Morgen ins Museum!

Am internationalen Museumstag öffnet in Werder (Havel() auch das Obstbaumuseum. Foto: wsw

Potsdam, 12. Mai 2018 – Am morgigen Sonntag, dem 13. Mai, ist nicht nur Muttertag – morgen findet der 41. Internationale Museumstag statt. Daran beteiligen sich auch im Land Brandenburg zahlreiche Museen; vielerorts gibt es zusätzliche Angebote und Aktionen. In Werder (Havel) öffnet das Obstbaumuseum – übrigens das älteste seiner Art in Deutschland – seine Türen. Ein „Werdersches Original“ wird die Gäste durch das Museum begleiten und Anekdoten aus verschiedenen Zeitepochen zu den ausgestellten Exponaten, Bildern und Urkunden zum besten geben. Außerdem ist morgen auch der Aussichts – und Museumsturm der Bismarckhöhe geöffnet. Das Waschhaus in Petzow lädt ab 14 Uhr zu einem Konzert mit Anne Fischer ein. Die Ausstellung ist von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Es gibt Kaffee und Kuchen. Das Heimatmuseum in Glindow mit der überaus sehenswerten Ausstellung über Leben und Wirken des Glindower Malers Gisevius ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Und auch das Ziegeleimuseum in Glindow hat morgen geöffnet. Zwischen 10 und 16 Uhr kann man Spannendes aus der Geschichte der Ziegel-Herstellung erfahren.
Was in Potsdam und Berlin los ist, kann man hier nachlesen.

Kulturministerin Martina Münch lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, die besonderen Angebote anlässlich des Internationalen Museumstages zu nutzen und betont die Bedeutung der Museen für das Land: „Die Sammlungen in unseren Museen tragen wesentlich dazu bei, kulturelles Erbe zu bewahren, zu pflegen und an künftige Generationen weiterzugeben. Das Motto des diesjährigen Museumstages ‘Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher‘ greift die aktuellen Entwicklungen in der Museumslandschaft auf: Gestiegene Erwartungen, veränderte Sehgewohnheiten, mehr Besucherinnen und Besucher mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und neue mediale und technische Möglichkeiten in der Vermittlung stellen Museen vor neue Herausforderungen und bieten zugleich Chancen zur Weiterentwicklung dieser wichtigen kulturellen Institutionen.

Die Brandenburger Museen entwickeln dabei vielerorts zeitgemäße, kreative Ansätze und Konzepte: Der Landkreis Elbe-Elster hat etwa einen Museumsverbund errichtet, um die Profile zu schärfen und die Standorte zu stärken – in der Prignitz hat sich der Förderkreis Prignitzer Museen mit seinem Schulprogramm zu einem Entwicklungsmotor auch für kleinere Museen entwickelt“, so Münch. „In den vergangenen Jahren ist es uns mit zahlreichen Investitionen gelungen, kulturelle Orte weiter zu entwickeln und damit die touristische Attraktivität des Landes zu steigern. Denkmäler wie das reformationsgeschichtliche Museum in Mühlberg wurden aufwändig restauriert, historische Gebäude wie das Museum in Neuruppin durch Neubauten ergänzt und Ausstellungen neu konzeptioniert, wie die Bollhagen-Ausstellung in Velten. Mit Erfolg: Jährlich rund 3,7 Millionen Besucherinnen und Besucher in den rund 400 Brandenburger Museen belegen das große Interesse an ihren Informations- und Bildungsangeboten. Ich freue mich, dass wir diese erfolgreiche Arbeit der Museen auch in diesem Jahr im Rahmen des 2017 gestarteten Museumsförderprogramms ‘Kulturelle Anker‘ mit zusätzlich 250.000 Euro fördern können.“

Der Internationale Museumstag, 1977 vom Internationalen Museumsrat ICOM ins Leben gerufen, steht in diesem Jahr unter dem Motto ‘Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher‘. Landesweit beteiligen sich mehr als 90 Einrichtungen mit rund 200 speziellen Veranstaltungen, Führungen und Sonderaktionen, um auf die Bedeutung, Arbeit und Vielfalt der Museen aufmerksam zu machen. (wsw)


Weitere Informationen: www.museumstag.de