Mein Werder (79): Franziska Bengsch

Kurz & knackig

Name: Franziska Bengsch
Alter: 30
Wohnort: Werder

Seit wann sind Sie in Werder zu Hause?
Angefangen hat alles in Neu Plötzin vor 13 Jahren. 2010 bin ich direkt nach Werder gezogen und vor vier Jahren habe ich hier ein Haus gebaut.

Haben Sie Kinder oder möchten Sie gerne welche haben?
Keine Kinder. Die Frage ob ich Kinder möchte, habe ich mir noch nicht gestellt.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Unbeschreiblich. Ich versuche es mal: Werder, die Stadt im Fluss ist, vielseitig und zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Man hat die Vorteile einer Stadt und die Ruhe eines Dorfes. Wahnsinnig viele kulturelle und unternehmungsfreudige Angebote zu Land und zu Wasser stehen zur Verfügung. Sehen, staunen, verweilen und am Besten für immer bleiben. So ging es mir vor einigen Jahren. Es war Liebe auf den ersten Blick.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder – verraten Sie uns, wo?
Ich habe mehre Lieblingsorte aber am liebsten sitze ich oben auf der Friedrichshöhe, ein schöner verlassender Ort, der für auf mich eine besondere Wirkung hat und am Plessower See.

Rummel oder Muckergarten – wo ist Ihr Lieblingsort auf dem Baumblütenfest?
Ein bisschen von allem. Natürlich Pflicht ist die Fahrt mit dem Riesenrad, die Bratwurst auf dem Rummel und alle Obstweinsorten im Muckergarten durchprobieren.

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich bin Berufskraftfahrer im Personenverkehr, ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Weißen Ring, kümmere mich um Haus und Hof, unternehme viel mit Freunden, spiele Schlagzeug und neuerdings habe ich auch die Freude am Bass spielen entdeckt, male abstrakte Bilder auf Leinwand, backe ab und an mal leckere Torten und überlege, was ich so als nächstes bauen oder basteln kann, um mein Zuhause zu verschönern. Meine beiden Hunde und mein Kater werden natürlich auch liebevoll von mir beschäftigt.

Was würden Sie lieber machen?
In Werder arbeiten. Etwas kreatives und / oder handwerkliches. Auf jeden Fall abwechslungsreicher als jetzt. Hausmeister oder ähnliches käme mir in den Sinn, aber auch so bin ich für Vorschläge offen, falls jemand eine Idee hat.

Sie – ganz speziell

Sie arbeiten als Bus- und Straßenbahnfahrerin – auf welcher Linie können wir denn „Guten Tag“ sagen?
Momentan nirgendwo, da ich mich aus persönlichen Gründen entschieden habe, meine Tätigkeit als Busfahrerin demnächst nieder zu legen.

Thema Höflichkeit: Werden Sie als Fahrerin überhaupt begrüßt, oder latschen die Fahrgäste einfach an Ihnen vorbei?
Nach meinen Erfahrungen hängt dies von Tages- und Jahreszeit ab. 😉 Die Morgenmuffel oder Berufspendler sind natürlich teilweise die typischen „Vorbeilatscher“, was ja verständlich ist, wenn man fast jeden Tag den gleichen Fahrer vor sich hat. Aber zu Weihnachten oder im Frühling werden alle freundlich. Da liegt dann anscheinend was in der Luft. Als ich mal für kurze Zeit die Linie 633 fahren durfte, waren aber alle durchweg freundlich.

Sie gelten als kreativ und handwerklich geschickt – was basteln und bauen Sie denn? Nennen Sie uns ein paar Beispiele?
Ja, ich habe das große Glück, als Frau die Fähigkeit zu besitzen, viele Reparaturen selbst zu tätigen. Das reicht von Ausbesserungen/Reparaturen am und im Haus, Arbeiten mit Beton, Holz, Malerarbeiten – dass man(n) denken könnte, es war ein Profi. Ich habe mir dieses Jahr den Garten mit Pergolen verschönert, ein Hochbeet mit mehreren Etagen gebaut, Zäune, Tore, einen Außenwandschrank, der Ähnlichkeit mit einem alten Toilettenhäuschen hat – mit Herz in der Tür, eine Spirale aus Steinen gemauert, diese mit Erde befüllt und bepflanzt, einen Grill und alte Stühle als Pflanzkübel umgebaut, einen selbst entworfen Sichtschutz, eine Draußendusche für meine Sauna gebaut und vieles vieles mehr. Zur Adventszeit verwandelt sich mein Heim in ein Lichtermeer. Letztes Jahr schmückten 28.000 LED’s Haus und Garten.
Mein Vater ist immer wieder begeistert und sehr stolz auf meine Arbeiten. Die Ideen gehen mir nicht aus. Was manchmal Fluch und Segen zugleich ist, weil man nachts überlegt, welches Projekt denn als nächstes folgt. Das raubt mir manchmal im positiven Sinne den Schlaf.
Gerne helfe ich auch Freunden und Familie mit Ideen oder Bauwerken aus. Ich scheine ein typisches Allroundtalent zu sein.

