Offene Polizeipräsenz

Werder (Havel), 2. Mai 2018 – Das Sicherheitskonzept der Polizei zum 139. Baumblütenfest geht auf. Davon ist die Polizeidirektion West überzeugt. Ihr lageangepasster und auf polizeiliche Präsenz ausgerichteter Einsatz sorgte dafür, dass auch der gestrige Maifeiertag gestern relativ ruhig verlief. Wie in den vergangenen Jahren sollten die meist volksfesttypischen Delikte ins Verhältnis zum Besucherandrang allgemein gesetzt werden. Zu der Vergewaltigung, die am Sonntagabend gemeldet wurde, gibt es noch keine neuen Erkenntnisse. Die Polizei ermittelt intensiv und bittet weiterhin um Hinweise unter 0331 55 08 12 24.

„Auch am Maifeiertage wurde das Baumblütenfest wieder vor allem von vielen Familien besucht. Die ausgelassene Stimmung der Festbesucher ließ sich auch vom auffrischenden Wind nicht trüben. Auch am Feiertag ging das Sicherheitskonzept der Polizei auf. Wo nötig, waren die Einsatzkräfte schnell vor Ort und konnten für die notwendige Sicherheit sorgen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

Bis gestern Abend 21 Uhr gab es den Polizeiangaben zufolge 142 Platzverweise. Zum Vergleich: im vergangenen Jahr waren es beim Fest insgesamt 248. Insgesamt 46 Personen wurden bislang in Gewahrsam genommen. „Zum überwiegenden Teil sind die Betroffenen erheblich alkoholisiert gewesen“, so die Polizei. Die Zahl der Personen, die in Gewahrsam genommen wurde, ist demzufolge erheblich gestiegen und hat bereits die Zahl vom vergangenen Jahr überholt – da waren es nach Ablauf des Festes insgesamt 27.

Von den insgesamt 221 bis Dienstag 21 Uhr registrierten Straftaten waren 103 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Weiterhin mussten die Einsatzkräfte u.a. 35 Körperverletzungsdelikte aufnehmen, 19 Beleidigungen sowie 17 Widerstandshandlungen und einen Raub.

Besonders herausragend war am Montag die Lebensrettung eines 58-jährigen Werderaners, der auf dem Fest einen Herzinfarkt erlitt. Zwei Polizeisanitäter waren rechtzeitig zur Stelle und konnten den Mann reanimieren, bis ein Notarzt vor Ort war und den Festbesucher mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus begleiten konnte“, so Endro Schuster, Leiter des Stabsbereichs Einsatz- und Kriminalitätsangelegenheiten und Polizeiführer am heutigen Tag. Wir wünschen alles Gute!

Von der Bundespolizei, die für die Sicherheit am Bahnhof und in den Zügen zuständig ist, gibt es noch keine aktuellen Zahlen. Bekannt gegeben wurden bislang nur die Zahl von 50 aufgenommen Anzeigen vom ersten Baumblütenfesttag, an dem es am Bahnhof trotz 450 Polizisten zu tumultähnlichen Vorfällen kam, weil es nicht ausreichend Sonderzüge für Anfahrt und Abreise gab. Die Deutsche Bahn hatte kurzfristig bekannt gegeben, dass es aufgrund einer Grippewelle nicht ausreichend Personal gäbe. Die Stadt Werder (Havel) hatte daraufhin kurzfristig in Zusammenarbeit mit der regio Bus Potsdam Mittelmark GmbH Busse organisiert.

Die Anlagen zur Sicherung des äußeren und inneren Ringes, den die Stadt mit ihren Sicherheitspartnern wie im vergangenen Jahr aufbaute, stoßen auf Verständnis der Besucher und Bewohner der Stadt. Die autofreie Innenstadt war zwar für einige Werderanerinnen und Werderaner am Startwochenende schwierig, dennoch gab es auch hier zum größten Teil Verständnis für die wichtigen Sicherheitsvorkehrungen.  (wsw)