Neue Attraktion auf dem Weinberg

Bürgermeisterin Manuela Saß, der 1. Beigeordnete Christian Große und Veloform-Geschäftsführer Anselm Franz. Foto (3): Stadt Werder

Werder (Havel), 26. April 2018 – Windig war es gestern ohnehin – auf dem neuen Aussichtsturm auf dem Weinberg zauste der Wind noch etwas mehr in den Haaren. Der 6,45 Meter hohe Turm ist die neue Attraktion in unmittelbarer Nähe von Lindickes Weintiene.

Bei der Buga 2015 in Brandenburg (Havel) warb das Türmchen noch für den Landkreis Potsdam-Mittelmark und bot einen Blick über das blühende Packhofgelände. Der damals noch blaue „bboxx-Tower“ mit dem PM-Logo wurde jetzt frisch sandfarben gestrichen und bietet nun vom immerhin auch knapp 60 Meter hohen weinbewachsenen Wachtelberg einen Blick über Werders größten Weinberg, die Stadt und die Havellandschaft.

Nach der Buga stand die Frage im Raum, wie sich der kleine PM-Aussichtsturm mit der prägnanten Wendeltreppe touristisch weiternutzen ließe. In der Stadt Werder (Havel) fand sich schließlich ein passender Platz. „Der schöne Blick vom Weinberg bekommt vom Turm aus nochmal eine ganz neue Qualität“, so Bürgermeisterin Manuela Saß, die das Bauwerk mit ihrem 1. Beigeordneten Christian Große gestern der Presse vorstellte.

Von oben aus werde die enge Verbindung der Stadt mit dem Weinbau, der Havellandschaft und dem Obstbau für das Auge erlebbar, denn auch blühende Obstbäume waren am Mittwoch von der Aussichtsplattform  auszumachen. Die beiden Inselkirchen sind zu sehen, ebenso die Kirche von Glindow und Geltow. „Dieser schöne Blick macht unseren Weinberg mit der Weintiene nochmal ein Stück attraktiver“, so die Bürgermeisterin.

Die Neuaufstellung auf dem 59 Meter hohen Wachtelberg kostete rund 45.000 Euro, die als Fördermittel vom Landkreis Potsdam-Mittelmark an die Stadt geflossen sind, ergänzte Werders 1. Beigeordneter Christian Große. Nach der Buga 2015 sei der Turm zunächst eingelagert worden. Der Ausguck wurde nach seinem Umzug in die Blütenstadt auch mit einer grünen Stadtsilhouette von Werder (Havel) dekoriert.
Erfunden wurde der Turm von der Firma Veloform in Berlin, zum Beispiel auch zur möglichen Nutzung als vollausgestatteter Hotelturm mit zwei Wohnebenen und Dachterrasse. Eine  Attraktion, die ein einmaliges Übernachtungserlebnis garantiert, wie das Unternehmen verspricht. In Werder (Havel) sucht die Firma, wie die Stadt berichtet, derzeit nach einem Grundstück für ein Radlerhotel aus solchen Hotel-Towers. (wsw)

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