Obstbau-Symposium: Austausch erwünscht

Etagenobstbau der Altvorderen in Werder (Havel). Quelle: Obst- und Gartenbauverein Werder (Havel)

Werder (Havel) Brandenburgs Agrarstaatssekretärin Carolin Schilde wird am morgigen Freitag, dem 3. November, zur Eröffnung des zweitägigen Obstbau-Symposiums ein Grußwort sprechen. Die Veranstaltung unter dem Motto „Möglichkeiten und Chancen einer regionalen Produktion“ findet im Rahmen der 700-Jahr-Feier von Werder (Havel) statt.

Ausgehend von der langen obstbaulichen Tradition der Stadt soll im Rahmen des Symposiums die historische Entwicklung des Obstbaus beleuchtet und die Möglichkeiten und Chancen der regionalen Produktion unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Entwicklungen diskutiert werden. Der Diskurs soll wichtige, praxisrelevante und umsetzungsorientierte Impulse für die regionale Entwicklung geben.

Die Region um Werder (Havel) ist traditionell eng mit dem Obstbau verknüpft. Das Baumblütenfest erinnert jährlich an die lange Geschichte des Obstbaus und dessen Bedeutung für die Attraktivität des zwischen Wasser und Wein liegenden Erholungsortes.  Nach dem Fachtag für Obstbauern am 3. November richtet sich das Symposium am Samstag, dem 4. November, im Schützenhaus mit vielfältigen Angeboten an Hobbygärtner und Gartenfreunde.

„Nicht nur bei den Obstbauern, auch in den Hausgärten in Werder wird die Obstbautradition gepflegt“, sagt Bürgermeisterin Manuela Saß. Es gebe kaum einen Werderaner Garten, in dem im Frühling keine Obstbäume blühen. Das Interesse an Informationsveranstaltungen auf dem Frischemarkt im Strengfeld habe spürbar zugenommen. „Und die Zahl der Werderaner, die aus tollen Früchten sehr ordentliche Obstweine keltern, ist wieder kräftig gewachsen“, so die Bürgermeisterin. So nehmen an der Verleihung der Goldenen Obstweinkruken immer mehr kleine Obstweinhersteller teil.

All diese Aspekte sollen auch am Publikums-Samstag des Obstbausymposiums am 4. November von 9 bis 16 Uhr eine Rolle spielen. So wird es eine Apfelsortenausstellung mit Fokus auf Neuentwicklungen geben. Es soll ein Überblick über neue Sorten gegeben werden, die auch für Hobbygärtner von Interesse sein dürften. Darüber hinaus wird eine Posterschau Einblicke in Ergebnisse momentaner Forschungsprojekte vermitteln. Obstweinhersteller werden sich vorstellen und es darf natürlich auch gekostet werden.

In vier spannenden Vorträgen ausgewiesener Fachleute wird es um die Obstbaugeschichte in Werder (Havel), um alte und neue Obstsorten, um sinnvollen Pflanzenschutz und nicht zuletzt um das Geheimnis gut gemachter Obstweine gehen. Zu diesem Thema wird Stefan Schmidt, Leiter des Weingutes Schloss Rattey, wertvolle Tipps geben.

Für den Obst- und Gartenbauverein Werder (Havel) sei der Publikumstag ein Weg, um noch stärker mit Hobbygärtnern in Verbindung zu treten, sagt Vereinsvorsitzender Walter Kassin. „Wir spüren bei unseren Obstschnittseminaren, auf dem Frischemarkt, bei der Goldenen Kruke und auch bei den Nutzern der Schuffelgärten am Galgenberg immer wieder, wie offen Hobbygärtner für unsere Ratschläge sind.“

Diesen Kontakt und die Verbindungen zu den Werderanern wolle der Verein zum Nutzen der Baumblütenstadt gern weiter ausbauen.  „Im Garten ist gerade weniger zu tun. Deshalb kann ich nur jedem Hobbygärtner empfehlen, sich den 4. November im Kalender zu notieren“, so Walter Kassin. „Es wird sich bestimmt lohnen.“ (red)


Veranstaltungsort ist von 9 bis ca. 16 Uhr das Schützenhaus in Werder (Havel), Uferstraße 10. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Veranstalter des Obstbausymposiums ist die Stadt Werder (Havel) mit dem Obst- und Gartenbauverein Werder (Havel) und dem Gartenbauverband Berlin-Brandenburg. Das Symposium wird durch das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg unterstützt.

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