Mein Werder (86): Maria Ulrich

Wirsindwerder-Sonntagsfragebogen Maria Ulrich. Alle Fotos: privat

Kurz & knackig

Name: Ulrich, Maria
Alter: 31
Wohnort: Potsdam
Seit wann sind Sie in Werder zu Hause?
Werder ist zwar nicht mein Zuhause, aber zu meinem zweiten Wohnzimmer geworden. Genau genommen, die Sporthallen in und um Werder. Mit Werder verbinde ich viele schöne Erinnerungen. Als Kind habe ich hier unzählige Sommer im Garten meiner Eltern verbracht. Später kamen auch noch erste Besuche auf der Baumblüte dazu – absolutes Pflichtprogramm für waschechte Brandenburger! 😉

Haben Sie Kinder oder möchten Sie gerne welche haben?
Nein, noch nicht. Wenn ich mich so umschaue, dann gründen viele erst mit Anfang oder Mitte 30 eine Familie. Die Gesellschaft hat sich dahingehend ziemlich gewandelt. Und das ist völlig in Ordnung.

Über unsere Blütenstadt Werder (Havel)

Wie würden Sie Werder einem Fremden beschreiben?
Als idyllisches Kleinod mit großartigem Potenzial – für Groß und Klein. Werder hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Es ist attraktiv, hier zu leben oder Sport zu machen! Es ist wie eine kleine Oase zum Durchschnaufen für all jene, die sich vom Großstadtleben mal erholen wollen.

Haben Sie einen Lieblingsort in Werder? Wo und warum?
Die Friedrichshöhe. Tatsächlich war ich dieses Jahr zum ersten Mal dort und der Ausblick ist einfach atemberaubend! Ganz besonders aber die Hafenpromenade am Yachthafen hat’s mir angetan. Es ist ein bisschen wie das kleine Nizza Werders. Dort gehe ich gern spazieren, einen Happen essen und schaue mir die hübschen Boote und Yachten an! Meine Wurzeln liegen sowieso am Wasser. Meine Familie stammt von der Ostsee und lebt in Teilen noch heute dort.

Und wo muss ein Gast unserer Stadt unbedingt gewesen sein?
Natürlich auf dem Baumblütenfest! Es ist ja nicht umsonst das zweitgrößte Volksfest Deutschlands, richtig?
Ach und bevor ich es vergesse: Die Stimmung an Heimspieltagen des HV Grün-Weiß Werder in unserer Sporthalle am Ernst-Haeckel-Gymnasium sollte man auch einmal miterlebt haben, um das „Werder-Flair“ auch wirklich verstehen zu können. 😉 Am besten kann man das am 16. September  bei der Saisoneröffnung und dem Familientag unseres Vereins nachholen. Neben kleinen Gaumenfreuden, u. a. vom Rittmeister, einem bunten Rahmenprogramm für Klein und Groß haben wir auch in Sachen Sport richtig was aufgefahren: Unsere Fans erwarten drei Nachwuchs- und zwei Top-Spiele unserer Erwachsenenmannschaften. Um 10 Uhr geht’s los! Wir freuen uns, wenn ihr kommt.

Familientag & Saisoneröffnung am 16. September

Ort: Ernst-Haeckel-Gymnasium, Kesselgrundstraße 62, 14542 Werder
Erlebt GEMEINSAM mit Grün-Weiß eine Saisoneröffnung für Groß und Klein!
11 Uhr Grillstation, Imbisstand, Hüpfburg, „Automeile“, Tombola, Quiz und Wissenstest, Kinderschminken, Geschwindigkeitsmessstation u.v.m.
Nachwuchs-Spiele
10 Uhr Weibl. C-Jugend vs. Belzig
12 Uhr Männl. C- Jugend vs.  1.VfL Potsdam III
14 Uhr Männl. B-Jugend vs. Wünsdorf
15 Uhr: Mannschaftspräsentationen
Erwachsenen-Spiele
16 Uhr 1. Frauen vs. Füchse
18:30 Uhr 1. Männer vs. Stralsund
ca.: 20 Uhr Pressekonferenz(en)
Hier gibt es eine Übersicht über alle Heimspieltage vom HV Grün-Weiß Werder der Ersten Männer- und Frauenmannschaft in der Ostsee-Spree-Oberlliga 2017/2018.

Rummel oder Muckergarten – wo ist Ihr Lieblingsort auf der Baumblüte?
Der Muckergarten! Hier findet man Schatten und ein wenig Ruhe vor dem Trubel der Baumblüte gen Stadtmitte. Man kommt hier auch viel eher mit der Werderaner Tradition, Kultur und den Menschen in Berührung. Eine Runde Scooter auf dem Rummel ist aber immer drin!