Wo ist Ihr Lieblingsort in Ihrem Garten – was haben sie da gepflanzt?
Da habe ich auch wieder mehrere. Einmal ist es der Liegestuhl zwischen dem Kirsch- und Pflaumenbaum. Im Hintergrund befindet sich das Hochbeet, welches mit Kürbis, Zucchini und Gurken bepflanzt ist. Himbeeren, Stachelbeeren, weitere Obststräucher und wunderschöne Lilien befinden sich daneben. Dann ist da noch die Hollywoodschaukel auf meiner Terrasse, in der ich gerne zur Abendstunde sitze und den Sonnenuntergang genieße. Natürlich darf das Herzstück meines Gartens nicht unerwähnt bleiben: meine Sauna. An diesen Orten in meinem Garten halte ich mich am häufigsten auf.

Sie sind sportlich ambitioniert. Wie und warum sind Sie denn zum Yoga gekommen und wo machen Sie das?
Da muss ich schmunzeln. Ich mochte Sport noch nie. Die Zeit fehlte ebenfalls. Nach einem unerklärlichen Unfall im Januar diesen Jahres, wobei mein Knie schwer geschädigt wurde, machte mir der Arzt große Angst. Ich sei zu schwer für mein Knie. Ich war ja leider keine Elfe und werde es auch nie werden. Das Gespräch war so eindringlich, dass ich seit Februar nun 35 Kilo abgenommen habe. Nachdem mein Knie wieder heil war, ich es aber trotzdem nicht so stark belasten durfte, fing ich mit Yoga an. Es gefiel mir auf Anhieb, weil es alle Körperregionen beansprucht sowie kräftigt, gut für Körperhaltung/Spannung ist und es stärkt die Konzentration sowie das Gleichgewichtsgefühl.

Yoga mache ich überall dort, wo ich mich wohl fühle und es möglich ist. Da kann es auch sein, dass ich mit der Yogamatte auf der Friedrichshöhe sitze oder mal eben auf einem Berg in der sächsischen Schweiz ein paar Übungen absolviere. Ergibt ja auch super Fotomotive manchmal. Auch verfolge ich mein schon früher ausgeübtes Hobby, das Inlinescaten mit Freude. Mittlerweile jogge ich regelmäßig (wobei ich mir das nie nie nie vorstellen konnte). Zur Zeit bin ich sehr sportlich unterwegs und probiere vieles aus. Ich bin froh, diesen Weg gegangen zu sein, weil es mir seit dem sehr gut geht und kann es jedem nur ans Herz legen, seinen Schweinehund zu überwinden. Ich hab es selbst von mir kaum glauben können.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten – welche wären das?
Schwere Frage.
Ich wünsche mir so selten was, außer vielleicht drei weitere Wünsche … 😊
Liebe, Glück, Zufriedenheit und Gesundheit für jedermann.
Das meine Eltern und Freunde lange leben.
Als Gefühlsmensch und Romantikerin vielleicht doch irgendwann mal Mr. Right zu begegnen, den Partner fürs Leben zu finden so wie bei meinen Eltern und nicht nur für einen Augenblick.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Charly Sheen.

Welche Fragen würden Sie ihm stellen?
Nicht eine. Eher Anerkennung für seine Arbeit als Schauspieler und seinen Mut zur Wahrheit aussprechen.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
„Auf dünnem Eis“ von Lydia Benecke, schon leicht eingestaubt, denn IPad, IPhone, Apple watch tummeln sich da rum und nehmen den Platz ein. Man muss ja schließlich auf dem neuesten Stand bleiben.

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Ja, meine Eltern und Großeltern. Sie haben eine Verbindung fürs Leben geschlossen. Alte Werte sind auch mir sehr wichtig. Meine Eltern haben am 11. Juli ihren 36. Hochzeitstag. Mein Vater arbeitet seit 42 Jahren in der selben Firma als Elektromeister. Meine Mutter auch schon immer berufstätig, kümmert sich um alle Wehwehchen und ist die Seele der Familie. Die Großeltern unterstützen, wo sie können. Leider ist sowas immer seltener geworden.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder –Serie? Warum?
Auja, jede Menge. Ich schaue gerne Filme, die fesseln und Serien aus dem wahren Leben oder humorvoll sind, sofern ich die Zeit hab. „Schöne Bescherung“, „Leon der Profi“, „American Psycho“, die „Fluch der Karibik“-Reihe sind einige meiner liebsten Filme. Lieblingsserien sind z.B.  „The walking dead“, „Orange is the new black“, „Two and a half men“, die „Baumhausprofis“, „Timberkings“, „Ehe ist“ ,“Alle lieben Raymond“.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Mit Sicherheit schlummern noch ein paar Talente in mir, die verborgen sind. Ich oder jemand anderes muss sie nur noch finden. Ansonsten wissen alle über meine vielen Talente Bescheid. Manchmal sogar mehr als ich. 😊

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Ja, ich liebe Tiere. Eigentlich jedes fast jedes Tier. Ich selber habe zwei süße kleine, durchgeknallte, verschmuste Hunde namens Kiki und Fibi sowie einen Kater namens Luca, der auch sehr gerne meinen Besuch in Beschlag nimmt.