Offen für alle: Klimawerkstatt Werder

Eingang zur Klimawerkstatt Werder (Havel) in der Luisenstraße 16.

Werder (Havel), 3. Februar 2018 – Erfreulich viele Gäste gab es heute bei der Eröffnung der Klimawerkstatt in der Luisenstraße. Klimaschutz – ganz konkret, hier vor Ort machbar und nicht nur als abstrakten Begriff in die Köpfe der Menschen zu bringen, ist ein Ziel des ambitionierten Projektes.

Künftig wird es hier wöchentliche Treffs geben. Projekte werden selbst organisiert, wer eine Idee für ein weiteres Thema hat, wird unterstützt.
Ohne Anmeldung können Interessierte beispielsweise jeden ersten Samstag im Monat beim Reparatur-Treff in den technisch gut ausgestatteten Werkstätten kaputte Gegenstände – ob nun Kleidungsstücke, Toaster oder Fahrrad – mit fachlicher Hilfestellung selbst reparieren. Dank des 3D-Druckers ist es sogar möglich, kleine Teile selbst zu drucken und einzubauen.

Im multifunktionalen und technisch ebenfalls gut ausgerüsteten Veranstaltungsraum können Veranstaltungen mit bis zu 40 Leuten stattfinden. Dieser Raum kann nach Anmeldung und Terminabsprache auch von Initiativen, Vereinen und anderen Interessierten für Veranstaltungen genutzt werden.

Eingerichtet wurden eine Holzwerkstatt, ausgestattet mit CNC-Fräse und verschiedenen Sägen und Schleifgeräten, eine Fahrrad/Metallwerkstatt mit u.a. Metallkreissäge oder Schutzgasschweißgerät, eine Elektrowerkstatt mit diversen Messgeräten und Werkzeug und sogar einem 3D-Drucker und Scanner sowie eine Nähwerkstatt mit diversen Nähmaschinen. Die Termine für die Werkstattbereiche, in denen unter Anleitung gearbeitet werden kann, sind auf der Homepage der Klimawerkstatt zu finden. Ebenso die Termine für die nötigen Werkstatteinweisungen – denn die Einweisung ist Voraussetzung, um die Werkstätten während der Öffnungszeiten der offenen Werkstätten benutzen zu können.
Eine Einweisung in Maschinen kann an diesem Termin nicht erfolgen, diese finden separat statt.

In monatlichen Vortragsreihen sollen Projekte zum Oberbegriff Klimaschutz vorgestellt werden, die für die Nachbarschaft in Werder relevant sind, offene Treffs sollen dafür sorgen, dass sich Interessierte austauschen und vernetzen. Der erste Termin für den nachbarschaftlichen Treff ist der 25. Februar, 19 Uhr.

Einen Vortrag am 3. März ab 17 Uhr wird es zum Thema „Essbare Stadt, LebensMittelPunkte, Regionale Wirtschaftskreisläufe – über die Arbeit und Forderungen des Ernährungsrates Berlin“ geben, ein weiterer Vortrag am 7. April ab 17 Uhr ist mit „Anstrengungen der Waldorfschule Werder zu einem Beitrag zum Klimaschutz“ angekündigt.

Filmabende mit themenrelevanten Themen lassen den Blick über den Tellerrand zu und sollen Gespräche anregen. Beim Filmabend am 25. Februar, Beginn 17 Uhr, wird „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ gezeigt.

Kitas und Schulen können sich melden, wenn sie entsprechende Projekte planen, Veranstaltungen können dann auch in der Klimawerkstatt stattfinden. Themen können beispielsweise sein: Wasserfilter herstellen, Wasserlauf bauen, Kleidung bedrucken, Stoffbeutel nähen aus alten Kleidungsstücken, Körbe aus Zeitungspapier flechten, Fahrradwerkstatt für Jugendliche, Geldbeutel aus Tetrapack, Hochbeet aus Tetrapack. Ziel soll sein, den Kindern Raum zum Beobachten und Experimenten zu bieten, Naturzusammenhänge selbständig zu erfassen und Gegenstände und Materialien zu erkunden.

Christian Rohrbacher, einer der Initiatoren der Klimaschutzwerkstatt, wies darauf hin, dass auch die Stadt Werder unter anderem mit der umfassenden Sanierung der Straßenbeleuchtung auf die energiesparende LED-Technik einen Beitrag zum Klimaschutz geleistet habe. Zudem gehöre die Stadt zum gemeinde- und kreisübergreifenden Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk (EMB-KEEN).

Werders Bürgermeisterin Manuela Saß, die zu den Gästen der Eröffnung der Klimawerkstatt gehörte, betonten gegenüber wirsindwerder.de: „Klimaschutz geht alle an. Das beginnt im Kleinen schon zu Hause – eine Plastiktüte weniger hilft schon. Dieses Projekt hier unterstützt den Klimaschutzgedanken ganz lokal und vermittelt Möglichkeiten für alle in vielen unterschiedlichen Bereichen“.

„Die Klimawerkstatt soll vor allem ein Treffpunkt sein, um sich über die eigene Lebensweise und Projekte in der Nachbarschaft auszutauschen und gemeinsam Strategien zu entwickeln, wie wir einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können“, zielt die Arbeit des Projektes immer auch auf gelebten Klimaschutz vor Ort.

Bereits jetzt wird ein Fest am Tag des „Guten Lebens“ angekündigt. Am 23. Juni soll es rund um die Klimawerkstatt und das Uferwerk mit einem Markt der Möglichkeiten, mit offenen Werkstätten, kulinarischen Angeboten, Führungen, Spielangeboten rund um das Thema Wasser und weiteren Angeboten stattfinden. (wsw)


Fragen, Anmeldungen für Werkstatteinweisungen, Ideen per E-Mail an info@klimawerkstatt.info

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