Was arbeiten/machen Sie so den lieben langen Tag?
Ich arbeite an der Universität Potsdam, im Bereich der Humanwissenschaften, speziell am Lehrstuhl der Inklusionspädagogik, als Assistentin von sechs Professuren. Viele haben beim Wort „Inklusion“ regelrecht Fragezeichen über dem Kopf. Dabei spielt dieses Konzept in der Bildungswissenschaft eine bedeutende Rolle. Inklusion bedeutet nichts anderes als Chancengleichheit für alle.
Hier an der Uni wird dies im Schulkontext beleuchtet. Unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, von Religionszugehörigkeit oder Bildung, von eventuellen Behinderungen soll jedem das gleiche Recht auf bzw. der gleiche Zugang zu Bildung ermöglicht werden.

Und was würden Sie lieber machen?
Als Kind habe ich immer davon geträumt, Fremdenführerin zu werden. Sie müssen nämlich wissen, dass ich eine absolute Sprachfanatikerin bin und dies in Form einer Ausbildung als Fremdsprachen- und Europakorrespondentin dann auch verwirklicht habe. Schon in der Abi-Zeitung stand „Wandelndes Wörterbuch/ Duden!“ als mein persönliches Erkennungsmerkmal.  Ich habe einfach von Beginn an gern dicke Wälzer gelesen, ellenlange Briefe und Analysen geschrieben. Ein Job als Sportredakteurin hätte mir sicher am meisten Spaß gemacht. Das kommt meiner jetzigen Tätigkeit als Pressesprecherin ja sehr nahe – in Werder fühle ich mich auch manchmal wie eine rasende Reporterin. Dafür bin ich sehr dankbar! Nichts täte ich gerade lieber. 😁

Sie – ganz speziell

Handball gehört ja jetzt zu Ihrem Leben – wie kam es dazu?
Der Grundstein dafür wurde quasi bereits in der Schulzeit gelegt. Alles begann mit Trainer Silvio. Mit ihm haben meine Zwillingsschwester und ich die Schulbank gedrückt. Ich erinnere mich noch gut an seine begeisterten Handballgeschichten. Mein erster Freund war damals ebenfalls Handballspieler. Eines Tages liefen sich Julia und Silvio dann zufällig wieder über den Weg und aus ehemaligen Klassenkameraden sollte plötzlich ein Paar werden. Der Heiratsantrag vor versammelter Handballgemeinde folgte nur wenig später. Wenn uns das jemand vor 15 Jahren erzählt hätte, hätten wir denjenigen für verrückt erklärt! 😁
Irgendwann hat man mich dann gefragt, ob ich nicht die Presse im Verein übernehmen wolle. Natürlich war ich gleich Feuer und Flamme für diese Idee. Schließlich konnte ich dadurch mein Interesse für Sport, meine Affinität für das Schreiben und Moderieren miteinander kombinieren und Zeit mit meiner Schwester verbringen! Perfekter geht’s nicht!

Welche Aufgaben haben Sie da?
Alles rund um die Öffentlichkeitsarbeit im Verein gehört zu meinem Ressort. Ich betreue alle Social Media Kanäle: Facebook, Instagram und die Homepage. Spielberichte, Interviews und Co. stammen ebenfalls aus meiner Feder. Die Pressekonferenzen habe ich mittlerweile auch übernommen. Dabei ist die Kommunikation mit der regionalen Presse immens wichtig. Hervorzuheben ist auch, dass meine Arbeit auf ehrenamtlicher Basis geschieht. Grün-Weiß Werder besteht generell aus vielen Freiwilligen, Eltern, Unterstützern und Ehrenamtlichen, die den Verein unbedingt voranbringen möchten. Wir haben uns zuletzt auf die Fahne geschrieben, alle Bereiche des Vereins noch enger miteinander zu verbinden! Und das schaffen wir auch! Werder Feuer!

Ihr Herz schlägt ja sicherlich für den ganzen Verein, aber Hand aufs Herz – haben Sie einen Lieblingsspieler bei Grün-Weiß?
Ich sehe alle gern spielen. Mittlerweile bin ich mit einigen sogar eng befreundet. Womöglich könnte ich diese Arbeit sonst gar nicht mit so viel Herzblut verfolgen – wenn es keine persönliche Komponente gäbe, wenn man den Background jedes Einzelnen nicht kennen würde. Die neue Saison steht ja gerade erst in den Startlöchern. Da müssen sich die Jungs, zu denen sich einige neue Gesichter gesellt haben, neu beweisen, und folglich auch, wer zu meinem Lieblingsspieler auserkoren wird!

