Neue Kita in der Damaschke-Straße

Kita-Kinder aus der Töplitzer „Fröschlein“-Gruppe mit Minister Baaske, Bürgermeisterin Manuela Saß, HGW-Geschäftsführer Thomas Lück und HGW-Aufsichtsratsvorsitzender Werner Große. Foto: Werder Foto

Werder (Havel), 1. Dezember 2016 – Für den Kita-Neubau in der Adolf-Damaschke-Straße nahm Bürgermeisterin Manuela Saß gestern die Fördermittel von Bildungsminister Günter Baaske entgegen. Die Übergabe fand in Anwesenheit des Aufsichtsratsvorsitzenden der städtischen Haus- und Grundstücksgesellschaft Werder GmbH (HGW), Werner Große, sowie des Geschäftsführers der HGW, Thomas Lück, in der Kita Inselnest im Werderaner Ortsteil Töplitz statt.

Auf dem rund 3500 Quadratmeter großen Gelände in der Adolf-Damaschke-Straße soll ab März auf 1183 Quadratmeter Grundfläche ein Eingeschosser entstehen. Eröffnet werden soll die Kita für 100 Kinder bereits im Herbst des kommenden Jahres. Errichtet wird die Kita in Fertigteilbauweise, Bauherr ist die HGW.

Die Bürgermeisterin dankte für die Unterstützung in Höhe von 794 000 Euro, die Gesamtkosten belaufen sich Thomas Lück zufolge auf 2,89 Millionen Euro. Die Ausschreibung der Bauleistungen soll im Dezember abgeschlossen werden, die Baugenehmigung ist bereits erteilt. Durch die Fertigteilbauweise könne der Bau in wenigen Monaten errichtet werden, sagte Werner Große.  „Wenn die Bodenplatte die Endfestigkeit erreicht hat, kann die Gebäudehülle in einer Woche montiert werden“, ergänzte Lück. Die Außenanlagen sollen parallel zum Innenausbau hergerichtet werden.

Der Neubau sei wegen der wachsenden Kinderzahlen in Werder notwendig, erläuterte Manuela Saß. Die bestehenden Kitas seien ausgelastet, obwohl im vergangenen Jahr bereits eine neue Kita mit 50 Plätzen in den Havelauen entstanden ist, das „Abenteuerland“ von der Hauskrankenpflege Karina. In der Kita Hoher Weg sind nach Umbauten in diesem Jahr vier Kindergartenplätze und 19 Krippenplätze hinzugekommen. Nach aktuellem Stand können aber bis zum 31. Juli 2017 dennoch insgesamt 145 Wünsche auf einen Kita-Platz nicht erfüllt werden.

Zugleich nutzte die Bürgermeisterin  die Gelegenheit und sprach sich gegenüber dem Minister gegen ein beitragsfreies Kitajahr aus, wie es derzeit von der rotroten Koalition im brandenburgischen Landtag diskutiert wird. Das Geld sollte besser in die Kitaqualität und die Ausbildung neuer Erzieherinnen investiert werden, sagte Manuela Saß.

Minister Baaske bekräftigte daraufhin seine Position: Auch er spreche sich gegen ein beitragsfreies Kitajahr aus. „Eltern, die aus sozialen Gründen schon heute weitgehend von Beiträgen befreit sind, hätten kaum etwas davon.“ Wenn man die Eltern fragte, ob sie lieber eine bessere Qualität oder ein beitragsfreies Kitajahr hätten, würden sie sich Umfragen zufolge für die bessere Qualität entscheiden, so der Minister.

Die Stadt plant den Bau weiterer Kitas am Finkenberg in Werder (Havel) und in Glindow, wo mit der Hoffbauerstiftung in den kommenden Jahren ein neuer Bildungscampus entstehen soll. Auf der anderen Seite muss die Kita Inselstadt in den kommenden Jahren geschlossen werden, weil bautechnische Anforderungen nicht mehr auf Dauer erfüllt werden können. (red/low)

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