

Sie – ganz speziell

Julia, Sie sind Schauspielerin, studierte Theaterpädagogin, inszenieren auch selbst und betreiben als Mitbegründerin und Redakteurin das Theaterpädagogische Online Portal TOP. Wie bringen Sie das denn alles unter einen Hut?
Dadurch, dass bei mir immer viele Projekte parallel laufen, entwickel ich alle paar Monate ein neues To-Do-Listen System. Das perfekte System habe ich aber noch nicht gefunden.  Meine Projekte machen mir einfach Spaß. Wenn ich gerade ein Projekt abgeschlossen habe und ich Zeit zum Verschnaufen hätte, habe ich schon wieder tausend neue Ideen im Kopf, die ich umsetzen will.

Besonders mit ihrem „Tulipa Theater“ scheinen Sie ja viel unterwegs zu sein?
Ja, das „Tulipa Theater“ umfasst alle freien Produktionen die ich mache, vor allem die mobilen Stücke. Wir haben  drei Inszenierungen, für unterschiedliche Altergruppen, die wir in Schulen, Kitas, Bibliotheken usw. spielen. Man kann uns buchen, und wir kommen dann mit Bühnenbild, Kostümen und uns Spielern in die jeweilige Einrichtung. Da wir Schauspieler/innen alle eine theaterpädagogische Ausbildung haben, bieten wir zu den Stücken auch immer einen Nachbereitungsworkshop oder ein Nachgespräch an, um das Gesehene noch einmal zu relektieren.

Eines Ihrer Projekte ist die KulturGarage in Werder – wie kamen Sie auf die Idee?
Julia:
Die Idee entstand zusammen mit meinen Eltern am Küchentisch. Ich hatte noch in Stuttgart gelebt und geplant, wieder in die Heimat zu kommen. Immer wenn ich zu Besuch bei meinen Eltern war, hatten wir verrückte Ideen. Aber an der KulturGarage sind wir hängen geblieben.

Gabriele: Eines Tages hatten wir dann ernst gemacht. Julia fing an das Programm zu planen. Das hieß, mein Mann musste seine Motorräder woanders unterstellen und uns eine kleine Bühne schustern.

 

Steht das Programm für die kommende Saison und was sind Ihre persönlichen Highlights?
Gabriele: Wir haben vor einer Woche unser Programm fertiggestellt. Ich mag es besonders, wenn unser Publikum aktiv werden kann. Deswegen bin ich sehr gespannt auf unsere „Bunte Bühne“, wo unser kreatives Publikum aufgerufen ist unsere Bühne zu betreten, und auf den „Mitsingeabend“, wo zu musikalischer Begleitung in der Gruppe gesungen wird.

Julia: Ich freue mich besonders auf unsere Konzertreihe „Garagensound“. Wir werden fünf ganz unterschiedliche Konzerte haben. Besonders freue ich mich auf das Duo Linkaa, die mit einer Vielzahl an Instrumenten ganz besondere Musik machen. Auch der Liedermacher Julian Gerhard wird ein Highlight – er reist extra aus Bochum an, das freut mich sehr.
Außerdem biete ich dieses Jahr erstmalig für Kinder einen Clowns-Workshop an – das wird auf jeden Fall ein großer Spaß.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Gabriele
: Barabara Schöneberger.
Julia: Tom Hanks.

Welche Fragen würden Sie Ihr stellen?
Gabriele: Ich kann mir vorstellen, dass man mit Barbara Schöneberger über alles gut und lustig plaudern kann.
Julia: Tom Hanks finde ich grandios. Mit ihm mal einen Kaffee trinken und quatschen, stelle ich mir toll vor. Und ganz beiläufig würde ich ihn fragen, ob er nicht mal in einem Kindertheaterstück von mir mitspielen will.
Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Gabi: Ich bin ehrlich gesagt nicht gerade ein Bücherwurm. Ich blätter eher in Noten, als in Büchern.
Julia: Ich lese zum wiederholten Mal von Amélie Nothomb „Im Namen des Lexikons“.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Gabriele:
Nochmal, Barbara Schöneberger. Sie ist eine tolle, kluge Frau, hat Klasse und scheint sich trotzdem für keinen Spaß zu schade zu sein. Die kann alles.

Julia: Leonardo DiCaprio. Er ist ein begnadeter Schauspieler und gibt sich ganz seiner Kunst hin. Gleichzeitig setzt er sich überdurchschnittlich für Umwelt- und Tierschutz ein.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder –Serie? Warum?
Gabriele: Ich mag am liebsten Comedy-Shows.
Julia: Ich kann mich gar nicht festlegen. Aber ich habe einen Hang zu 90er Jahre Liebesfilmen, z.B. „eMail für Dich“.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Gabriele: Ich glaube, ich kann sehr gut Kurzgeschichten schreiben.
Julia: Ich habe mal geträumt, dass ich gut rappen kann. Habe es aber noch nie ausprobiert.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Gabriele: Ja, wer mag Tiere nicht?
Julia: Ich liebe Tiere – alle!

Internetseiten:
KulturGarage → www.kulturgaragewerder.de
TulipaTheater → www.tulipatheater.de
Musikschule Zimmermann → www.musikinwerder.de