Was hat sich die Mannschaft für die neue Saison vorgenommen?
Wer sich ein wenig mit Handball auskennt, weiß, dass die Ostsee-Spree-Oberliga, stellenweise härter und körperbetonter ist als die 3. Liga. Darauf stellt sich unsere Truppe natürlich ein. Mit Erfolg: Im August wurde nicht 3x, sondern gleich 5x die Woche trainiert. Einige Test- und Trainingsspiele zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind. Unsere Damen haben ebenfalls den Sprung in die OSL geschafft – hier heißt‘s vordergründig: Klasse halten und an alte Erfolge anknüpfen. Aber nicht nur einzelne Mannschaften haben sich viel vorgenommen – der ganze Verein will stetig wachsen und seine Fans und Sponsoren begeistern! Wir geben nicht auf und kämpfen um jeden Fan, Unterstützer und natürlich – um jedes Tor! 😀

Verfolgen Sie auch das Handballgeschehen national und international?
Mehr oder weniger. Ich schaue mir im Speziellen deren Öffentlichkeitsarbeit an und wie sie sich vermarkten. Total spannend! Das ein oder andere lasse ich dann auch mal in meine Arbeit und Ideen mit einfließen. Es ist super, dass mir so viel Freiheit beim Schreiben und Gestalten gelassen wird und ich ohne große Umwege – natürlich in Zusammenarbeit und Abstimmung mit allen Abteilungen – entscheiden kann, wie ich unseren Verein öffentlichkeitswirksam, volks- und realitätsnah am allerbesten repräsentieren kann!

Sind Sie selbst sportlich?
Ja. Wobei ich selbst nie aktiv Leistungssport betrieben habe. Als Kind habe ich viel ausprobiert, aber ein spezielles Talent hat sich leider nirgendwo gezeigt. In meiner Freizeit fahre ich ansonsten viel Rad, spiele Badminton und bowle seit 10 Jahren in einer Freizeitliga, gehe joggen, spazieren und besuche hin und wieder Sportkurse.

Was wir sonst noch wissen wollen …

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal treffen?
Die deutschen Biathlon-Größen um Laura Dahlmeier, Simon Schempp und Co. Ich bin ein großer Wintersport-Fan! Ich habe sogar die Biathlon-WM 2016 in Oslo besucht und die Deutschen von der Strecke aus lauthals angefeuert. Mir und meiner Familie macht das großen Spaß!

Welche Fragen würden Sie Ihr stellen?
Zu allererst würde ich wohl denken: „Welche Frage kann ausgerechnet ich euch stellen, die ihr nicht schon tausend Mal gehört habt?“
Eventuell würde ich sie um ein gemeinsames Foto bitten. Oder aber fragen, ob sie fernab des Wintersports eine Verbindung zum Handball haben und wenn ja, ob sie sich das schöne Werder oder Brandenburg jemals aus der Nähe angesehen haben. Spaß beiseite: Wahrscheinlich würde mir in dieser Situation sowieso nichts Gescheites einfallen.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Ein buntes Allerlei – vom Kitschroman bis zum Ratgeber ist alles dabei. Dabei lese ich viele Bücher fast ausschließlich auf Englisch, um in der Materie zu bleiben. Der Lerneffekt in Sachen Vokabular und Ausdruck ist enorm. Wer sich Kenntnisse beim Small-Talk oder Schreiben aneignen will, dem gelingt das wohl am besten beim Lesen fremdsprachiger Literatur und im Gespräch mit Muttersprachlern!

Haben Sie Vorbilder? Welche und warum?
Meine Eltern und Großeltern. Meine Eltern sind seit mehr als 30 Jahren, meine Großeltern mütterlicher- sowie väterlicherseits seit mehr als 50 Jahren miteinander verheiratet – allesamt sind sie glücklich, zufrieden und leben ein unbeschwertes Leben! Das muss man erst mal schaffen – besonders in der heutigen Zeit, wo beinah jede 2. Ehe wieder geschieden wird.

Haben Sie einen Lieblingsfilm oder –Serie? Warum?
Ich bin in den letzten Jahren zu einem echten Serien-Junkie geworden.Zurzeit verschlinge ich die 7. Staffel von Game of Thrones. Wer selbst Serienliebhaber ist, weiß, wovon ich spreche. Aber auch andere Klassiker wie „Breaking Bad“ und „True Detective“ sind der absolute Wahnsinn! Dabei geht’s mir manchmal nicht unbedingt um die Story und wie realistisch sie ist, sondern vielmehr um Stimmung, Schauspieler und Authentizität, die ich oftmals sehr bewundere.

Haben Sie ein verborgenes Talent?
Meine Freunde behaupten, dass sie gern meine Briefe, Karten und Texte lesen, weil ich so schön schreiben könne. Ansonsten fällt mir das Erlernen neuer Sprachen sehr leicht.

Lieben Sie Tiere? Wenn ja, Katze oder Hund?
Natürlich! Ich bin mit Hunden aufgewachsen. Mit einem Dalmatiner und einem Beagle. Ab und zu schnappe ich mir unsere Beagle-Dame Emmy und gehe mit ihr auf Streifzug durch Wald, Feld und Wiese! 😁